Sonntag, Juli 12, 2009

Hosenkaufen

Verkäuferin V
HH

HH: ... neinnein, die ist am Oberschenkel zu weit, das seh ich schon, die muss ich nicht anprobieren.
V (wühlt sich durch die Jeans): Also diese hier ist die Einzige, die wir haben, die noch schmaler geschnitten ist. Die ist aber NICHT billig.
HH (schnappt sie sich und rennt in die Umkleide)
V: Und?
HH (schlappt aus der Umkleide): Also obenrum ...
V: Per-fekt! Sie SIND aber auch dünn.
HH: Aber die Länge ...
V: Ja, das ist natürlich eine 36er Länge.
HH: Also ich kenn das ja, dass ich kürzen muss ...
V: Bei Ihrer Größe ... Denk ich mir.
HH: ... aber dass ich gleich einen halben Meter kürzen muss ...
V: Nun, Sie sind halt nicht so besonders groß.
HH: Die Hose ist besonders lang!
V: MIR passt sie wie angegossen.
HH: Wie groß sind SIE?
V: Einsdreiundachtzig. Und SIE?
HH (nuschelt): Kleiner.
V: Sie haben ja auch nicht gerade die längsten Beine.
HH: Achwas. Das hängt WOHL mit meiner Gesamtgröße zusammen.
V: Tragen Sie doch mal öfter hohe Schuhe.
HH: MACH ICH SCHON!
V: Naja. Also wollen Sie die Jeans nun haben?
HH: Sie passt ja WENIGSTENS obenrum.
V: Wir haben da einen Schneider an der Hand ...
HH: Ich AUCH. (dampft in die Umkleide)
V: Der kennt Sie sicher schon SEHR gut, was?
HH (reißt den Vorhang zu)

Samstag, Juli 11, 2009

Okaaay ...

Solltet Ihr in den nächsten Tagen so gar nichts von mir hören - ich versuche, mein T-Home Entertain einzurichten. Wer weiß, was da noch so alles passiert.

Freitag, Juli 10, 2009

Gestern bei den "Vorlesern".

Heute kommen sie im ZDF um 22:30. Isa schreibt hier was.
Ihr schaut Euch das schon an, ja?
Isa und ich waren nämlich Schwenkfutter. Klatschvieh. Dings. BESTIMMT sind wir mal im Bild. Irgendwo vor, hinter oder bei Walter Sittler. Der saß auf unserer Seite.

Donnerstag, Juli 09, 2009

Nightmare come true

Arzthelferin A
HH

Am Telefon.

A: Frau Heiland, wir haben jetzt die Ergebnisse von dem Antikörpertest!
HH (vorsichtig): Ahaaa?
A: Das sieht EIGENTLICH ganz gut aus. Bis auf eine Kleinigkeit.
HH (Nervenzusammenbruch): Sooo?
A: Ja, ähm, Sie scheinen überhaupt gar kein einziges bisschen Obst zu vertragen.
HH (entspannt sich): Ach so, ja. Das weiß ich schon. Das hab ich seit zwanzig Jahren. War's das?
A: Puh, da bin ich ja beruhigt, wenn Sie das so aufnehmen. Sonst ist eigentlich nichts wirklich Aufregendes, bis auf Milch und Ei, da gab es noch Antikörper, wenn Sie das einfach mal weglassen würden.
HH (hyperventiliert): Milch und Ei???
A: Ja. Aber das haben ja viele. Das geht ja gut, mit dem Weglassen.
HH (den Tränen nahe): Milch UND Ei???
A: Ach, das geht ganz leicht.
HH (weint): Milch und Ei!!!
A: Ähm, nun, also ... Ist das denn so schlimm für Sie?
HH: Katastrophe!
A: Ähm, okaaay ... Wissen Sie was, ich mach Ihnen da gleich mal einen Termin beim Herrn Doktor. Der erklärt Ihnen dann alles.
HH: Milch und Eiiiiiiiiii!!!
A: Ja. Gut. Freitag?
HH (schluchzt): Das überleb ich nicht!
A: Prima. Dann sehen wir uns am Freitag!

Ich will auch so eine Biographie:

"Stuart MacBride lives in the North East of Scotland, where he writes gruesome crime novels and grows gruesome potatoes."

Dienstag, Juli 07, 2009

Umgang mit wichtigen Leuten, Teil 482: Literaturkritiker

Ein Literaturkritiker steht an der Bar im Literaturhaus und versucht, sich ein Weißbier zu bestellen. Es dauert ein bisschen, bis die Dame hinter der Bar raus hat, dass er lieber kein alkoholfreies hätte. Er sagt, um die Dame hinter der Bar gnädig zu stimmen, sehr liebevoll: "Ohne Alkohol! Das wär ja ein Unglück!"
Ich stehe neben ihm und sage zu I: "Das sollten wir bloggen."
Der Literaturkritiker schaut ein bisschen irritiert, weil wir wieherend vor Lachen von den Barhockern kippen.
I erklärt es ihm: "Wir überlegen, ob wir Sie bloggen sollen."
Was auch nicht hilft, weil wir noch mehr lachen müssen.
"Oder twittern", pruste ich, und wir wälzen uns schon auf dem Boden.
Der Literaturkritiker bleibt ernst. "Ach, dieses Gezwitscher", vernichtet er unsere digitale Drogenabhängigkeit und geht.
"Das war ein guter erster Eindruck", sage ich, als wir uns an unseren Barhockern hochziehen.
"Er hält uns jetzt für digitale Schnepfen", sagt I und klopft sich den Rock sauber.
"Kann nur noch besser werden", finde ich. "Wir sagen ihm einfach nie, was ich mache, falls er je fragen sollte. Dann ist alles gut."
"Wir sind aber auch manchmal albern", sagt I.
"Hab ich was verpasst?", fragt S, als sie reingerannt kommt. "Was war denn so witzig?"
Wir wissen es auch nicht mehr so genau.
"War das nicht eben der Dings?", fragt S und zeigt in die Richtung, in der der Literaturkritiker verschwunden ist.
"Er mag uns nicht", fasse ich zusammen und bestelle uns was Neues zu trinken.

Samstag, Juli 04, 2009

Jetzt hab ich endlich mal einen von den Suhrkamp-Krimis gelesen.

Und zwar einen von denen, die nicht ganz so ein grausiges Cover haben. Maurizio de Giovanni. Nachzulesen hier.

Donnerstag, Juli 02, 2009

Biomania

Auf dem Land im Supermarkt.

HH
Regaleeinräumende Verkäuferin V

HH: Wo Sie da gerade so einräumen ... Sie kennen sich doch hier bestimmt aus.
V: Hmpf.
HH: Haben Sie denn gar keine Biosachen?
V: Was wollen Sie denn?
HH: Milch.
V: Steht doch da.
HH: Aber Biomilch.
V: Nehmen Sie die, die ist viel billiger.
HH: Aber da steht nicht Bio drauf.
V: Das ist doch sowieso egal.
HH (denkt an die Milchbauern, verwift das Argument aber gleich wieder): Mir ist das nicht so ganz egal, ich trinke am liebsten nur dann Antibiotika, wenn es gar nicht mehr anders geht. Und heute fühl ich mich eigentlich ganz gut.
V (starrt HH an): Anitbiotika haben wir nicht. Aber die Milch da, die können Sie nehmen.
HH: Ich WILL sie aber nicht.
V: Dann lassen Sie's.
HH: Gibt's hier irgendwo einen anderen Laden, der Biozeugs hat?!
V (mustert HH von oben bis unten): Sie sehen gar nicht wie so eine Ökotussi aus.
HH (will V erwürgen, beherrscht sich): Ich möchte NUR einen Liter Milch, auf dem Bio steht.
V: Soll ich's Ihnen draufschreiben?
HH: Okay. Sagen Sie mir, wo das nächste Reformhaus ist.
V (nennt eine Stadt 25 km entfernt)
HH (geht): Prima. Danke. Dann fahr ich da jetzt hin.
V (ruft hinterher): Da kaufen aber nur so Ökotussen ein! Ich würd da ja nix kaufen!

Samstag, Juni 27, 2009

Stuart MacBride

Da muss ich es nicht schon wieder sagen, jedenfalls nicht in Länge, sondern nur kurz: Lest Stuart MacBride.
Thomas Wörtche nimmt ihn sich hier nämlich in lang vor.

Freitag, Juni 26, 2009

Zugereist

An der Fleischtheke.

Fleischfachverkäuferin F
HH

HH: ... und dann noch da von den Wienern zwei Stück.
F: Sagen Sie, was ich Sie schon immer mal fragen wollte ...
HH (misstrauisch): Ja?
F: Ich kenn Sie ja nun so ein bisschen vom Sehen, Sie kaufen ja hier öfter mal ...
HH (misstrauisch): Ja?
F: Sie sind doch aus Süddeutschland, oder?
HH: Ähm ...
F: Sind Sie zu Besuch hier?
HH (baff): Warten Sie mal ... Lassen Sie mich kurz nachdenken ... Ich kaufe bei Ihnen seit über einem Jahr meine Lammrücken und Filetsteaks und Putenwiener. Und Sie denken, ich bin seit über einem Jahr hier zu Besuch?
F: Na ja soll's ja alles geben, was man so hört ...
HH: Ich wohne hier.
F: Aber nicht schon immer!
HH: Seit etwas über einem Jahr. Seit ich bei Ihnen meine Dings kaufe.
F: Sie reden nun mal so.
HH: Ja! Und?
F: Das fällt auf!
HH: Und?
F: Da weiß man gleich, dass Sie nicht von hier sind.
HH: Viele Leute sind nicht von hier und sind trotzdem glücklich!? Oder worüber reden wir gerade?
F: Ich mein ja nur. Ich hab nicht so viele Leute von außerhalb.
HH: Ich w o h n e jetzt hier!
F: Aber Sie s i n d nicht von hier!
HH (sprachlos)
F: Das h ö r t man!
HH: Geben Sie mir meinen verdammten Lammrücken!