Burgsolms. Blick auf Oberndorf (Stadtteil von Solms). Man muss das mal vergrößern, also draufklicken, um die ganz Wirkung, ähm.
Mittwoch, März 26, 2008
Solms.
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Henrike
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6:04 PM
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Montag, März 24, 2008
Einkaufen in Blankenese
Das hier ist ein ganz normaler Blankeneser Supermarkt neben einer ganz normalen Blankeneser Privatklinik. Zusammenhänge sind frei erfunden und rein spekulativ.
Und das hier sind ganz normale Blankeneser Geschäfte, ein bisschen englisch im Stil und in den Preisen, aber das hat ja was, ähm.
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Henrike
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3:08 PM
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Das Treppenviertel muss man sich ungefähr so vorstellen:
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Henrike
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2:55 PM
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Das ist der Unterschied:
Zwischen einem erfolgreichen Osterfeuer...
...und einem weniger erfolgreichen Osterfeuer. Also wer noch Weihnachtsbäume braucht, unten am Elbstrand liegen sie.
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Henrike
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2:52 PM
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Visiting Brad
C. geht ja nie spazieren. Sie ist berühmt dafür, dass sie Strecken, die weiter als zehn Meter sind, mit dem Auto zurücklegt. Wir sind noch in Dahlem und packen für den Umzug, als ich sage: "Oh Mann, C., das Wetter ist so super, lass uns doch mal..."
"Nein", schreit sie, "niemals!"
Wir packen schweigend weiter, und mir fällt was ein: "Sag mal, willst Du eigentlich wissen, wo der Brad Pitt wohnt?"
"Wie", fragt sie, "wo der Brad Pitt wohnt?"
"Na, der baut doch grad hier am Wannsee, weißte, Schwanenwerder."
"Echt", schreit sie, "und Du weißt wo?"
"Na klar."
"Fahren wir da hin???"
"Na klar", sage ich, "da gibt es nur ein winziges Problem..."
"Welches? Welches?" Sie schüttelt mich.
"Wir müssten da schon ein paar Meter laufen..."
Das ist ihr egal. Sie läuft sogar zweimal die Inselstraße lang und zerrt mich dann auch noch am Wannsee entlang, weil sie sich wieder abregen muss vor lauter Aufregung.
Dafür, dass ich das hier schreibe, wird sie mich umbringen. Aber hier ist der Beweis:
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Henrike
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12:25 PM
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Sonntag, März 23, 2008
Blankenese brennt, oder so
Den ganzen Abend wundere ich mich schon über den Geruch: irgendwie rauchig. Aber gut, wer weiß, was in so einer Hafenstadt alles abgefackelt wird, vielleicht brennt aber auch in Schleswig-Holstein eine Fabrik, wer kann das schon sagen. Jedenfalls, ich komme aus Ikea raus (ausnahmsweise fast leer) und es riecht nach Lagerfeuer. In Osdorf beim Rewe riecht es immer noch nach Lagerfeuer, und sie haben, wen wundert’s, keine Eier mehr, auch keine Milch und kein Brot. Also halte ich in Blankenese an der Tankstelle und bin die einzige, die abends um zehn Eier, Milch und Brot kauft. Der Rest sind geschätzte fünfzig Jugendliche, die Bier, Schnaps und Tabak kaufen. Irgendwie komme ich mir komisch vor, abgesehen davon, dass ganz offensichtlich an den Wochenenden in Blankenese was los ist, von dem ich naturgemäß noch nichts weiß.
Ein paar Stunden später, so gegen halb zwei, finde ich, es ist Zeit für einen Spaziergang, man muss sich ja auch mal bewegen, und die paar Treppen runter zur Elbe sind schon ok. Auf der Blankeneser Hauptstraße, die in Wirklichkeit eine winzige, enge Einbahnstraße ist, überfahren mich zeitversetzt gleich drei Einsatzwagen der Polizei. Ich freue mich schon, wie gut die Gegend bewacht ist, als mir verdächtig viele Menschen entgegen kommen. Auf allen Treppen wanken vermummte Gestalten herum, und ich bekomme das Gefühl, dass irgendetwas los ist, von dem ich naturgemäß noch nichts weiß. Soweit war ich schon an der Tankstelle. Aber nun sind es andere Leute.
Unten an der Elbe klärt sich dann alles auf: Hier sind die ganzen Polizisten, hier sind die Kids von der Tanke, und hier kommt der Lagerfeuergeruch her (wie er bis zu Ikea kommen konnte, ist allerdings noch ein Rätsel, aber vielleicht haben die da auch Osterfeuer). Osterfeuer also. Die Kids sind sturzbesoffen, pinkeln – Männlein wie Weiblein – in die Elbe, halten sich gegenseitig die Köpfe beim Kotzen und plaudern mit den Dealern, die sich gar nicht unauffällig um die einzelnen Feuer gesellt haben. Krankenwagen stehen auch schon überall herum und warten, genau wie die Polizisten, am Strandweg, was so alles passiert.
Ich versuche, unauffällig durch die Menge zu huschen, ein bisschen Strand will ich noch mitnehmen in dieser Nacht, aber die Deppen hinter mir haben sich in den Kopf gesetzt, mit Feuerwerksraketen nach mir zu werfen. Mit gezündeten. Ich verstehe, was Hakenschlagen bedeutet und wie sinnvoll es sein kann. Endlich wieder sicher auf einer der Treppen angekommen, renne ich in Richtung neue Heimat. Jetzt ist es viel leerer als noch vorhin. Bis auf einen schnieken jungen Menschen, der mit deutlicher Schlagseite aus dem Hause seiner deutlich wohlhabenden Eltern kommt. Deutlich lallend wünscht er mir frohe Ostern, und ich finde es bemerkenswert, wie tief gute Erziehung sitzen kann.
Von meinem Schlafzimmerfenster aus zähle ich dann noch ungefähr fünf Blaulichteinsätze, die alle in Richtung Hafen unterwegs sind. Für die Krankenwagen mache ich eine Strichliste, schlafe aber darüber ein.
Das ist es, dieses Blankenese, an Ostern. Doch ganz amüsant. In Dahlem hatten wir sowas nicht.
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Henrike
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12:16 PM
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Samstag, März 22, 2008
Wunderwerk Neue Medien
Am Computer.
Freundin S
HH
S: Oh Mann ich brauche drin-gend die Adresse von dem X, ich muss ihm endlich diese Einladung schicken!
HH: An die Arbeitsadresse?
S: Neeeee, privat, das macht einen besseren Eindruck. So Leute sind doch immer wahn-sinnig auf Etikette bedacht. Zur Arbeit nur, wenn’s gar nicht anders geht.
HH: Und Du kennst niemanden, der die Adresse…
S: Nee…
HH (tippt auf dem Computer rum): Sekunde…
S: Es ist un-mög-lich, an den ranzukommen. Ich hab schon das ganze Internet leergesucht, aber nirgendwo auch nur der kleinste Hinweis, wo er wohnen könnte! Wahrscheinlich hat der Angst vor Stalkern oder Anschlägen oder…
HH: …oder vor Einladungen…
S: Was weiß ich. Jedenfalls, niemand weiß, wo der wohnt! Der ist bestimmt abgeschirmt von nem Sicherheitsdienst, 24 Stunden Bewachung, Wärmebildkameras, scharfe Wachhunde auf dem Grundstück…
HH: Hier. Ich hab sie.
S: Wie, Du hast sie???
HH: Na hier. Blablastraße in Dingshausen.
S: Woher…?
HH: telefonbuch.de
S: Nee!
HH: Schau selbst!
S (späht über die Schulter): Das is ja…!
HH: Tja.
S: Dass es sowas noch gibt…
HH: Unheimlich, was?
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Henrike
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12:59 PM
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Mittwoch, März 19, 2008
Focus Kriminacht

...beim Münchner Krimifestival. Das Video zur Lesung ist leider verschollen, aber von den gut gelaunten Darstellern (Harry Luck - Moderator, ich - auch irgendwie anwesend, Daniel Scholten - präsentierter Autor) gibt es hier ein Beweisfoto.
Und ja, ich bin so klein. Ich bin in Wirklichkeit noch viel kleiner. Die beiden mussten mich hochheben, damit ich aufs Bild passe.
Foto: (c) Sabine Thomas, Münchner Krimifestival.
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Henrike
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4:54 PM
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