Wenn man auf dem Oberland ist und übers Unterland rüber zur Düne schaut, sieht das ungefähr ganz genau so aus.
Blick aus dem Hotelfenster: Hummerbuden cum Wetterstation.
Auch Blick aus dem Hotelfenster.
Seehunddings.
26 Grad im Schatten UND Wind.
Mittwoch, Juni 10, 2009
Und jetzt das Gegenprogramm zur aktuellen Wetterlage.
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Henrike
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3:06 PM
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Montag, Juni 08, 2009
Ach, Helgoland.
Immer, wenn man sagt, man fährt da mal nach Helgoland, seufzen alle: Ach, Helgoland. Da würd ich auch gern mal hin. Helgoland soll ja so toll sein. Und dann gibt es da welche, die sagen: Ach, Helgoland. Hässliche Insel, muss man nicht hin. Spätestens jetzt wird es interessant. Zwischen toll und hässlich liegt mehr, als Helgoland Fläche hat.
Das wirklich Interessante ist, dass alle recht haben. Helgoland ist hässlich. Das liegt einmal an den Läden. Es gibt eigentlich nur Läden für Whisky, Zigaretten und Parfüm, und die sind einfach nicht hübsch. Und es liegt an der Bebauung, die ist nämlich irgendwie Fünfziger, und zwar so gut wie ausnahmslos.
Kurz vor Kriegsende warf die britische Luftwaffe entspannte siebentausend Bomben auf das Inselchen, und zwei Jahre später versuchten sie dann, die ganze Insel zu sprengen. Das klappte nicht ganz. Helgoland blieb recht wacker, aber immerhin gingen die Bunkeranlagen von Adolfs Projekt Hummerschere dabei kaputt, was ja auch schon mal was war. Anschließend wurde Helgoland Bombenabwurfplatz für die Briten. Da kann man sich schon denken, dass da nichts mehr übrig war, in den Fünfzigern, als die Helgoländer wieder zurück auf ihre plattgemachte Insel durften.
Damals, erzählt Herr Rickmers, dessen Familie schon seit Generationen auf Helgoland lebt, ach was, eigentlich gäbe es Helgoland gar nicht ohne die Rickmers, oder so ähnlich, jedenfalls: Damals, da hatte so ein Erwachsener im Bundesdurchschnitt etwa 15 qm Wohnfläche und war zufrieden, das ist ja heute ganz anders. Wenn man sich die Häuschen so anschaut, muss vor fünfzig Jahren der durchschnittliche Bundesbürger auch noch irgendwie kleiner gewesen sein und weniger Licht gebraucht haben als zum Beispiel heute. Aber was soll man sagen, die Leute müssen irgendwie draufpassen auf die Insel, und was will man schon erwarten, wenn der Helgoländer Baumarkt in eine Hummerbude passt und bei jedem Neubau erstmal tagelang Bodenproben genommen werden müssen, um zu sehen, ob nicht doch noch irgendwo ein Blindgänger liegt.
Überhaupt, Blindgänger. Sie sammeln die Zünder von den Blindgängern, die Helgoländer, und dann geben sie bei ihren Nachbarn damit an, wer die meisten Blindgänger so auf seinem Grund hatte.
Wobei die Rickmers ja noch viel mehr Grund haben müssten. Also wenn man das jetzt mal ganz genau nimmt, aber wer tut das schon. Opa Rickmers, weiß Herr Rickmers, hat eigentlich mal einen Topf mit Gold vergraben, und zwar da oben. Also nicht unten, wo die Hummerbuden stehen und die Hotels sind und die Schiffe anlegen. Unten ist eh so eine Sache, weil, ohne Adolf gäbe es viel weniger unten als es jetzt gibt. Aber oben, wo die Leute in echt wohnen und auch schon immer wohnten, wo die Schule steht und wo man bis zu den roten Steilklippen und der Langen Anna gehen kann, da oben hat der Opa das Gold vergraben. Konnte ja nicht wissen, dass erst alles zerbombt wird, dann neu bebaut, und dass ausgerechnet da, wo er das Gold eingebuddelt hat, später die Leute ihre Schrebergärten hinmachen. Sie haben nämlich auch Schrebergärten, die Helgoländer, allesamt auf Gold gegärtnert und auf Grund, der ja eigentlich den Rickmers gehört, aber wie gesagt, wer nimmt das schon so genau, wo käme man da hin auf Helgoland.
Ja, und das Schöne? Das ist einfach. Es hat dort Wind, endlose Horizonte, Sandstrände und einen Haufen Möwen, die gerne dekorativ herumfliegen. Auf der Nachbarinsel, der Düne, liegen zu fotographischen Zwecken auch Seehunde (oder Dings, wie heißen die, egal) rum. Na ja und dann der Hafen. Häfen können so hässlich sein, wie sie wollen, sie sehen immer entzückend aus, und dabei geben sie sich nicht mal besonders viel Mühe. Ach und diese roten Felsen. Kennt man ja. Da kann man oben langlaufen und ein bisschen runterschauen, wenn der Wind nicht gerade so stark ist, dass man sich ständig gegen ihn stemmen muss. Irgendwann, wenn man um eine Biegung geht, ist er nämlich weg, der Wind, und man stemmt sich immer noch, und schon stolpert man, das muss ja auch nicht sein.
Entschleunigen, sagt Herr Rickmers immer wieder und macht ein wichtiges Gesicht, damit wir Großstädter auch verstehen, warum es so wichtig ist, nach Helgoland zu kommen. Entschleunigen mit Konzept. Das Konzept hat er in sein Hotel reingebastelt und zum Programm gemacht, was teils entzückend, teils rührend ist, manchmal aber auch sehr spannend, denn er liebt nicht nur, Geschichten zu erzählen, sondern auch Geschichte. Aus der der Rickmers hat er einen Film geschnitten, für den er nicht nur Bildmaterial bis hin zu Adolfs Besuch auf Helgoland zusammengesucht hat, sondern auch seine Mama in einen alten Tunnel gesetzt und interviewt hat. Seine Mama spricht Hochdeutsch, aber nur für die Kamera. Wenn die beiden sich unterhalten, sprechen sie Helgoländisch, und das versteht man nicht, da kann man sich anstrengen, wie man will. Man müsste vorher Vokabeln lernen. Zur Toilette sagen sie zum Beispiel skin.
In demselben Tunnel sitzt man, wenn man sich den Film anschaut. Und der ist definitiv besser als die Urlaubsvideos von Onkel Horst, muss man auch mal so sagen. Obwohl Onkel Horst immer auf Teneriffa war, das soll ja viel schöner sein als Helgoland. Aber ich weiß nicht. Es ist doch schön, dieses Helgoland. Das weiß Herr Rickmers, und er wartet einfach in Ruhe ab, bis wir alle verstanden haben, was die Insel am allerschönsten macht. Das ist etwas, über das man nicht schreiben mag, weil es so banal klänge. Es passiert nämlich einfach, und dann ist es ganz selbstverständlich. Dann stören die hässlichen Häuschen und die grellen Hummerbuden und die Parfümläden auch nicht mehr, dann ist es egal, ob die meisten, die hier herumschlurfen, Rentner oder Schulklassen oder Tagesausflügler oder Journalisten sind. Dann ist man vermutlich angekommen und will nicht mehr weg.
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Henrike
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10:26 PM
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Samstag, Juni 06, 2009
Wer noch keine 35 ist
und noch eine Kurzgeschichte in der Schublade hat, kann's ja hier mal damit versuchen.
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Henrike
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11:47 AM
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Freitag, Juni 05, 2009
Dinge, die bei Autoren nicht so richtig gut ankommen:
"Ich hab Ihr Buch allen meinen Freunden ausgeliehen. Es macht schon seit bestimmt einem halben Jahr die Runde in meinem Bekanntenkreis!"
"Wie viel haben Sie eigentlich für Ihre Bücher bezahlt?"
"Und wo veröffentlichen Sie? Books on Demand?"
"Ach, Sie schreiben sicher Groschenromane."
"Ehrlich gesagt würde ich normalerweise niemals Krimis lesen, aber mein Mann hat mich überredet, weil die eine Figur genauso heißt wie ich."
"Und wovon leben Sie eigentlich?" / "Und was machen Sie so beruflich?"
"Ist das alles autobiographisch?"
to be continued
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Henrike
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10:03 PM
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Mittwoch, Juni 03, 2009
Lieber Fischer-Verlag,
wie bitteschön soll ich ernsthaft ein Buch besprechen, in dem steht:
/"Denke daran, Grund in L.A. zu kaufen", verriet sie mir. "Lotta Koreans zieht dorthin."/
Hat sich keiner jemals gefragt, wer Lotta Koreans ist?
Und warum eine Menge Koreaner in der Gegend wohnen?
UAwg.
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Henrike
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11:23 PM
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Dienstag, Juni 02, 2009
Nochmal von wegen Essen.
Meine Freundin meinte, ich müsste einfach nur in die Restaurants in den Kaiserbädern gehen. Es kann aber doch nicht angehen, dass die es in den normalpreisigen Läden nicht hinbekommen. Werde ich mich jetzt jedes Mal beim Auswärtsessen finanziell ruinieren müssen? Scheint so. Nämlich, auf dem Rückweg in Rostock war ich vorsichtshalberin der Weinwirtschaft. Da bekam ich alles, wie ich's haben wollte, und ganz selbstverständlich reichte man mir glutenfreies Brot. Hervorragend. Sehr gutes Essen. Und sehr teuer.
Das kann echt nicht angehen, oder?
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Henrike
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1:21 AM
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Montag, Juni 01, 2009
Wie findet Ihr eigentlich Kenneth Branagh als Wallander?
Ich mag ihn ja. So als Schauspieler. Und dass er schlecht wäre, kann man nun auch nicht behaupten. Die Notwendigkeit neuer Wallander-Verfilmungen könnte man diskutieren, die schwedischen Filme waren eigentlich ziemlich gut. Aber wenn sie schon mal laufen ...
Jedenfalls: "Die falsche Fährte" hab ich verpasst. "Mittsommermord" schau ich jetzt gleich. "Die Brandmauer" hab ich gestern gesehen. Branagh war für mich soweit okay. Auch Schnitt und Kamera, doch, sehr schön, guter Stil, prima Sache.
Nicht so gefallen hat mir die Besetzung einiger Nebenfiguren. Die Mutter des Mädchens. Oder Anne-Brit. Oder Linda. Das war's irgendwie nicht.
Aber komplett daneben war das Buch. Gut, so viele Seiten auf 90 Minuten ist schwer, da muss einiges rausgenommen werden. Aber dann sollte wenigstens das, was dringeblieben ist, auch vollständig und zu Ende erzählt werden. Das kann doch niemand verstanden haben, der den Roman nicht kennt. Und überhaupt, völlig am Buch und dessen Intention vorbei. Das mit Afrika kam ja wohl gar nicht raus. (Oder ich bin zwischendrin eingeschlafen, ohne es zu merken, und habe was verpasst.)
Jetzt also "Mittsommermord". Nun denn.
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Henrike
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9:39 PM
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Die Mauer steht nicht mehr.
Im Norddeutschen Hof, Stadt Usedom.
Dramatis Personae:
Achtköpfige Reisegruppe aus Niedersachsen, Altersdurchschnitt ca. 80, darunter:
- der Älteste Ä
- der Besserwisser B
- der Nörgler N
- der Organisator O
- die Schlichtende S
Usedomer U, 57 nach eigenen Angaben
N: Hier gibt’s ja so gar nichts zum Unternehmen. Stellt euch mal vor, wir wären mit dem Zug, wie wär das denn!
B: Da hätten wir dreimal umsteigen müssen, und dann bekommt man keinen Mietwagen.
O: Doch, gegangen wär das schon. Das hättet ihr mir aber auch mal sagen können, das mit dem Mietwagen!
N: Jetzt ist auch wieder zu spät. Hier im Osten …
B: Ist doch gut, dass wir mit dem Bus.
N: In Rostock hätten wir auch noch mal halten können.
B: Da waren wir schon mal.
N: Eben. In Rostock kann man wenigstens was machen. Aber was macht man denn hier?
S: Ist doch schön hier. Und das Meer.
N: In Rostock ist auch Meer. Da hätten wir nicht bis hierher gemusst.
O: Dann machen wir das nächste Mal Rostock?
B: Toskana, und danach Pfalz, so war das geplant.
O: Aber wenn er doch Rostock …
S: Wir können ja abstimmen, wenn wir wieder …
N: Ist ja nichts los hier im Osten. Jetzt sitzen wir einfach im Osten fest. Was sollen wir denn hier machen, zwei Wochen lang?
U (deutlich angetrunken, löst sich von der Theke): Jetzt muss ich aber mal was sagen, ja? Wir sind auch nur Menschen, wir hier im Osten!
(Reisegruppe verstummt verwirrt)
U: Das war alles anders, als es noch die Mauer gab.
B: Ja, aber die Mauer steht schon lang nicht mehr.
U: Aber Sie, Sie kommen einfach hierher und sagen, die im Osten sind so schlecht, aber Sie kommen her und essen für Westgeld unser billiges Ostessen! Ich bin ein echter Usedomer, wussten Sie das?
Ä: Und wir sind Niedersachsen! Wussten Sie das? Niedersachsen, keine Sachsen! Ich kann Ihnen auch mal das Lied der Niedersachsen vorsingen, kennen Sie das?
S: Jetzt lass mal, schon deine Stimme!
Ä: Das Lied der Niedersachsen! Das kann ich singen!
S: Ach, vielleicht wann anders. Und jetzt sei still.
U: Und Sie kommen hier einfach so, mit dem Kohl, da macht der die Mauer weg und lässt Sie alle hier rein! Wir sind aber auch nur Menschen!
B: Der Kohl ist schon lange weg. Und die Mauer auch.
U: Mit dem Scheißgeld aus dem Westen, da hätten sie ruhig mal die Mauer stehengelassen.
Ä: Im Krieg haben wir immer so ein Lied gesungen, das ging so. (will anstimmen)
S: Pscht, nicht jetzt.
Ä: Hab ich dir das schon mal vorgesungen?
B: Wir finden es doch sehr schön hier. Und wir bezahlen auch für das Essen. So ist das ja nicht.
N: Ich hab doch gesagt, lasst uns nach Rostock fahren.
B: Das ist auch im Osten. Außerdem steht die Mauer nicht mehr.
U: Und ihr aus dem Westen fahrt einfach in den Osten!
S: Schauen Sie mal, Ihr Bier steht ja noch am Tresen, das wird doch warm.
U: Das hab ich bezahlt wie jeder andere auch hier! Und ich bin nicht aus dem Westen! Seit siebenundfünfzig Jahren wohn ich im Osten, und dann kommt einfach dieser Kohl und sagt, die Mauer ist weg, und jetzt sind die ganzen Leute aus dem Westen hier und bilden sich was ein!
N: Das wäre uns in Rostock nicht passiert. Das nächste Mal fahren wir nach Rostock.
O: Also doch nicht Toskana? Ich muss das nur wissen, wenn ich mit dem Reisebüro telefoniere.
Ä: Wir haben früher immer viel mehr gesungen. Heute singt ja keiner mehr.
U: Wenn mich einer gefragt hätte, ich hätte gesagt, lasst die Mauer stehen und hängt den Kohl tot über die Mauer!
B: Die Mauer steht aber nicht mehr!
S: Sollen wir Ihnen noch ein Bier ausgeben? Vielleicht beruhigt Sie das ein bisschen?
U: Ich trinke mein Bier wie alle anderen hier! Und ich bezahle es mit meinem Geld und nicht mit Westgeld! (spuckt auf den Boden)
B: Es gibt kein Westgeld! Es gibt nur noch den Euro!
Ä: Dann sing ich mal das Lied von den Niedersachsen. Wir sind ja nicht aus Sachsen, sondern aus Niedersachsen. Kennen Sie die Niedersachsen?
U: Im Leben war ich noch nicht im Westen!
B (mit der Geduld am Ende): Das hätten Sie mal machen sollen. Wir haben gute Bananen.
S: Das hättest du jetzt aber so auch nicht sagen müssen.
B (genervt): Gute Bananen! Ist doch wahr!
N: Man kann hier nichts machen auf Usedom. Dabei soll das doch so für Rentner sein.
O: Ich notier mir das mal alles. Das nächste Mal also Mietwagen?
U: Ich will keine Bananen, ich will noch ein Bier!
S: Wenn Sie wieder einfach an die Theke gehen und uns in Ruhe lassen, dann zahlen wir Ihnen Ihr Bier, einverstanden?
U: Ich nehme kein Westgeld!
Ä: Na gut, ich könnte das Lied singen, das wir in der Hitlerjugend …
Reisegruppe (Chor): Nicht jetzt!
U: Ich will wieder die Mauer! (zur Theke) Gebt mir die Mauer zurück! Ich will kein Bier mehr, ich will die Mauer zurückhaben!
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Henrike
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7:06 PM
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Liebe Restaurantbetreiber.
Ich verlange doch gar nicht viel. Eigentlich nur weniger. Wenn ich sage: Nur ein Steak mit nur Pommes, sonst nichts, keine Zwiebeln, keine Kräuterbutter, keine blöden Pommesgewürze – was ist denn daran so schwer? Muss ich jetzt echt jedes Mal mit meinem Allergiepass in die Küche marschieren und dem offensichtlich ungelernten Koch einen Crashkurs in Lebensmittelkunde geben? Ich könnte ja verstehen, wenn ich Extrawünsche hätte wie „Bitte ausschließlich französische Trüffel“ oder „Das Olivenöl muss aus toskanischen Ökoolivenhainen kommen“. Aber ich will einfach nur weniger, nicht mehr. Was bekomme ich? Ein Steak mit Pommes, beides unter einem Berg Zwiebeln begraben, darüber ein halbes Kilo Kräuterbutter, die Pommes rot von der Fertiggewürzmischung und dazu noch getränkt in heller Rahmsoße für Schweinebraten.
Warum?
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Henrike
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