Freitag, März 13, 2009

So, Ihr Lieben.

Die Koffer sind gepackt, der Käfer vorgeheizt, ich mach mich jetzt auf den Weg nach München, schließ mich ein und tu was für mein Geld. Wie anobella in Glücksburg werde ich kein Internet in der Wohnung haben. Passt gut auf mein Blog auf und macht keinen Unsinn!
Bis demnächst!

Mittwoch, März 11, 2009

Berichterstattung

Bis zum frühen Nachmittag hatten sie beim Spiegel noch Fotos, auf denen die Schüler klar zu erkennen waren. Da die Kids wohl zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig wussten, was los war, grinsten und winkten sie in die Kamera.
Jetzt haben sie die Gesichter unkenntlich gemacht. Und das unkenntlich gemachte Grinsebild bei RTL hergenommen mit dem Off-Text: "Die Schüler sind bestürzt und haben Angst."

Wie muss ich mir das vorstellen?

"Adelheid B., sie sieht aus wie die feine Dame aus dem Hamburger Westen: dezenter Teint, edles Sakko, den grauen Wollpulli elegant um den Hals geworfen."
Wie wirft man sich denn den Wollpulli um den Hals? Dazu noch überm Sakko?
Oder das hier:
"Gefasst erzählt die Mutter eines erwachsenen Sohnes, verheiratet mit einem Diplom-Ingenieur, wie sie Verena J. zum ersten Mal traf."
Ihr Sohn ist also mit einem Diplom-Ingenieur verheiratet. Aber ist das wichtig?
Liebes Hamburger Abendblatt, das geht besser. Das alles.

Die schaffen das nicht mit der Post, die Hamburger.

Seit Tagen bekomme ich nichts mehr, was absolut nicht sein kann. Spätestens am Montag hätte der Spiegel dasein müssen. Bei meinem Glück hab ich einen von diesen Briefträgern, die ihre Säcke in die Elbe werfen, weil sie keine Lust haben, das viele Papier herumzukarren.

Dienstag, März 10, 2009

Krimijahrbuch 2009

Jetzt ist es erschienen. Mehr zum Inhalt zum Beispiel hier.

Die Glauser-Nominierungen stehen seit Montag fest:

Hier kann man sie nachlesen.

Montag, März 09, 2009

Duschvorhang

Drei-Sterne-Hotel in Baden-Baden.

Dramatis Personae:
HH
Rezeptionistin R
Putzfrau P
Empfangschef E

HH (kommt mit Koffer zurück an die Rezeption): Das geht gar nicht!
R (gelantweilt): Haben Sie das Zimmer nicht gefunden?
HH: Oh! Und wie! Aber das nehm ich nicht.
R (gähnt): Wir haben aber nur noch Raucherzimmer, hab ich Ihnen doch eben schon gesagt.
HH: Der Rauch ist das kleinste Problem. Aber der Duschvorhang!
R (tippt im Computer herum): Was ist mit dem?
HH: Der lebt. Ich weiß nicht, ob Sie da gerade irgendwelche biologischen Versuchsreihen laufen haben, aber ich würde dann doch lieber ein Zimmer nehmen, indem ich keine Angst haben muss, dass sich der Duschvorhang als nächstes mit mir unterhält.
R (zu P): Haben wir noch Zimmer ohne verschimmelte Duschvorhänge?
HH: Sie wissen davon?!
P: Der Hausmeister kommt erst am Montag und bringt neue mit!
R (zu HH): Tja.
HH (poltert samt Koffer aus dem Hotel)

(fünf Minuten später im Fünf-Sterne-Hotel)

HH (erzählt): ... und der Duschvorhang, den hätten Sie sehen sollen! Sie haben doch bestimmt saubere Duschvorhänge?
E (interessiert): Selbstverständlich ... Und in welchem Hotel war das nochmal?
HH (sagt es ihm)
E (strahlt): Ach das ist ja i n t e r e s s a n t! Sie haben nicht z u f ä l l i g Fotos vom dem Duschvorhang gemacht? Die würde ich ja zu gerne mal sehen!
HH: Fotos? Wann denn? Glauben Sie, ich bin länger als eine halbe Minute in dem Zimmer geblieben?
E (freudig erregt): Und wie sah der Fußboden aus?
HH: Widerlich.
E (begeistert): Sie bekommen bei uns natürlich ein Upgrade! Meine Kollegin macht das gleich. Ich muss mal eben weg ... Welche Zimmernummer hatten Sie bei denen, sagten Sie? (schnappt sich den Mantel)
HH: Dreizehn. Sie wollen sich das ansehen?
E (verzückt): Ich werde Fotos machen! Ich hab sowas noch nie gesehen! (rennt raus)
HH (perplex): Ähm ...

Freitag, März 06, 2009

Donnerstag, März 05, 2009

Der kleine Nick wird 50!

Großartig. Da müssen auch alle Neffen und Nichten von mir durch.

Mittwoch, März 04, 2009

Das ist jetzt ein bisschen schwierig.

Nach zwanzig Jahren öffentlich zuzugeben, dass man etwas letztlich dann doch gar nicht so schlecht findet. Depeche Mode habe ich ja aus Prinzip immer abgelehnt. Vor allem, weil alle die Band so toll fanden. Der große Bruder einer Freundin zum Beispiel hatte sich sein Zimmer mit Depeche Mode-Postern zugepflastert und sich auch so gestylt, und weil er das große Vorbild für so einige in meinem Jahrgang war, tat man es ihm nach. Schnell bildete sich (neben einer erschreckend riesigen U2-Fraktion) eine Depeche Mode-Gemeinde. Naja, und was dann eben noch so nachkam: Depeche Mode-Schriftzüge auf dem ersten Auto, Depeche Mode-Nächte in den Clubs, das MUSS man einfach ablehnen.
Wobei der Grundstein für meine Depeche Mode-Ablehnung vor zwanzig Jahren in der Frankfurter Festhalle gelegt wurde. Meine Freundin wollte unbedingt hin. Eigentlich war es sogar so, dass sie ganz sicher sterben würde, wenn sie nicht hingehen konnte. Nun war das ein winziges Problem mit dem Alter, aber sie hatte schon einen bereitwilligen Vater gefunden, der sie und einige andere hinfahren und als Aufsichtsperson fungieren würde. Eine Karte war übrig, ich gerade anwesend, und schon saß ich mit im Wagen von Kaiserslautern nach Frankfurt. Wie es so kam, verloren wir uns noch vor Konzertbeginn, und durch einen blöden Zufall landete ich in der ersten Reihe. Um mich herum lauter junge Damen (etwas älter als ich), ausgestattet mit Wurfgeschossen wie Teddybären, Blumen und Unterwäsche. Sie sagten Dinge wie: "Beim letzten Gig in Mannheim hat er mich angesehen, da stand ich auch in der ersten Reihe", oder: "Den Song XY hat er in Stuttgart nur für mich gesungen", und auch: "Ich hab mir ein Autogramm auf den Bauch geben lassen, er MUSS mich einfach wiedererkennen!"
Will man mit vierzehn als überzeugte Anhängerin von allem, was sich Independent nannte, so eine Band gut finden? Eben. Aber es kam noch schlimmer. Die Herrschaften betraten die Bühne, die Damen fingen an zu kreischen - und dann wurde es sehr lufitg um mich herum. Sie waren allesamt in Ohnmacht gefallen. Sanitäter stürmten herein, trugen sie nach draußen, ich folgte interessiert, traf einen von Depeche Mode ebenso wenig angetanen Zwangbesucher, und wir vertrieben uns die Zeit bei einer Cola, bis das Theater endlich vorbei war.
Ach ja, was ich eigentlich sagen wollte: "Wrong" ist sicher nicht das beste von Depeche Mode, aber ich finde, jetzt, so nach zwanzig Jahren, kann ich ruhig mal sagen, dass ich das gar nicht so schlecht finde.

Dienstag, März 03, 2009

Eben gerade.

Die älteren Herrschaften sind in Blankenese deutlich exzentrischer als der Nachwuchs. Sie haben lila Haare oder sind schräg geschminkt oder kleiden sich auffällig. Der Nachwuchs trägt und spricht Uniform. Aber vielleicht lernen sie's ja noch. Bestimmt.

Stimmung, gerade:

Montag, März 02, 2009

Victoria hat unseren Schottlandausflug bebildert.

Hier geht's los, und dann weiterklicken.

Berlin

... ist jetzt komplett auf Google Earth zu sehen. Ich such mal meine alte Wohnung.

Was bloß:

Ich schreibe: "Du siehst so ungefickt aus wie eh und je."
Lektorin schlägt vor: "Du hattest aber sicherlich schon lange keinen Sex mehr."

PS: Hier, das ist schön.

Sagte ich es schon:

Twitter, jetzt auch ich. Wer kommt mit?

Mal ehrlich.

Davon träumen wir nicht nur, davon haben wir schon einiges getan.

Sonntag, März 01, 2009

Fame

Im Café.

HH
bislang unbekannte und nicht identifizierbare Frau F

F (stürmt energisch auf HH zu): Sie!
HH: Äh ...
F: Haben das doch geschrieben, na, irgendwas mit Dämmerung!
HH: Ah?
F: Hab ich gelesen. Hat mir gefallen. Dachte, ich sag's mal. Erfährt man ja sonst nie, so als Autor.
HH: Oh ...
F: Dann hat mir meine Freundin noch was gegeben. Irgendwas mit Blut. Aber da heißen Sie anders. Das sind Sie doch?
HH: Mh?
F: Heimann, Heilmann ...
HH: Heiland?
F: Genau. Ist ja was ganz anderes. Hat mir trotzdem gefallen. Dachte, ich sag's mal.
HH: Ja, also, danke ...
F: Ganz was anderes. Trotzdem. Kann man gut lesen.
HH: So?
F: Prima. Und wie heißen Sie jetzt in echt?
HH: Heiland ...
F: Ist ja auch egal. Kann ich mir eh nicht merken. Aber Gesichter, die merk ich mir. (schwirrt ab)
HH (verwirrt, hebt die Teetasse): Prost!