Mittwoch, Dezember 31, 2008

Montag, Dezember 29, 2008

Auf dem Zoe Beck-Blog

... gibt's gerade eine interessante Diskussion über freiwillige und unfreiwillige Prostitution und außerdem einen kürzeren längeren Eintrag darüber, wie das Buch "Wenn es dämmert" eigentlich geboren wurde.

Ich bin übrigens ganz begeistert

... von der Existenz dieser Seite für Menschen mit Intoleranzen. In dem Fall sind Nahrungsmittel gemeint. Bei LIbase.de geht es nicht nur um Lactoseintoleranz, sondern auch (für mich relevant, Lactose kann ich ja) um Probleme mit Fructose, Sorbit, Histamin, Gluten usw. Falls sich also jemand angesprochen oder betroffen fühlt: Gute Sache, das.

Samstag, Dezember 27, 2008

Freitag, Dezember 26, 2008

Donnerstag, Dezember 25, 2008

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Wo wir gerade beim Thema sind:

Rufus Wainwright wurde jüngst da und dort falsch zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe zitiert. Eine Richtigstellung gibt's auf seiner Seite. Zitat:
"Recently, a quote from an interview was taken out of context and as these things go, it has appeared on many internet sites. So, to set the record straight (or shall we say gay?), I am not nor have I ever been opposed to anyone's right to marry - straight or gay. I myself just don't want to at the moment and feel a strong tie to the traditional bohemian concept of being a homosexual, ie: the last thing we want is to be like everybody else. But who knows, a girl likes options. Maybe someday I will want to marry! Plus, in terms of practical issues such as citizenship, taxes, inheritance, etc...it is appauling that LGBT couples don't have the same rights and options that other people have and compared with Europe and Canada, the US should be ashamed of how they treat love. I have voiced my strong opposition to Prop 8 on many occasions and will continue to do so until that referendum is reversed."

Die Originalvideos sind ja leider auf youtube weg.

Diese Jahreszeit.

Am Telefon.

Anruferin A (geschätzte 80+)
HH

HH: Hallo?
A: Hier auch hallo!
HH (kennt den Spruch schon): Mhm?
A: Ähm, wer ist denn da?
HH: Wenn hätten's denn gern?
A: Oh weh, Sie sind aus Süddeutschland ...
HH (schnauft)
A: ... ich wollte doch nur die W.s sprechen ...
HH: Das tut mir schrecklich leid, aber die kenne ich gar nicht.
A: Und bei wem bin ich ...
HH: Heiland.
A: Ach wie schön! Was für ein Name! Und dazu noch an Weihnachten!
HH: Welche Nummer haben Sie denn gewählt?
A (sagt die Nummer)
HH: Tja, das ist dann wohl meine.
A: Aber die hatten immer die W.s!
HH: Ich kann ja noch mal nachsehen, aber im letzten halben Jahr war mir, als wohnte ich hier ohne die W.s, ehrlich.
A: Dann sind Sie neu in Hamburg!
HH: Sie meinen, vielleicht lerne ich die W.s noch kennen, wenn ich nur lange genug hier wohne?
A: Naja, ich weiß nicht, die sind ja nun auch schon vor einem Jahr umgezogen ...
HH: Das könnte erklären, warum ich jetzt diese Nummer habe. Sind sie innerhalb von Hamburg umgezogen?
A: Wo sollen sie denn sonst hingezogen sein?
HH: Süddeutschland?
A: Nein! Das nun sicher nicht!
HH: Dann hilft nur noch die Auskunft. Haben Sie die Nummer von der Auskunft?
A: Die hat sich auch kürzlich geändert, oder?
HH: Vor ... kurzem. Ja. Aber ich kann auch gern für Sie im Telefonbuch im Internet nachsehen, ob die W.s eingetragen sind. So häufig ist ja der Name nun auch nicht.
A: Wo wollen Sie nachsehen?
HH: Äh - Telefonbuch. Es liegt hier gerade eins rum. (tippt) Ah, hier haben wir die W.s. Haben Sie was zum Schreiben? (gibt die Nummer durch) Das sollte jetzt aber klappen.
A: Ach, vielen Dank! Es war sehr schön, mit Ihnen gesprochen zu haben! Auch, wenn ich nicht weiß, wer Sie sind. Ich weiß nur, dass Sie einen sehr schönen Namen haben! Der passt gerade so gut!
HH: Freut mich, dass es Ihnen gefallen hat!
A: Dann wünsche ich Ihnen noch schöne Feiertage!
HH: Ihnen aber auch!
A: Und vielleicht sprechen wir uns ja noch mal!
HH: Wann immer Sie sich das nächste mal verwählen, ich geh gerne ran.

Rückblickend war das wohl eine der schlechtesten Headlines:

"Wir sind Papst". Wann kommt da endlich mal ein Einsehen?

Dienstag, Dezember 23, 2008

Sonntag, Dezember 21, 2008

Samstag, Dezember 20, 2008

Der Superprof IV

HH
Freundin A

A (aufgeregt): Du glaubst es nicht, wen ich gestern getroffen hab!
HH (aufgeregt): Rufus Wainwright???
A: Quatsch. Eine Kollegin von mir!
HH (ernüchtert): Aha.
A: Und wir waren einen Kaffee trinken, und da hat sie von ihrem Vater erzählt!
HH: So.
A: Und ihr Vater, der hatte ja sooo Probleme! Und das war, als der noch in den USA gelebt hat! Und da ist der von einem Arzt zum nächsten, und keiner konnte ihm helfen! Und ihm ging's immer schlechter und schlechter!
HH: Was hatte er denn?
A: Weiß ich auch nicht so genau. Aber jedenfalls, dann hat er von Professor X gehört!
HH: Ich ahne etwas.
A: Und dann ist der extra wegen dem wieder nach Deutschland gezogen! Und jetzt ist er bei dem in Behandlung! Und er ist gesund!
HH: Ja aber was hatte er denn?
A: Is doch egal! Er ist wieder gesund!
HH: Und was hat der Professor mit ihm gemacht?
A: Er hat ...
HH: Warte. Er hat ihm die Hand geschüttelt, tief in die Augen geschaut und gesagt: Sie müssen nicht länger suchen, ich kann Ihnen helfen.
A: Genau! Genau!
HH: Unglaublich.

Intelligente Frauen bekommen keinen Mann.

Naja, doch. Sie müssen nur länger suchen und noch länger warten. Sind Frauen um 16% intelligenter als der Rest (ich hab mir die Zahl nicht ausgedacht, ich hab sie hier gefunden), schwinden ihre Heiratschancen um 40%. Männer, die intelligenter sind als der Rest, haben um 35% höhere Heiratschancen. Da hilft nur eins: Frauen, ihr müsst nicht wirklich heiraten, um glücklich zu sein. Echt nicht. Versteht das bitte endlich.

Party in Othmarschen

HH (langweilt sich)
Gastgeberin G (flattert von Gast zu Gast)
Freundin A

G: Ach, Schätzchen, Sie sehen aber toll aus!
HH (erinnert sich an den Party-Knigge): Äh, danke, und Sie erst!
G (tätschelt ihre Hochsteckfrisur): Aaach, ich hab mir heute mal ausnahmsweise was gegönnt ... Massage, Kosmetikerin, Stylist ... Ihre Jeans ist ja su-per! Und ich weiß auch, wo Sie die herhaben, die hab ich doch letztens irgendwo im Schaufenster gesehen ... Warten Sie warten Sie ... ach ich weiß! Jil Sander!
HH (macht große Augen)
G: Nein, nein, Sie haben Recht. Das war ... hm ... Gucci! Genau. Die wollte ich mir auch kaufen, aber in so einen Schnitt pass ich nicht rein ... (klopft sich auf dei Schenkel) Aaach, sorry, da kommt gerade Herr Dr. von und zu! Wir plauschen später weiter, ja? Sie amüsieren sich?
HH: Oh! Ja! Köstlich!
A: Gucci, hm?
HH: H&M, 29 Euro.
A (hebt ihr Glas): Auf Gucci!
HH (stößt an): Wieder 300 Euro gespart!

Manches anzuhören bereitet einem körperliche Schmerzen.

Zum Beispiel dies hier: Der Ö3-Mikromann fragt Passanten, wieviele Kerzen am 4. Advent am Christbaum brennen.

Freitag, Dezember 19, 2008

Essen bestellen

HH
Bedienung B
Kunde K

HH (starrt auf die Speisekarte): Ich kann das nicht. Sonst sind da doch immer Bildchen dabei, damit man weiß, was was ist.
B: Ich kann Ihnen das erklären. Das da sind die, wo innen außen ist. Und das da sind die kleinen runden Dinger. Und das sind die anderen, diese länglichen. Und das hier ist ohne alles.
HH: Mhmmm. Und das da ist ohne Sesam und Kram.
B: Dochdoch, mit Seetang.
HH: Se-SAM.
B: Ohne Sesam, mit Seetang.
HH: Hat Seetang Fructose?
B: Äh - was?
HH: Egal. Vergessen Sie's. Und von denen da, wieviele sind das?
B: Das sind acht und das sind immer so fünf und das da sind einzelne.
HH: Mhmmm. Sie sollten Bildchen dazumachen.
B: Och, normalerweise wissen die Leute das nach einer Zeit.
HH: Ich bestelle seit Jahren nach Bildchen, weil ich das immer alles verwechsle. Ich nehm dann davon und davon und davon auch noch, aber zwei.
B (notiert, dann zu Kunde K): Und haben Sie schon gewählt?
K: Nee, ich weiß nie, was was ist.
HH: Und ich sach noch: Bildchen!

Donnerstag, Dezember 18, 2008

Jemand hat mir Salatbesteck aus Horn geschenkt.

Aus echtem Horn. Nichts für die Spülmaschine.

Mittwoch, Dezember 17, 2008

Ist hier eine Dame mit Kleidergröße 32/34?

Das wäre bei Hosen so um die 26, 27. Ich hätte da nämlich ein paar Sachen im Kleiderschrank gefunden, in die ich nicht mehr reinpasse. Und ebay find ich doof. Einfach mal über Kontaktformular von meiner Homepage melden. (Unten links kucken.)

Der Superprof III

Patientin A (aufgeregt)
Patientin B (langweilt sich)
HH (liest)

Im Wartebereich.

A: Ham Sie den Test schon gemacht?
B: Ja! Schon zum dritten Mal!
HH: Aber nicht immer derselbe, hoffe ich.
B: Nein, aber ich bin heut schon den dritten Tag da.
HH: Ich den vierten.
A: Und is des schwierig?
B: Neiiiin. Sie trinken was und dann pusten Sie wo rein. Das geht dann 70 Minuten.
A: Ich soll 70 Minuten pusten?
HH: Sie meint innerhalb von 70 Minuten. Ein paar Mal. In regelmäßigen Abständen. Nicht 70 Minuten am Stück wo rein pusten.
A: Ach so. Weil, ich komm ja extra aus München hergeflogen. Und da wollt ich bald wieder weg.
B: Von München?
HH: Wann geht denn Ihr Flieger?
A: Übermorgen.
HH: Bis dahin haben Sie fertig gepustet. Ganz sicher. (liest wieder in ihrem Buch)
B: Aber von München?
A: Wegen dem Herrn Professor!
B: Aaah, ja, wegen dem Herrn Professor bin ich auch hier.
A: Ja, der Herr Professor ...
B: Der hilft einem ja.
A: Da lass ich nix drauf kommen, auf meinen Herrn Professor. Drei Jahre bin ich schon bei ihm.
B: Und vorher?
A: Schlecht. Schlecht. Wo ich hinging, schlecht.
B: Bei mir auch. Aber jetzt, beim Herrn Professor ...
A: Jaja, der Herr Professor ...
B (flüstert): Da kommt der Herr Professor ...
A & B (kichern)
HH (liest)
A & B: Hallo Herr Professor!
(Superprof schwebt vorbei und hebt huldigend die Hand)
A & B (kichern)
A: Ach, der Herr Professor ...
B: Ja, also der Herr Professor!
A: Des is schon einer, der Herr Professor!
B: Wenn's den nicht gäbe, den Herrn Professor ...
HH (murmelt ins Buch): ... dann müsste man ihn erfinden.

Silvia Plath:

"Where, how, with what and for what, to begin? No incident in my life seemed ready to stand up for even a twenty-page story. I sat paralyzed, feeling no person in the world to speak to, cut off totally from humanity, in a self-induced vacuum: I felt sicker and sicker. I couldn't happily be anything but a writer and I couldn't be a writer. I couldn't even set down one sentence. I was paralyzed with fear ..."

Montag, Dezember 15, 2008

This Woman Is Very Upset

Ich bekomme dauernd Post von mamiweb.de

Das ist für Mütter und solche, die es mal werden wollen. Liebes mamiweb.de, ich bin d e f i n i t i v nicht Eure Zielgruppe. Nicht traurig sein. Davon stirbt Deutschland nicht aus.

First Novel Competition

Für die, die vorhaben, ein allererstes Buch in englischer Sprache zu verfassen: Die englische Autorin Susan Hill ruft jedes Jahr über ihren Verlag Long Barn Books eine First Novel Competition aus. Dieses Jahr gewann Ruth Newman (Buchtipp von mir nächste Woche in der Focus Online-Kolumne). Long Barn Books machen natürlich noch ein paar andere Bücher, und für die Leute, die vorhaben, einfach mal ein Manuskript dorthin zu schicken, haben sie eine wunderbare Warnung:

IF YOU ARE THINKING OF SUBMITTING A NOVEL TO US PLEASE NOTE THIS. IT IS IMPORTANT.

If it is written in the first person narrative present tense ( i.e. She goes to the front door and knocks. He opens it.) we will be most unlikely to read it. This tense is the mark of the amateur and is the most irritating tense of all to read. Too many students of Creative Writing classes use it and it is an immediate no-no for us - and indeed for many agents and publishers.

Mhm. Any Anmerkungen?

Sonntag, Dezember 14, 2008

Depressionen


Gefunden dank Isa.

Der Superprof II

Superprof S
HH

Im Wartebereich. Superprof kommt vorbeigeschwebt und begrüßt seine Stammkunden. Dann:

S: Uuund unsere Frau Heiland ist auch da! Wie geht's Ihnen? Was lesen Sie diesmal? Wieder Magnus Mills?
HH (verblüfft, stottert): Äh, nee, eigentlich ... (versucht ungeschickt, das Buch unterm Sitz zu verstecken) ... Schund, mehr so ...
S: Oho, Schund!
(Chor der Stammkunden: Schund!)
S: Selbstgeschrieben? (lacht)
HH (wird rot): Woher ...
S (erklärt seinen Stammkunden): Frau Heiland schreibt nämlich auch!
(Chor der Stammkunden: Auch!)
HH: Nee, das is mehr so fremdgeschrieben ...
S: Na dann! Weiterlesen! (schwebt weg)
(Chor der Stammkunden: Weiterlesen!)
HH (ruft nach): Woher wissen Sie das denn alles?!
(Chor der Stammkunden: Er weiß alles!)

Der Superprof

Physiotherapeut P
HH

HH: Jedenfalls gibt's da diesen Professor, den alle sowas von toll finden ... Das müssen Sie sich so vorstellen: Der schwebt praktisch durch den Krankenhausflur, seine Assistenzärzte streuen ihm Blumen, und seine Patienten fallen reihenweise auf die Knie. Das kann nicht normal sein!
P: Kann er denn was?
HH: Keine Ahnung. Aber seine Nummer mit Handschütteln und Tiefindieaugenschaun und "Ich verspreche Ihnen, ich werde Ihnen helfen" ist echt großes Kino. Das letzte Mal, als mir jemand sowas gesagt hat, hab ich die Tür zugeknallt, obwohl er noch nen Fuß drinhatte.
P: Aua. Wer war das denn?
HH: Zeugen Jehovas.
P: Okay.
HH: Aber das Merkwürdige ist: Der kennt seine Patienten wirklich. Der hat heute sogar mich erkannt, dabei hat der mich erst einmal für ein paar Minuten gesehen, und ich hatte gar keinen Termin bei ihm, ich bin dem nur so zufällig begegnet.
P: Ach!
HH: Tja. Also dieser Professor X muss ein phänomenales Gedächtnis haben.
P: Professor X? Den kenn ich!
HH: Von ihm gelesen?
P: Nein, persönlich!
HH: Jetzt sagen Sie nicht ...
P: Doch! Ich war sein Patient! Und er hat mich geheilt!
HH: Mhm.
P (schwärmt): Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar ich diesem Mann bin! Ich kann wieder alles essen! Er ist ein ... ein ...
HH: Sagen Sie jetzt nicht Gott! Verdammt, es geht um Nahrungsmittelintoleranzen!
P: Aber er hat mich geheilt! Ich weiß es noch wie gestern, als er da vor mir stand, mir die Hand schüttelte und sagte: "Sie sind angekommen. Sie müssen nicht weitersuchen. Ich werde Ihnen helfen!"
HH: Oh Mann, ich hab's gewusst. Das ist kein Prof, das ist ein Sektenchef.

Freitag, Dezember 12, 2008

SOKO Wismar

... hat zwar eine der dämlichsten Titelmelodien, die ich je gehört habe (Sorry, Udo, aber.), jedoch die Folge vom Mittwoch war richtig richtig gut. Und wie ich mich so über das tolle Drehbuch wunderte, schaute ich nach und fand: Astrid Paprotta hat's geschrieben.
Nachzuvollziehen noch bis einschließlich Dienstag in der ZDF-Mediathek.

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Die eigene Stimme

... klingt ja immer irgendwie fremd, weil man sich selbst ganz anders hört. Nun hab ich aber den Vorteil, meine Stimme schon mein Leben lang von außen zu kennen. Nicht, weil ich schon im zarten Alter von 3 anfing, meine Stimme aufzunehmen, um sie mir dann die ganze Nacht anzuhören. Nein, meine Schwester hat genau dieselbe Stimme. Und immer, wenn ich mit ihr gesprochen habe, weiß ich wieder, wie ich mich anhöre. Haargenau. Ohne dieses komische Gefühl, dass man beim Abspielen seiner eigenen Stimme vom Band hat.

Es gibt ja keine schwulen Italiener, ne.

Jedenfalls hätten sie das ganz gerne so.

Dienstag, Dezember 09, 2008

Hamburg hat ja auch schöne Seiten.

Hier zum Beispiel. Ich hab leider nicht so lange Beine. Wär auch schwer, bei einssechzig. Da ist noch mehr, bestimmt auch was für Georg dabei.

Montag, Dezember 08, 2008

Trailer zum neuen Buch:

Ich weiß schon, die meisten hassen seine Stimme.


Aber es b e d e u t e t mir so viel, dieses Lied.
*Taschentuch

Sonntag, Dezember 07, 2008

Perspektiven

Die meisten Leute, die mit dem Schreiben anfangen, nehmen die Ich-Perspektive, weil sie ihnen leichter fällt.
Die meisten Leute, die Bücher kaufen, sagen, dass sie nichts aus der Ich-Perspektive lesen möchten.
Ich habe es trotzdem mal mit der Ich-Perspektive versucht, eben weil es ja hieß, es ließe sich so viel leichter schreiben, und wer schert sich schon um die da draußen.
Hat nicht geklappt. Kann man viel zu wenig mit machen. Oder ich kann's einfach nicht. Ich bin zu schlecht für die Ich-Perspektive. Oder ich kann einfach keinen Krimi aus der Ich. Oder ich komm zu sehr vom Fernsehen und brauch einfach Perspektivwechsel.
Is ja auch alles egal. Ich schreib jetzt einfach so, wie ich's gern hätte.
(Wieso ist die Ich-Perspektive einfacher???)
((Kurzgeschichten klappen aus der Ich. Comedy auch. Aber keine 350 Seiten.))

Liebe Anobella,

ja, es stimmt. Ich habe da diesen Krimi, der auf Usedom spielt. Ich weiß nur nicht, ob es ein Regionalkrimi für Usedom ist. Den Usedomern könnte er zu politisch sein, und ich feiere die Kaiserbäder zu wenig bis gar nicht. Mir geht's mehr um den geschichtlichen Aspekt, Nachkriegszeit und so weiter.
Ein bisschen erstaunt war ich nämlich schon, als ich immer gefragt wurde: Golm? Wat fürn Golm? Auf der Insel etwa?
Kann ich was dafür, dass ausgerechnet auf der Sonneninsel Usedom das größte WWII-Massengrab in Meck-Pomm und wo nich noch ist? Mit 23.000 Toten? Hab ich mir nicht ausgedacht. Is einfach so.

Referrer

der keltische typ
friseur othmarschen
wann hat loriot geburtstag
gedankenlesen für anfänger
reaktion auf die rezession
roger whittaker ehevertrag
regionalkrimi schwerin
leseprobe shipspotting
rumänien gastfreundschaft
unter zucker
klein-mann-syndrom
ich liebe diese frau
parkplatz lüdenscheid
abholschein post erst am nächsten tag
frauen in seidenstrümpfen
metzgerei burgsolms

Zoey 7

Ich habe Hoffnung.

Ich kontrolliere wieder im 10-Sekunden-Takt meine Mails, schaue jede Stunde Nachrichten und kucke, wer online ist. Ich sitze nicht mehr einfach nur untätig vor der weißen Seite. Es tut sich was! Bald wird ein Buch draus!

Samstag, Dezember 06, 2008

Smiley schneit mit Nikolausmütze vom Himmel

(anobella ist schuld)

Mein last.fm ist kaputt

*tritt dagegen
Geht aber glaub ich gerade bei keinem so richtig? Oder?

Freitag, Dezember 05, 2008

Warum gute Bücher so anstrengend sind und wieso Bestseller eigentlich weh tun.

Oder so ähnlich. Weiß Martenstein.

Liebe Telekom.

Sehr habe ich mich über Ihren Brief gefreut, in dem Sie mich als Neukundin herzlich begrüßen. Ich frage mich, wem ich in den vergangenen zehn Jahren jeden Monat Geld überwiesen habe, wenn ich nun erst seit dem 3. Oktober Ihre Kundin bin.
Aber die Glückwünsche für meine "hervorragende Wahl" nehme ich gerne entgegen. Ist es doch dasselbe, was ich seit ein paar Jahren ohnehin schon habe.

Hmpf.

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Ich habe gerade alles gelöscht.

Das hab ich noch nie gemacht. Hat was Befreiendes. Jetzt nochmal von vorne.

Judith (Maria) ...

... hat gestern Knoblauch gegessen. Viel.
*lüftet

Heute allerdings:

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Stereophonics

Neumünster

Frühstück.

HH (auf alles allergisch)
Küchenfrau K

HH: Sind das hier ganz normale Cornflakes? Ohne alles?
K: Sieht man doch!
HH: Okay, danke. (schaufelt sich Cornflakes, Milch und Zucker auf und fängt an zu essen)
...
HH (läuft rot an): Das schmeckt irgendwie nach Nüssen! (schnappt nach Luft)
K: Was schmeckt nach Nüssen?
HH (fuchtelt rum, wühlt in ihrer Handtasche)
K: Ach das! Ja, da sind Erdnüsse dran.
HH (kippt sich Notfallmedikament in den Rachen)
K: Schmecken die Ihnen nicht?
HH (röchelt): Ich bin allergisch auf Nüsse!
K: Und warum essen Sie sie dann?
HH (fächelt sich Luft zu): Sie haben doch gesagt, das sind normale Cornflakes.
K: Ja. Normale Cornflakes mit Erdnüssen. Unseren anderen Gästen schmecken die gut.
HH: Ich bin allergisch! Nüsse sind auszeichnungspflichtig!
K: Das hab ich ja noch nie gehört!
HH: Dann erkundigen Sie sich! Es gibt viele Leute, die auf Nüsse allergisch sind. Was glauben Sie, warum seit Jahren auf jedem Scheiß draufsteht: Kann Spuren von Nüssen oder sonstwas enthalten?!
K: Weil die Leute gerne Nüsse essen?
HH: Weil die Leute, die darauf allergisch sind, davon sterben können!
K: Von Nüssen?
HH: Ja!
K: Also, nur weil Ihnen keine Nüsse schmecken ...
HH: Sie schmecken mir! Ich darf sie nur nicht essen, weil ich allergisch drauf bin! Sie müssen sowas auszeichnen!!!
K (schnappt nach Luft): Aber wir sind doch hier in Neumünster!
HH: Und deshalb ist hier niemand auf Nüsse allergisch?
K: Also ich hab noch nie von sowas gehört! Nicht in Neumünster!


PS: Das wirklich Blöde ist, dass offenbar Nüsse doch nicht in der Gastronomie kennzeichnungspflichtig sind. Hier.

Schnee. Wieder.


Tag ...

... und Nacht.

Liebe Telekom.

Ich find's ja toll, dass Sie mir als treuer Kundin was schenken wollen. Auch prima, dass ich einen neuen Tarif bekommen soll, der gar nicht mehr kostet, als ich eh schon bezahle. Da sage ich doch mal, ja, schicken Sie mir Infos zu, ich überleg mir das dann. Blöd nur, wenn Sie dann keine Infos schicken, dafür aber einen Bestätigungsbrief, und den dazu noch an meine abgemeldete Berliner Adresse, wo Sie einfach mal rasch den neuen Tarif daraufschalten. Auf eine Nummer, die es seit März nicht mehr gibt. Aber dann hab ich ja Ihren Brief noch bekommen, einen Tag vor dem Tag, an dem die Umstellung für meine Hamburger Nummer passieren sollte. Also habe ich bei Ihnen angerufen.
Da sagte man mir, dass alles storniert sei. Ich solle mir keinen Sorgen machen. Nichts sei passiert, nichts würde passieren, alles bliebe beim Alten. Zumal ja auch der neue Tarif dann doch viel höher gewesen wäre als der alte. Wie gut, dass alles so bleibt, wie es ist.
Wenn aber alles so hätte bleiben sollen, wie es war, und nichts in die Wege geleitet wurde, weil man ohnehin die falsche Nummer hätte bespaßen wollen: Warum hatte ich dann plötzlich kein Internet mehr?
Und warum sagte man mir nach dem ungefähr zehnten Anruf - davon insgesamt bestimmt eineinhalb Tage Warteschleife - bei Call&Surf, ich sei Entertainkunde, und bei Entertain, ich sei nie Entertainkunde gewesen? Wie kam es, dass tagelang niemand von Ihnen für mich zuständig war? Warum bezahle ich für einen Internetzugang, den Sie mir einfach mal ein paar Tage abstellen, von Ihrem Server nehmen und im Nirvana parken? Darf ich Ihnen nun meinen Verdienstausfall in Rechnung stellen? Das wäre nur fair. Ich meine, gemessen daran, dass ich nur wollte, dass alles so bleibt, wie es ist ... Und Sie mir dann erzählen, so eine Rückrufaktion (von etwas, das ich nicht bestellt hatte) dauere ihre Zeit.
So bleiben wir keine Freunde.

Überbrückenderdings:

Der Oli will unsere Aufmerksamkeit auf dies hier gelenkt wissen.

Freitag, November 28, 2008

Donnerstag, November 27, 2008

Bestimmt ...

... kann mir mal jemand erklären, was dieser HVV-Spruch zu bedeuten hat: "Mehr als ein Ziel".

Dafür müsst Ihr Euch aber ein bisschen Zeit nehmen.





Und wer mir jetzt noch sagen kann, welches Stück er da mit Sir Simon einstudiert, dem schenk ich ein Buch.

Mittwoch, November 26, 2008

Das ist sehr tröstlich:

Warum wir gerade jetzt öfter bei Chanel einkaufen sollten. (Oder war's öfter Essen gehen?)

Im Café

Am Nebentisch.

A: Hast Du schon mal was von Loriot gehört?
B: Ist das ne Band?
A: Nee. Loriot! Das ist son alter Typ.
B (es dämmert): Aaah! Der macht doch immer so Sachen mit einer Nudel.
A: Genau, der ist das.
B: Ist der nicht schon tot?
A (unsicher): Nee, ich glaub Du meinst den Heesters.
B: Ach, dann ist Loriot der, der schon über 100 ist.

HH (knallt mit dem Kopf auf die Tischplatte)

A: Du kuck mal, der Frau neben am Tisch ist nicht gut.

HH (bleibt liegen): Alles okay. Reden Sie einfach weiter. 

Vorhin:

"Lassen Sie uns das doch mal rekatapultieren."

Montag, November 24, 2008

V E R A N S T A L T U N G

2.12. um 20:15 Uhr in Rostock, Universitätsbuchhandlung Weiland:

Literatur und Weinlese.

Ich stelle ein paar Bücher vor:

Magnus Mills: Die Entdecker des Jahrhunderts

Oliver Polak: Ich darf das, ich bin Jude

Zoe Beck: Wenn es dämmert

S-Bahn

Dramatis Personae:

Studentin A
Studentin B
HH

In der S-Bahn. Wir warten, weil irgendwas kaputt ist.

A: Kennst Du eigentlich dieses Buch von Samuel Beckett [spricht den Namen deutsch aus]?
B: Nee, aber klingt lustig. Was denn für ein Buch?
A: "Warten auf Godot". Ich kenn nur den Titel, aber da müssen die Leute auch irgendwie warten.
B: Klingt auch lustig. Vielleicht können wir mal in der Thalia [betont erste Silbe] danach suchen, die haben doch immer so viele Bücher.
A: Der war glaube ich Ire, der Samuel Beckett.
B: Klingt aber gar nicht irisch.
A: Vielleicht muss man ihn anders aussprechen.
B: Nein, ich meine, die Iren haben doch immer was mit O. O'Hara zum Beispiel.
A: Das sind doch die Schotten.
B: Achso. Aber das von dem Beckett, war das nicht auch sogar mal im Fernsehen?
A: Bestimmt, die verfilmen ja immer Romane. Jetzt verfilmen sie auch was von Thomas Mann.
B: Der ist aber nicht so lustig, oder?
A: Och, manchmal soll der ganz witzig sein, hab ich gehört. Die "Buddenbrooks" werden verfilmt.
B: Das kenn ich. Das hab ich schon ganz oft gesehen. Das gab es mal als Serie!
A: War das nicht was anderes, irgendwas von der Schwester von dem?
B: Hm, nee, ich glaube Thomas Mann. Es gab ja auch nur den. Eine Frau Mann kenn ich gar nicht.
A: Wer hat denn da mitgespielt?
B: Das weiß ich nicht mehr. Aber letztens hab ich wieder einen schönen Film gesehen, der war mit dem Sohn von Hardy Krüger. Wie heißt der denn nochmal? Ach blöd, jetzt komm ich gar nicht auf den Namen ...
HH (platzt fast): Hardy Krügers Sohn heißt Hardy Krüger jr.! Und Thomas Mann hatte zwar zwei Schwestern, die sich übrigens beide umgebracht haben, aber wesentlich bedeutender ist sein Bruder Heinrich Mann. Auch bekannt sind die Kinder Golo, Klaus und - jetzt kommt eine Frau Mann - Erika. Samuel Beckett war wirklich Ire, und ja, die Iren sind das mit dem O, die Schotten mit Mc. "Warten auf Godot" ist kein Roman, sondern ein Theaterstück, aber auch das kann man bei Thalia mit Betonung auf dem i kaufen, und wahrscheinlich findet das nicht jeder auf Anhieb wirklich lustig. Hab ich was vergessen?
A & B (starren HH erschrocken an)
HH: Gut, dann geh ich jetzt mal aufs Klo. Wo ist hier das Klo?
A (schüchtern): Es gibt keine Klos in der S-Bahn.
HH: Oh. Gut. Ja. Man kann ja auch nicht alles wissen. Danke.

Sonntag, November 23, 2008

"Blutsünde" im Radio FDZ



FDZ-Literaturkolumnist Dr. Sascha Feuchert besprach die Ostseereihe und sagte:
"Die Krimis leben wirklich von einer perfekt inszenierten Spannung und - das ist mir immer besonders wichtig - von einer feinen Sprache."
Den dritten Band, Blutsünde, fand er "besonders spannend": "Für das tief betroffene Ermittlerteam, das eigentlich so fern der Rostocker Heimat [auf Usedom] gar nicht zuständig ist, entwickelt sich ein rasanter und rätselhafter Fall, dessen Spuren bis in den Nationalsozialismus zurückreichen. Alle Figuren müssen sich und ihr Verhalten im Laufe der Handlung kritisch hinterfragen - und dadurch entsteht ein Krimi, der fast das Zeug zum Gesellschaftsroman hat. Auf jeden Fall ist Blutsünde von Henrike Heiland eine hervorragende Urlaubslektüre."
Dr. Feuchert leitet übrigens das Projekt Holocaustliteratur.
Das mit dem Gesellschaftsroman freut mich sehr, sehr. Das mit der Urlaubslektüre natürlich auch. Und ebenso der Rest.

Finden

Ich bin ja jetzt auch sogar noch bei Facebook und Werkenntwen. Und ich weiß gar nicht wo noch alles.

Freitag, November 21, 2008

Schnee. Heute.


Is ja schon weggeschmolzen, das meiste, sagt der Briefträger.

Judith (Maria)

Raumpflegerin M
HH

M (erzählt seit einer halben Stunde von den Leuten in ihrem Haus, teilweise auf portugiesisch): ... und die Frau hat dann für den Sohn, wissen Sie, arbeitet für Mülleimer, der Sohn, der hat dann alle Möbel weggefahren und ...
HH: Mülleimer?
M: Ja! Arbeitet für Mülleimer!
HH: Ach so, Sie meinen für die Stadtreinigung.
M: Neeeeein, nix Stadt! Mülleimer!
HH: Müllabfuhr ...?
M (überlegt): Davon weiß ich nix. Jedenfalls, der Sohn, der für Mülleimer arbeitet, der hat die Möbel und sogar die Fernseher, da waren vier Fernseher, ich hätte gut Fernseher brauchen können, aber was soll's, hab ich ja nie Zeit für Fernseher. Aber ich hätte gut brauchen können! Aber der Sohn, der für Mülleimer arbeitet, der hat alle verkauft, mitgenommen zu Mülleimer und verkauft!
HH (versteht gar nichts mehr): Er hat die Fernseher auf der Müllhalde verkauft?
M: Nix Müllhalde! Mitgenommen und verkauft!
HH: Ja! Aber ich denke, der arbeitet bei der Müllabfuhr!
M (versteht auch nichts): Neeeeein, Mülleimer! (schwenkt den kleinen Mülleimer mit den Küchenabfällen und verstreut überall Zwiebelschalen) Oh, mach ich gleich weg.
HH (gibt auf): Ich mach uns mal nen Tee, und Sie wollten irgendwann heute noch das Bad ... nein?

Mittwoch, November 19, 2008

Keane.

Total auf dem 80er-Trip oder sowas. Ganz anders als bisher. Muss man sich erst einhören.


*****Werbeunterbrechung*****


Melanie Werth macht sehr hübsche, individuelle, biologisch abbaubare und politisch korrekte Shirts für Kinder. Ist ja auch bald schon wieder dieses Weihnachten. Und ich weiß, hier treiben sich einige Papas und Mamas und Tanten und Onkel rum. Ich als Vielfachtante hab mit diesen Shirts schon so einige Erfolge auf Geburtstagen gefeiert.
("Boah da steht ja mein Name drauf!" - "Ich will auuuuuch so eiiiiiins!" Okay. Es gab auch schon Geplärr.)

Dienstag, November 18, 2008

Ein bisschen Lokalkolorit

Die Regionalkrimis von Stefan Holtkötter und Michael Kibler. Mehr hier.

PS.: Wie schön, in den Kommentaren zum Artikel zu lesen, dass der deutsche Krimi sich offenbar größerer Beliebtheit erfreut, als gedacht. Jetzt muss nur noch der Rest kapieren, dass wir nur deshalb denken, die Briten, Schweden, Amerikaner schreiben bessere, weil die ganz arg schlechten dann doch nicht eingekauft und übersetzt werden. Das ist wie mit den Filmen: Der richtige Schrott kommt erst gar nicht nach Deutschland. Und mal ehrlich, es ist nicht alles gut. Es ist eine Menge Mittelmaß dabei. Schon immer. Aber wahrscheinlich klingt's besser mit den ausländischen Namen.

John LeCarré

Ich hab gestern so einen Beitrag über ihn gesehen, weil doch sein neues Buch in Hamburg spielt. Er schreibt ja immer noch alles mit der Hand, und dann schneidet er einzelne Passagen aus und klebt sie neu auf und tackert das dann irgendwie zusammen.
Toll. Könnt ich nie.

Das Übliche.

Postbote P
HH

13 Uhr.

P (klingelt Sturm)
HH (im Schlafanzug): Tach.
P: Hab ich Sie geweckt?
HH: Sieht so aus.
P: Ach so, ich dachte immer, es ist keiner da, wenn mir keiner aufgemacht hat. Aber dann lagen Sie wahrscheinlich im Bett.
HH: So wie Sie das sagen, klingt das, als ob ich mir einen schönen gemütlichen Tag machen würde. Ich arbeite nachts.
P: Soso.
HH: Ich möchte Sie mal sehen, wenn bei Ihnen jemand morgens um, sagen wir, vier klingelt.
P: Alles klar.
HH: Hey, ich ARBEITE!
P: Vor mir müssen Sie sich nicht rechtfertigen.
HH: Ich arbeite WIRKLICH!
P: Is schon okay.
HH: Sie glauben mir nicht?!
P: Was ... "arbeiten" Sie denn, nachts?
HH: Die Anführungszeichen können Sie sich sparen.
P: Sie gehn ja wohl kaum kellnern. Oder so ÄHNLICH.
HH: Es gibt noch andere Berufe, die man nachts ausübt!
P: Nämlich?
HH (Gedankenblitz, mit Würde): Ich bin Gehirnchirurgin. Ich habe Nachtschicht.
P (beeindruckt): Ooooh! (flüstert) Ich wollte Sie wirklich nicht stören, das tut mir ja jetzt total leid ...
HH: Legen Sie die Sachen doch einfach in den Flur.
P (flüstert): Es ist nur so, woher soll ich das wissen, das steht ja da nicht drauf.
HH (reißt die Post an sich): Muss ja nicht jeder!
P: Es ist nur ... Sie bekommen immer so viele Büchersendungen.
HH (behauptet): Fachliteratur!
P (schielt auf dem Umschlag): "Die Tallinn-Verschwörung"?
HH: Sie glauben ja gar nicht, wieviele dieser Schriftsteller bei mir auf dem Tisch landen.
P: Vorher oder nachher?
HH (knallt die Tür zu)

Montag, November 17, 2008

Das ist richtig.

Jens Jessen über die Verfilmung der Buddenbrooks. Dass die Schauspieler in ihrer Physiognomie so ganz anders sind als im Buch beschrieben.
Genau deshalb sind doch die Leute IMMER enttäuscht, wenn sie in eine Romanverfilmung reingehen!

Sonntag, November 16, 2008

Kennt sonst niemand hier Ardal O'Hanlon?

Er schrieb vor Jahren auch mal einen Roman, "The Talk of the Town". Auch sonst ist er sehr lustig.

Reaktion auf eine Rezension.

Das ist das Schöne am Bloggen. Man kommuniziert viel direkter. Zoe Beck reagiert auf Henny Hiddens Kritik an ihrem Buch mit einem Einblick in ihre Buchrecherche.

Samstag, November 15, 2008

Man merkt, dass die Hamburger sehr reich sind.

Ich versuche immer, die ganzen Rezensionsexemplare einem guten Zweck zuzuführen, von dem alle was haben. In Berlin war das kein Problem. Da waren die Bibliotheken immer sehr glücklich, wenn ich mit meinen nagelneuen Krimistapeln ankam. Das ist auch gut für die Autoren, weil Leihbüchereien die Bücher alle bei der VG Wort melden usw.
Aber in Hamburg? In den Bücherhallen (so heißt das hier) haben sie die Nasen gerümpft. Ich sagte: Das sind doch super Bücher, alle neu, und total populär! Die sagten: Aber die müssen wir ja alle einsortieren, und vorher müssen wir die ins System einpflegen, und zeugs. Das ist ja Arbeit für uns! Aber na guuuut, wenn's sein MUSS ...
Aha. Man ist also nicht auf Spenden angewiesen. So wie die privaten Frauenhäuser in München keine Kleider- und Sachspenden wollten, dafür aber bares Geld.
Was mach ich jetzt? Sammeln und das nächste Mal nach Berlin mitnehmen???
Liebe Hamburger, Euch kann man gar nicht mal was Gutes tun, oder?

Bloggen.

Ich musste heute zwei Leuten direkt hintereinander erklären, was ein Blog ist, warum man ein Blog hat, was ein Blog kann, wer Blogs liest, Blogstatistiken, Blogrolls, einfach alles.
Manchmal dachte ich dann zwischendurch auch: Was MACH ich da eigentlich. Aber hey, es gibt absurdere Dinge, oder? Zum Beispiel ...
ähm ...
...
...
...
...
Trainspotting! Ich meine, das ist WIRKLICH schräg.
Oder hier sind auch ein paar Vorschläge.

Freitag, November 14, 2008

Donnerstag, November 13, 2008

Ganz schön Herbst, bei mir.


Liebe Hamburger.

Mal ehrlich. DAS GEHT BESSER. Und auch DAS lässt sich toppen. Oder?! Also ran an die Kleiderschränke, traut Euch, tut was!

Mittwoch, November 12, 2008

Aha.

Frauen sind weiterhin benachteiligt. Überall. Auch hier. Weltbevölkerungsbericht 2008.

Weihnachten (bald)

Noch sechs Wochen bis Heiligabend. 

Zwei Organisationen liegen mir besonders am Herzen. Wer vorhat zu spenden, legt hier und hier sein Geld gut an. 
Danke.
  

Heute hat Loriot Geburtstag.

Hoffen wir, dass er älter wird als Johannes Heesters.

Über Ian Rankins letzten Rebus ...

... schreibt Tobias Gohlis deutlich ausführlicher als letztens ich, und zwar hier. Er liebt ihn ja sehr, den Ian. Recht hat er.

Dienstag, November 11, 2008

Gerade im heute journal gesehen

Und für gut befunden. Stilscout in Berlin und anderswo.

Sie leugnet wenigstens nicht, Krimiautorin zu sein.

Ruth Rendell, die große alte Dame des britischen Kriminalromans. Ihr vorletzter Wexford, "Ein Ende mit Tränen", ist nun endlich übersetzt und erschienen. Mir hat er gefallen.

From Your Favourite Sky

Liebe Kriminaler in Bochum und Umgebung,

Kristo hat Prof. Dr. Thomas Feltes, Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Kriminalpolitik, Polizeiwissenschaft an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, öfter mal zu Besuch. Nach den Terminen schaut Ihr bitte hier. Alle zwei Wochen taucht er auf. Wäre ich in Bochum, ich würde.

Books From Boxes

Montag, November 10, 2008

Krimijahrbuch 2009

Ich steuere ca. 3 Beiträge bei. Zwei von Krimiautoren, die behaupten, keine Krimiautoren zu sein, und abgesehen davon wüssten sie auch gar nicht, was das sein soll, ein Krimi. Einen über einen Autor, der behauptet, gar kein Autor zu sein.
Ich werde noch verrückt.
Und dann noch das auf Watching the Detectives.

Lieber G.,

besten Dank für die Bücher. Sie sind heil und vollständig angekommen. Etwas Ärger jedoch gab es mit den Nachbarn, die das Päckchen für mich annahmen, da sie dachten, ich hätte einen Mitbewohner namens Fippy, von dem ich noch nichts erzählt hatte. Vielleicht eine Dogge, die mir bis zum Kinn reicht. Vielleicht ein geknebeltes Kind, das einsam im Keller sitzt oder so. Sollte es zu einem Polizeieinsatz zur Befreiung desselben kommen, werde ich ihnen sagen, dass sie die Rechnung an Dich schicken.
Danke auch für die Zeitungsseite, obwohl ich nicht genau weiß, wozu Du sie beigelegt hast. "Anrufen und verlieben" ist sicherlich ein interessantes Konzept, jedoch hatte ich in der nächsten Zeit nichts dergleichen vor. Also, telefonieren schon, das lässt sich nicht immer ganz vermeiden, hin und wieder ruft doch mal wer an, aber das andere nicht. Oder ging es Dir um den Immobilienmarkt? Ich weiß nicht, Karlsruhe ... Ist das so ein guter Standort für Investitionen? Wenn sich mein Depot wieder erholt hat, kann ich ja nochmal drüber nachdenken, in Karlsruher Immobilien zu investieren.
Frägt, Karlsruher Zeitung lesend:
Henrike

Das könnte auch ganz genau so mir passiert sein.

Passierte aber anobella.

Sonntag, November 09, 2008

Im Zug.

HH
Sitznachbar Sergej (S)

S: Was machen Sie so? Fir Beruf?
HH: Bücher schreiben. Und Sie?
S: Bicher? Aaaaah, als ich chabe schdudiert, chabe ich Inschenjer schdudiert, da ich chabe auch geschrieben Roman. Chat gedauert sechs Jahre. Schreiben Sie Roman?
HH: Jaja. Haben Sie den auch veröffentlicht?
S: Ooooh, nein, nein, war mehr wie Tagebuch. Chaben Sie mehr ... Fantasia oder mehr ... Intelligent?
HH: Ähm, ich hoffe doch beides ...?
S (schweigt ein paar Minuten, dann frustriert): Deutsch ist eine so schwere Schbrache, kann ich gar nicht fragen, was ich will fragen. Können Sie Russisch?
HH: Nich so wirklich, tut mir leid. Englisch könnte ich.
S: Ja, Englisch kann ich auch, und Franzesisch, und Georgisch kann ich auch, und Polnisch ...
HH: Tja ... Ähm, was machen Sie denn so?
S: Importexport.
HH (leise alarmiert): M-mit was denn?
S: Autos.
HH (Alarm wird lauter): Ge-gebrauchte oder N-neuwagen?
S: Alles was wollen meine Kunden. Ruft Kunde an und sagt: Will ich chaben Mercedes CL sechschundertfunfzich AMG in schwarz, bekommt er ihn auch.
HH (schluckt): Haaaaaachso ... Das ist ja sicher ein ... interessanter Beruf ...
S (interessiert): Was chaben Sie fir eine Auto?
HH: Ich? Keins. Gar keins. Ehrlich.

Hat jemand ...

... Magnus Mills-Bücher von mir? Ich stehe gerade vorm Regal und suche, aber mir fehlen mindestens drei (also FAST alle). Wem hab ich die denn ...?

Mittwoch, November 05, 2008

Soso ...

Neuigkeiten aus der Buchbranche gibt's aus Berlin. Und mehr noch hier.

Dienstag, November 04, 2008

Was allerdings ...

... Florian Henckel-etc. als Wahlexperte in der ARD verloren hat ...

Schottlandkrimis

Falls jemand Interesse hat, wie ich Stuart MacBride fand und was ich über Ian Rankin denke - bei Focus Online steht was drüber.

Das ist schön:

Diese Waliser. Haben wieder was zu lachen.

Schreibmusik.

Im Moment. Aber auch das. Muss ja fertig werden, das Ding.

Sonntag, November 02, 2008

Partysmalltalk

Gast A
HH

A: Und Mittelhessen ist jetzt ... wo?
HH: Mitten in Hessen. Also zwischen Frankfurt und Kassel.
A: Da ist aber nichts.
HH: Genau. Da wo nichts ist, ist Mittelhessen.
A: Aber landschaftlich ...?
HH: Doch. Recht hübsch. Lahntal. Sanft hügelig. Ein paar Schlösser und Burgen, aber die kennt keiner.
A: Und was ... macht man da so?
HH: Sehen, dass man wegkommt?
A: Das ist aber schade ... Und da bist du aufgewachsen.
HH: Man sucht es sich ja so selten aus, wo man aufwächst.
A: Und wie war das dann so?
HH: Ich erinnere mich gerne an Ausflüge in die nächstgrößere Stadt. Mit geschmierten Brötchen und Thermoskanne. Gewappnet gegen jede Form von Unbill und Leid.
A: Die war dann wohl weit weg, die nächste Stadt.
HH: Allerdings. 7 Kilometer.
A: Oh ...
HH: Ja.

Lesen Bochumer mit?

Kristo Šagor wohnt im Moment im Theater, und das noch bis Ende Februar. Besucht ihn! Egal wann. Er ist ja immer da. Hat auch ein bisschen Programm, das kann man hier nachlesen, ich muss mich auch mal denmächst auf den Weg machen und Hallo sagen.

Freitag, Oktober 31, 2008

When You Wasn't Famous

Auf das Buch freu ich mich schon:


Aber seine Buchvorstellung bei der Nominierung hier ist ganz groß:

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Und unbedingt rumzeigen muss ich ja,

dass AE riesengroß in der Zeitung war. RIESENGROSS!
*stolz


Nachschlag meint dies hier.

Da weiß ich noch nicht so richtig,

ob sie genug draufhat für mehr. Bei ihr hingegen war es von Anfang an klar, dass sie was kann, blöd nur, dass sie nicht mehr aus dem Haus geht (agoraphob?).

Das ist mal ein schöner Trailer:


Über das neue Buch von Passig und Lobo.
Und damit sind wir auch schon beim Thema: Ich verlinke Bücher übers Prokrastinieren, weil ich eben dies tue, ich prokrastiniere mich um meinen nächsten Roman rum.
Muss ich dann das Buch überhaupt noch lesen?
Oder muss ich es gerade deshalb lesen, um weiter prokrastinieren zu können?
Aber heute: Erster Akt von fünfen winkt mit dem Ende.

Ich liebe ja diese Frau:

Vielleicht kann mir das jemand von Euch beantworten:

Gibt es irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen dafür, warum man manche Sachen gleich in den Computer hackt und andere erst handschriftlich beackert? Ich habe gerade wieder so eine Phase, wo ich am Computer keinen Satz weiterkomme, dafür aber bergeweise Papier vollschmiere. (Was ein winziges Problem birgt, ich kann nämlich meine Schrift nicht lesen.)
Oder ist das Ganze doch bloß eine individuell-geschmäcklerische Gewohnheitsverhaltensauffälligkeit?
Das glaub ich nämlich nicht so recht, weil ich viele kenne, denen es ähnlich geht.
Fragender Blick in die Runde ...

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Vorhin im Rewe.

Einkaufengehen ist ja etwas, das ich a.) sehr ungern und deshalb b.) möglichst nach 20 Uhr mache. Manchmal zwingt mich dieser leere Kühlschrank dazu, auch schon mal vor 20 Uhr einkaufen zu gehen. Dann weiß ich wieder, warum ich es so ungern mache. 18 Uhr zum Beispiel ist eine ganz schlechte Zeit, zumindest für den Rewe in Blankenese: randvoll mit Pärchen und ihren Kindern. Mir ein ewiges Rätsel, warum nicht einer zu Hause bleibt und die Bälger beaufsichtigt, während der andere gemütlich den Einkaufszettel abarbeitet. Nein, sie müssen zu viert oder zu fünft gehen und brauchen dreimal so lange, weil sie ständig ihre kreischenden Kinder aus der Gefriertruhe retten oder unter den Gemüseregalen hervorzerren müssen. Oder weil sie sie suchen müssen, wenn sie bei allein Einkaufenden (mir) unbemerkt von den Erzeugern in den Wagen klettern und mitfahren. Mir macht das nichts. Bei mir sind sie ja ruhig. Kaum sind die Eltern da und beenden die Spaßfahrt im fremden Wagen, fangen sie das Plärren wieder an. Oder an der Kasse: "Papaaaaaa, ich WILL aber den Lolli jäääääääätzt!" Tränen, rot anlaufen, Papa versucht, gleichzeitig einzuräumen, zu zahlen und das Kind zu bändigen, weil Mama den Kleinsten stillt.
Egal. Was aber sehr niedlich war: Ein Elternpaar hatte Glück, sie hatten das Kind schon so weit erzogen, dass es alleine einkaufen gehen konnte. Da stand dann also der Bub, die Einkäufe brav in den Stofftaschen verpackt, und noch schnell eine Fritz Kola am Wickel. So schnell, wie er die getrunken hat, war sie garantiert nicht genehmigt. Also entweder vom Taschengeld, oder aus der Haushaltskasse geklaut, oder es war das Geld für "Und wenn noch was übrig ist, kaufst du dir was Schönes, aber keine Cola, hörst Du!" Naja, besser als Zigaretten. Aber genau so, wie er die Fritz Kola runterstürzte, wird er in ein, zwei Jahren neben den Einkaufswagen stehen und ein Bier runterstürzen. Den schuldbewussten Blick hatte er schon ganz gut drauf. Völlig versunken war er, und so richtig Spaß hat ihm die verbotene Cola (Kola!) auch nicht gemacht, in dem Tempo kann sie gar nicht schmecken.
Sowas sieht man nach 20 Uhr natürlich nicht mehr. Da hängen nur noch die zwei, drei Penner, die es dann doch in Blankenese gibt, im warmen Eingangsbereich und unterhalten sich selbstvergessen und in Bahnhofsvorplatzlautstärke über die gestiegenen Spritpreise. Meint Vodka und diese Sorte Sprit. Das ist eigentlich nur dann spannend, wenn wieder einer von ihnen anfängt, seinen unsichtbaren Freund zu sehen, und sich so lange mit ihm streitet, bis der beherzte Brotverkäufer hinter seiner Theke vorkommt und ihn rausschiebt. Samt seinem unsichtbaren Freund. Von dem ich leider noch nicht weiß, wie er heißt.

Man kann umziehen, so oft man will.

Die einzigen Dinge, die man verliert, sind wichtige Dinge. Zum Beispiel der linke von den Lieblingshandschuhen oder sowas. Man verliert garantiert nie solchen unwichtigen Mist wie hässliche Werbegeschenkskugelschreiber, die eigentlich ein bisschen peinlich sind. Zum Beispiel sehe ich gerade, dass ich einen Kugelschreiber von der Herz-Apotheke in Wetzlar habe. Der stammt noch aus der Zeit, als ich zur Schule ging. Meine Mutter hamsterte nämlich Werbegeschenke wie solche Kugelschreiber. (Heute haben sie einen Webauftritt. Damals undenkbar.)
Oder diese Sat.1-Kugelschreiber, die wie Unkraut dauernd aus allen Schubladen herauswachsen. Vier Stück, vier verschiedene Farben, unkaputtbar. Bekam ich damals, vor drei bis vier Umzügen, als meine Lenßen & Partner-Folge die 20% Marktanteil übertroffen hatte. Das also war der Dank. Vier Kugelschreiber, eine peinliche Anekdote und ein Fettfleck im Lebenslauf.
Aber sie schreiben gut. Heute noch.

:)

Dienstag, Oktober 28, 2008

Das hätte mal vor 15 Jahren so sein sollen:

Als Klassiksolist muss man ja heute total extrovertiert, durchgeknallt und unangepasst sein, verlotterte Klamotten tragen, nervös auf der Bühne rumhampeln und überhaupt eigentlich in echt ein Rockstar sein. Damals, als ich mich noch von diesem Klassikbetrieb hab zermalmen lassen, war die Maxime bei Mädchen am Klavier Faltenrock, weiße Bluse und geflochtene Zöpfe.

Anne Hertz am Donnerstag: Book Release Party

Kommt jemand mit? Eine von den Anne-Schwestern hat mich eingeladen, ich geh also ganz sicher hin. Gaaaaanz weit oben bei Amazon platziert, herzlichen Glückwunsch!
*strahlt

Ganz ehrlich:

Ich liebe solche Geschichten. Und ihre Überschriften.

Kultur im Fernsehen.

Da reißt ja zum Glück die Diskussion im Moment nicht ab.
Ich wünsche mir wie gesagt eine schöne neue Büchersendung.

Anobella mal wieder.

Sie hat natürlich die viel besseren Referrer als ich. Bei mir nur: Prokrastinieren und der deutsche Fernsehpreis. Ach, und Holzclogs sowie Stumpffetischisten.

Montag, Oktober 27, 2008

Ach so:

"Schräg gegenüber hatten sich Weizsäckers eingemietet. Wir kannten sie damals nicht. Richard war wohl um die zehn Jahre alt und darum noch nicht Bundespräsident." Loriot im Interview.

Der "Nachfolger" von Ian Rankin soll ja Stuart MacBride sein.

Das ist grober Unfug. Rankin-Leser werden ihn hassen, wenn sie ihn unter diesem Aspekt lesen. Und das wäre schade, weil MacBride auf seine Art sehr toll ist. Aber mit Rankin hat der nichts zu tun, außer dass er auch aus Schottland kommt. Das war's dann auch schon. Ausführliche Rezension gibt's nächste Woche auf Focus Online.

Sonntag, Oktober 26, 2008

Samstag, Oktober 25, 2008

Freitag, Oktober 24, 2008

Warum gibt es so wenige Frauen in der Comedy?

Weil sie 14 Jahre brauchen, um ein Bühnenkleid auszusuchen.
Heinz Strunk fand den auch nicht komisch.

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Das ging ja schnell.

Danke :) Wir können ja schon mal Vorschläge für eine Nachfolge sammeln. Also?

Ich bin schon lange dafür.

Dass das ZDF Schluss mit Elke Heidenreich macht. Dieses Gehabe auch jetzt wieder, diese gekränkte Eitelkeit, weil sie Reich-Ranicki den Preis nicht überreichen durfte (als ob er ihn dann genommen hätte! Hätte er nicht!), und überhaupt ist die Art, wie sie Bücher präsentiert, nicht mehr zeitgemäß. Dann noch dauernd zu betonen, Krimis würde sie nicht lesen - bitte, liebes ZDF, ich weiß, ich bin nur die "Kinder und Jugend"-Comedy-Tante bei Euch, vielmehr eine von unzähligen, dafür aber gut behandelten Drehbuchautorinnen, aber tut mir den einen Gefallen, sucht Euch ne Jüngere, ne Bessere, ne Schönere, holt Euch die Dorn oder sonstwen, bringt Leben in die Büchersendung und lasst die Heidenreich in Rente gehen.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Hamburg.


In guten ...



... und in schlechten Zeiten.

Fahnahft

Zahnärztin Z
HH

Z (schaut HH in den Mund): Sie kommen aus Süddeutschland, oder?
HH: Hähä ...
Z: Sieht man gleich.
HH: Hä?
Z: Sie brauchen eine Zahnschiene. Ich mach dann mal einen Abdruck (knallt HH grüne Knete in die Zähne). Durch die Nase atmen ... Mund weit auflassen ... Süddeutschland, soso.
HH (röchelt): Hääääää ...
Z: Da war ich auch mal. Lange her.
HH: Hängf...
Z: Wir hier oben hören das ja sofort, wenn jemand nicht von hier kommt.
HH: Hchz...
Z: Aus Süddeutschland ... (reißt die Knete runter)
HH: Gaaaah!
Z: Keine Angst, sind noch alle Zähne dran.
HH (reibt sich den Kiefer): Fie hamf niff fo mib bem Fübbeubfn, waf?
Z (ertappt): Merkt man das?
HH: Ganf biffn.

Iff muff fum Fahnahft.

Heute. Um 11. Prophylaxe. Trotzdem.

Dienstag, Oktober 21, 2008

Maria (Judith)

Es gibt so Magnus Mills-artige Situationen im Leben, man schlittert herein, man weiß nicht wie, und kommt nie wieder heraus. Von da an hat man nichts mehr im Griff, vielmehr entwickelt sich einfach alles. So ist das mit Maria (oder Judith). Meiner Putzfrau. Ich werde sie nicht mehr los. Ich wüsste nämlich gar nicht, wie ich es ihr sagen sollte. Der Moment ist unwiderbringlich an uns vorbeigezogen, und abgesehen davon ist sie jetzt zwei Wochen in Portugal - in spätestens drei Tagen werde ich ihr verzweifelt hinterhertelefonieren um mich zu versichern, dass sie tatsächlich wieder zurückkommt.
Vor zwei Wochen, als ich auf Rundreise cum Buchmesse ging, umarmte sie mich weinend, weil wir uns einen Monat nicht sehen würden. Das ist kein guter Zeitpunkt um zu sagen: "Prima, dann lassen Sie jetzt mal die Schlüssel hier und ich such mir entspannt wen anders, wenn ich zurück bin." Nein. Oder jetzt, ich komme zurück, eine aufgeräumte (wenn auch nicht bis in die Ecken, aber immerhin grundsätzlich mit zusammengekniffenen Augen saubere) Wohnung wartet, und vor der Tür stehen demonstrativ Hausschuhe, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie noch habe. In ihnen ein Zettel: "Blase schnell krank bei Frau!!!"
Kann man dieser Frau kündigen? Nur, weil sie stundenlang Geschichten über ihre weitverzweigte Verwandtschaft erzählt, statt zu putzen, und sich am Ende noch die Überstunden bezahlen lässt? Ich bringe es nicht fertig.
Sie hat ja noch weitere Vorteile. Zum Beispiel benutzt sie ausschließlich dieses Frosch-Öko-Zeugs. Danka in Berlin zwang mich stets, das Giftigste zu kaufen, das ihr bekannt war. Außerdem verbrauchte Danka pro Putzgang zwei Küchenrollen Papier. Maria (Judith) schwört auf den guten alten Putzlappen, der in die Wäsche kommt, bevor er anfängt zu stinken.
Ok, sie hasst putzen. Aber deshalb gleich kündigen?

Eindrücke der letzten Lesereise






Es gibt ja Leute,


die behaupten, die Metzgerei Gerth sei eine reine Erfindung von mir. Ist sie nicht. Hier ist das Beweisfoto, und davon, dass sie die beste Wurst weit und breit in Mittelhessen machen, muss sich wohl jeder selbst überzeugen.

Buchmessenreport, Teil 4

Und Lothar J. Seiwert. Plauschte nett mit unserer gemeinsamen Agentin und reichte mir gemächlich, ganz im Sinne der Bären-Strategie, die Hand.
Ebenfalls ganz im Sinne der Bären-Strategie Sascha Lobo, der auf seinem Stuhl am Rowohlt-Stand festgewachsen schien. Egal welcher Tag, egal welche Uhrzeit - da saß er und sprach und sprach. Vielleicht wechselten die Zuhörer, ich weiß es nicht. Seine Frisur wirft immer so einen großen Schatten, das man kaum etwas anderes erkennen kann. Außer David Safier, den erkannte ich ganz gut, ich rannte ihn ja auch ständig um, und im Umgeranntwerden erklärte er mir Vorder- und Hintergründiges seines zukünftigen Bestsellers "Jesus liebt mich". Darauf, mit einem - oder vielmehr einer - echten Heiland darüber zu reden, hat er schon sein ganzes Leben gewartet. Ich werde dann an anderer Stelle ausführlich über seine Bücher berichten.
Zoe Beck erwischte ich dann gar nicht mehr, obwohl ich sie zwischendurch mit Aveleen Avide herumrennen sah. Komisch.

Wie alt ist diese Frau eigentlich wirklich?

Ich finde überall Jahrgang 1971, aber, mal ehrlich ...

Buchmessenreport, Teil 3

Was die Welt noch wissen muss: Ralf Kramp und Kai Meyer haben eine gemeinsame Vergangenheit. Es verbindet sie ein Besuch im schönen Zülpich. Dort wurden beide von ein- und derselben Person im Kirmeszelt vermöbelt, jeweils grundlos und im Abstand von einigen Jahren. Wenn das mal kein Grundstein für eine ewig währende Freundschaft ist.

Und vom NDR:

Druckkostenzuschussverlag - Beitrag vom HR


und auch:

Montag, Oktober 20, 2008

ÜBRIGENS.

Weil ich das Popgedudel aus dem Kopf haben muss, UND weil ich gerade in Mittelhessen war, UND weil AE sie kürzlich erst ansprach, die BOXHAMSTERS:

Ich muss ja jetzt im Auto immer Radio hören.

Der CD-Player geht immer so knapp um Garantieende kaputt. Das letzte Mal hatte ich Glück, diesmal hab ich mich zu spät gemeldet, und ein Neuer kostet soviel wie ein Gebrauchtwagen. Also Radio. Da lernt man dann viel dazu über aktuelle Hörgewohnheiten, und ach, so fiel mir auf, dass die Ärzte doch tatsächlich ein Lied über meine Kindheit und Jugend auf dem Dorf gemacht haben. Das trifft die Sache doch sehr genau.

Sonst hat mich meistens nur irritiert, dass die Moderatoren ausgerechnet stets dann, wenn ein halbwegs erträgliches Lied kam, hinterher sagten: "Boah, und nach sonem harten Brett jetzt erstmal wieder was Leichtes", und dann spielten sie Beyoncé oder Dalton oder so Sachen, die ich nicht kennen wollte.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Das ist ganz interessant:

"Die Jungen-Katastrophe". Vielleicht doch wieder getrennte Schulen. Hier das Buch.

Buchmessenreport, Teil 2

Anne Chaplet schwebte zweimal vorüber und bekommt von anobella und mir den Preis für die schärfste Handtasche der Messe (knallrot, Lack). Norbert Horst streifte ebenfalls nur kurz an mir vorbei, so wie auch Cornelia Arnhold, die ich nur irgendwo in der Masse verschwinden und nie wieder auftauchen sah.
Dafür hing Oliver Wnuk am Stand ab, zwischendurch gab er eine Nummer mit Piraten oder sowas, da hatte ich so genau nicht aufgepasst. Bernd Stelter war nämlich gerade damit beschäftigt sich zu überlegen, wie er die Menschenmengen kanalisieren und auf sein Buch stoßen könnte. Er entschied sich nach der Piratennummer dafür, das Mikrophon an sich zu reißen und einfach allen, die gerade in der Nähe waren, zu erklären, dass er ein Buch geschrieben hatte. Der dadurch entstandene Menschenknäuel löste sich erst viele Stunden später auf und hinterließ eine Schneiße mit leergeräumten Bücherregalen. Die Bücher von Stelter standen allerdings noch, die waren ja auch auf dem Regal hinter ihm gestapelt, was den Diebstahl erschwerte.
Rebecca Gablé war allerbester Laune, sah frisch und erholt aus, und das, obwohl sie so ziemlich jede Party bis morgens um fünf mitgenommen hatte. Diese Frau hat mehr als nur ein Geheimnis. Ihr Mann, der zwar nicht Herr Gablé heißt, aber darauf reagiert, fachsimpelte ein wenig über Elizabeth George im speziellen und Literaturübersetzungen im allgemeinen, und Kerstin Gier kippte mit ihrer Polnischübersetzerin Cognac, während sie sich nicht jugendfreie Begriffe in beiden Sprachen zuwarfen.
Klaus-Rüdiger Mai stellte mich seinem Lieblingsbuchhändler vor und versuchte, mich davon zu überzeugen, dass das mit den Weltverschwörungen nicht nur Schlechtes hätte, während Ralf und Rebecca über die Jugendtauglichkeit der Sexszenen in Kai Meyers Büchern diskutierten. Kai Meyer selbst verschwand lieber zum Lesen, und Rebecca gab dann irgendwann auch lieber wieder Autogramme, für Isolde und Rosaline und Wilhelma und so.
Ich durfte ein Buch für Gitarre (er sagte, er hieße so) rausrücken. Dafür gab er mir eine CD und verschwand mit drei Schnittchentellern, die er für die Vorspeise hielt.
Claus Cornelius Fischer versuchte, anobella mit seinem Charme zu beeindrucken, bekam aber erst ein halbes Lächeln, als er anfing, ihr Bücher zu schenken.
Harte Nuss, meinte er später, als anobella weg war. Aber ich hab ihre Telefonnummer nicht rausgerückt.

Buchmessenreport, Teil 1

Bei Lübbe gab's Schnittchen und Würstchen. Außerdem Sekt, Cognac, Sushi und alles andere sowieso. Deshalb kam auch Ralf Kramp dauernd vorbei und blieb stundenlang sitzen, um sich füttern zu lassen.
Bei Ralf am Stand gab's dafür Kaffee, Kakao, Tee und Wasser. Da saß ich dann stundenlang rum, als ich das viele Essen nicht mehr sehen konnte und einfach mal eine Pause brauchte. Pause konnte man das nicht nennen, weil ununterbrochen Frauen vorbeikamen und mich (!) fragten, wie die Reihenfolge der Siggi Baumeister-Krimis sei. Ralf schüttete mir dann seinen Kakao in den Ausschnitt, als ich fragte: "Wer ist Siggi und ist der auch im Syndikat?"
Weniger lustig war es am Baumhaus-Stand. Ich suchte dort immer dann nach Klaus Baumgart, während der zur selben Zeit am Lübbe-Stand nach mir suchte. Telefonieren war zwecklos, weil wir uns gleichzeitig auf die gegenseitigen Mailboxen quatschten. Nach dreitägigem Aneinandervorbeilaufen gaben wir die Suche nacheinander auf. Dafür hat Baumhaus ziemlich viele ziemlich nette Titel, aber der Knaller ist Greggs Tagebuch.
Zwischendurch versuchte ich auch mal, den dreimal verschobenen Termin mit Sebastian Fitzek hinzubekommen, aber wir wechselten uns im "Oh nein jetzt muss ich doch noch ganz schnell wohin" ab. Als ich ihn endlich am Hemdzipfel festhalten konnte, schniefte er verzweifelt was von einer starken Grippe und schleppte sich zum Bertelsmann-Club, um da ein bisschen was vorzulesen. Ich kehrte zu meiner Cola an der Droemer-Knaur-Bar zurück, aber in die hatte bereits Elmar Lorentz hineingehustet. Nach so viel Geschniefe und Gehuste habe ich jetzt entweder ab morgen einen Bestsellervirus oder eine banale Erkältung. Ich werde berichten.
Bei den Fischers wollte ich nur kurz eine Freundin begrüßen, die nebenbei bemerkt die wohl schönste Lektorin der Welt ist und dabei auch noch unglaublich intelligent. Nach kürzester Zeit wurde ich allerdings von Roger Willemsen verscheucht, der sie in die Arme schließen und abküssen musste.
Und immer wieder anobella, die mich mit bissigen Kommentaren wie ein Pooka auf Schritt und Tritt verfolgte ...

Freitag, Oktober 17, 2008

Referrer

leseprobe thea dorn
neger gesucht für hausfrauensex
die untergänge der schiffe
fernsehpreisverleihung
heiratsmarkt irland
foto von roland kaiser mit brille
singletreff zehlendorf
kulturelle unterschiede scham
smells like teen spirit tatort nummer
tobias gohlis
thea dorn haarfarbe
rauswurf berufssoldat
mieses karma reich-ranicki
gimmler schottland
in blankenese brennt
schutzheiliger prokrastinieren
schuhe prenzlauer berg
strumpffetischismus
tagebuch ulrike meinhoff
christopher strümpf, wiesen
schrei nach stille
schilder weinglas
gestorben in lüdenscheid
mord in lüdenscheid
reproduktionsverweigerer
rewe blankenese
kinderlose

Davon am allerhäufigsten, quasi hundertfach: fernsehpreis. In allen Variationen.

"Einen Namen kenne ich sogar"

"Helge Schneider. Aber der war gar nicht da, oder?"
Reich-Ranicki, im ZDF. Gerade. Antwort Gottschalk: "Nein, das war Atze Schröder."

Montag, Oktober 13, 2008

Souveränes Auftreten, Teil 2

Dramatis Personae:

HH (liebt die "Beatsteaks")
Co-Autor F
Einer von den "Beatsteaks" (EvdB)

Kneipe in Schwabing, beim Schnitzelessen. Rammelvoll. Einer von den "Beatsteaks" und ein paar Freunde von ihm kommen zu HH und F an den Tisch.

EvdB: Is hier noch wat frei?
HH (schaut erschrocken, nuschelt): Mgrpfh ... (knallt innerlich mit dem Kopf auf den Tisch)
EvdB: Dit is ja nett, danke! Da setz ick mir mal nebn de junge Frau in Rot!
HH (stopft sich das Schnitzel rein und wird ganz rot)

Viertel Stunde später:

EvdB: Noch mit zuner Party? Ick meen, wo wir hier schon so lustich beisammensitzen?
HH (hustet): Ähm, ach nö ... (fächelt sich Luft zu)
(EvdB und seine Freunde gehen und wünschen einen schönen Abend.)
F: War das ein Freund von dir?
HH (shell shocked): Nö.
F: Ach, den kanntest du gar nicht?
HH: Doch. Also, vom Sehen. Also -
F: Aber wolltest nicht auf die Party?
HH: Doch.
F: Wie jetzt?
HH: Das war einer von den "Beatsteaks".
F: Ach, daher kenn ich den! Mensch, so ein Zufall! Sind wohl gerade auf Tour oder Durchreise oder so!
HH: Möglich.
F: Aber - Moment mal, du magst doch die Beatsteaks!
HH: Yep.
F: Und wieso sind wir dann nicht mit auf die Party?
HH (knallt mit dem Kopf auf die Tischplatte)

Tomte.


Wenn deutsche Bands jetzt schon seit Jahren beweisen konnten, dass sie sooo viel Potential haben, warum denn dann nicht auch mit den Videos? Das gilt auch für Kettcar. Oder Madsen. Oder wie sie alle heißen. Georg, ja, man will den Leuten nicht beim Singen zuschauen, und auch nicht der Band beim angeblichen Schrammeln im angeblichen Proberaum.
Hingegen das ein- oder andere Video der Beatsteaks - sehr schön. Selbst hier:

Vom Eklat zur Ruhe

Kid37 hat ja etwas ganz Wunderbares im Netz gefunden, nämlich die Fotografien von KayLynn Deveney, The Day-to-Day Life of Albert Hastings, sehr anrührend, ach und Edith und Len sind auch unfassbar.
*Taschentuch
Gefunden dank Georg.

Zum Thema Niveau:

"RTL-Chefin Anke Schäferkordt hatte bereits am Samstag zu verstehen gegeben dass sie sich nach Reich-Ranickis Verhalten zu gar nichts verpflichtet sieht. So wie übrigens auch Sat-1-Geschäftsführer Matthias Alberti nicht."
Ach, und was Frau Heidenreich dazu meint, hier.

Sonntag, Oktober 12, 2008

Dieses Jahr lohnt sich die Fernsehpreisverleihung WIRKLICH.

Reich-Ranicki lehnt den Preis vor laufender Kamera ab. Ach, ich glaube, ich mag ihn.
Zu sehen heute im ZDF ab 20:15, glaube ich. Bild verfolgte ihn natürlich noch hinter die Bühne.
Bei Stern heißt es, es sei nicht sicher, ob dieser Teil mit seiner Rede ebenfalls ausgestrahlt wird. Wäre schade und ein Armutszeugnis, täten sie es nicht.

Zur Einstimmung und Erinnerung:

Samstag, Oktober 11, 2008

Yeah Yeah Yeahs

Besuch bei Papa

Zettel am Spiegel:

"Sind in München bis Monatsende. Bitte Folgendes beachten:
- Heizung einstellen (siehe gesonderte Notiz)
- Rollläden zum Hof und zur Terrasse morgens rauf, abends runter. Rest automatisch
- Blumen im Hof gießen (siehe gesonderte Notiz)
- Blumen auf Terrasse gießen (siehe gesonderte Notiz)
- Haustür nach Verlassen des Hauses immer ZWEIMAL abschließen wg. Versicherung
- Riegel vorschieben wenn IM Haus
- Wäsche waschen: nur Waschmaschine rechts benutzen, linke defekt
- Briefkasten leeren (Post kommt ca. 13 Uhr)
- Zeitungsrohr leeren (bei Bedarf; Nachsendeauftrag für Zeitung!)
- Fernseher sind ALLE NEU (Plasma!), nicht kaputtmachen!!!
- Kühlschrank leer. Rewe hat bis 19 21 Uhr geöffnet
- Mülleimer rausstellen (siehe Müllabholplan in Speisekammer)
Vielleicht sehen wir uns noch, bevor Du wieder fährst.
MfG
Dein Vater."

Freitag, Oktober 10, 2008

Souveränes Auftreten, Teil 1

Dramatis Personae:
HH (kommt gerade vom Präsentationstraining)
Bestsellerautorin G (kommt gerade vom Fotoshooting cum Pressekonferenz)

Langer, leerer Flur. HH kommt von rechts, G von links.

G (freundlich): Frau Heiland! Guten Tag!
HH (verwirrt, erkennt G an dem riesen Poster, das von ihr im Flur hängt): Oh, Frau G!
G: Ich les ja immer Ihr Blog!
HH (Schockstarre): Was?
G: Amüsiere mich prächtig! Weiter so!
HH: Äh ...
G (schüttelt HHs Hand und geht)
HH (starrt G hinterher)
...
(starrt immer noch, dann zu sich selbst): Ja, Frau G, DANKE, Frau G, ich finde Ihre Bücher AUCH ganz toll, vielleicht SEHEN wir uns ja auf der Buchmesse und trinken mal einen TEE zusammen ... (knallt Kopf gegen die Wand)

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Dienstag, September 30, 2008

Scheißjob

Dramatis Personae:

Raumpflegerin Maria
HH

HH: Ähm, entschuldigen Sie, ich will wirklich nicht ... Nicht, dass Sie denken, ich hätte ... Also ich bin wirklich sehr zufrieden, und das geht auch gar nicht gegen Sie, aber warum nehmen Sie eigentlich nie den Müll mit runter, wenn Sie gehen?
M: Ah! Müll! So eine Scheiße, stinkt immer so, die Mülltonne! Bäh!
HH: Naja, aber der Müll ist ja in einer Tüte, und die hab ich zugeknotet, und unten die Mülltonne, also da sind auch nur zugeknotete Mülltüten ... Also ich meine, natürlich riecht das jetzt nicht so toll, aber es ist ja auch nur ein ganz kurzer Moment ... Sehen Sie, ich mach das sogar mehrmals in der Woche, wenn Sie nicht da sind, und das ist gar nicht so schlimm ...
M: Aber muss trennen und trennen und trennen!
HH: Ich hab ihn doch schon sortiert!
M: Naaa, fangen wir erst gar nicht an!
HH: Was? Dass Sie den Müll runterbringen?
M: Ja. Will ich nicht. Macht mir keinen Spaß.
HH: Es geht ja auch nicht um Spaß, aber ... Ich meine, Sie bekommen ja von mir Geld ...
M: Am Ende muss ich noch Silber putzen!
HH: Silber putzen??
M: Find ich total scheiße. Silber putzen! Letztens bei der einen Frau, da bin ich schon seit 14 Jahren, immer muss ich Silber putzen! Ich hasse Silber putzen! Will ich nicht! Muss ich aber!
HH: Gut. Sie hassen also Silber putzen. Wenn ich Ihnen jetzt verspreche, dass Sie bei mir nie Silber putzen müssen, nehmen Sie dann auch mal den Müll mit runter, und zwar wirklich auch nur dann, wenn Sie sowieso runtergehen?
M: Nein.
HH: Warum nicht?
M: Sie haben kein Silber.
HH: Ha! Ich könnte welches kaufen, und Sie müssten es dann putzen!
M (schnappt nach Luft): Kein Silber!!!
HH: Silber oder Müll!
M: Kein Silber, bitte, kein Silber!
HH: Also? Was ist jetzt mit dem Müll?
M: Aber ich hasse Müll rausbringen!
HH: Sie hassen Müll rausbringen und Sie hassen Silberputzen. Sonst noch was, das ich vielleicht schon vor drei Monaten hätte wissen müssen?
M: Putzen!
HH: Das ist Ihr Job!
M: Ja, aber ich mag es nicht!
HH: Oh. Und - was machen wir da?
M: Wissen Sie was, Kind, ich putze einfach weiter, aber kein Silber und kein Müll rausbringen, ja?
HH: Sie wissen, wie man einem ein schlechtes Gewissen macht, ja?
M: Ich bin die Jüngste von fünf Geschwistern! Das war nicht einfach, in Portugal! Und aus allen ist was geworden, mein einer Bruder zum Beispiel, der hat ein Haus in Frankreich und eins in Portugal, und seine Frau ist halb so alt wie er, er hat sogar studiert, und der andere Bruder ... [zählt ihre Verwandtschaft auf] ... Na und nur ich bin hier in Deutschland, seit 38 Jahren, und ich muss putzen!
HH: Ähm, ja. Gut. Ich glaube, ich hab Sie verstanden. Machen Sie einfach weiter.
M: Ach, noch eine Frage hab ich: Was machen Sie eigentlich mit Ihren alten Klamotten, wenn Sie sie nicht mehr tragen? Ich bekomme ja von allen Leuten, wo ich putze, die alten Sachen.
HH: Ich hab mich tatsächlich schon gefragt, wo Sie Ihre Gucci-Handtasche herhaben.
M: Schön, nicht?

Fashion in trendigen Grautönen.

Über die Wortwahl muss man nicht reden, das ist halt Werbersprache. Aber Grautöne als trendig ... meint: etwas, das jetzt jeder hat und haben muss ... Was passiert dann mit Ausdrücken wie "graue Maus"? Verlieren die jetzt ihre Bedeutung? Und muss man in der Literatur Sätze wie: "Es war ein grauer, regnerischer Morgen" als etwas total Trendiges begreifen? Wird das graue Bochum nun zur europäischen Trendmetropole?

Montag, September 29, 2008

Das Weinglas

Dramatis Personae:

Raumpflegerin Maria
HH

M (schreit aus der Küche): Was IST das?
HH: Äh, das ist ein Rotweinglas ...?
M: Schrecklich!
HH: Wieso?
M: Es ist zu groß!
HH: Nein, nein, es muss ja so groß sein. Es ist für ...
M: Rotwein, ja, das weiß ich selbst! Aber das muss doch nicht so groß sein! Das ist scheiße!
HH (schüchtern): Naja, es gibt Leute, die meinen, dass bestimmte Rotweine BESSER schmecken, wenn sie in diesen großen Gläsern ...
M: Ach so?
HH (kleinlaut): Ähm, schon, ja ...
M: Nicht der Rotwein, den ICH trinke! Für den braucht man solche Gläser nicht!
HH: Oh, ja, gut, dann wär das ja ...
M: Die sind VIEL zu groß, wie soll man die denn spülen!
HH: Ach das kann ich nachher ja dann auch selbst machen, wenn Sie weg sind ...
M: ICH spüle die nicht! Die sind scheiße!
HH: Verstehe. Ja. Lassen Sie's einfach stehen, und ich kümmer mich dann nachher ...
M: ICH brauche NIE so große Rotweingläser!
HH: Jaha!
M: Das ist doch scheiße, von wegen der Wein schmeckt besser. Das ist doch nur, damit mehr Wein ins Glas passt und man mehr Wein trinkt, und dann gibt man mehr Geld aus für Wein, damit die Gläser immer voll sind, und dann wird der Wein immer teurer, und die Gläser gehen immer schneller kaputt ... [erklärt 30 Minuten lang am Beispiel von großen Weingläsern den Untergang der EU und die Vorzüge Portugals] ... und deshalb sind die Gläser scheiße!
HH (verwirrt): Ah, so, ja, das ist ... Also ich spül das am besten dann selbst, und den Müll müssen Sie auch nicht runterbringen.
M: Müll! Trennung! So eine Scheiße!
HH: Genau. Genau. Mülltrennung ist scheiße. Aber darüber reden wir nächste Woche, ich muss nämlich ... äh ... zum ... Wertstoffhof, und zwar jetzt sofort, weil, sonst macht der zu ... Schüss!!! (rennt raus)