Donnerstag, März 25, 2010

Kachelmann (Maria)

Putzhilfe Maria M
HH

M: Haben Sie gehört von Mann aus Fernsehen?
HH (versetzt sich in die Maria-Welt): Äh, der mit dem Wetter?
M: Schlimm!
HH: Ja!
M: Aber hat der nicht gemacht.
HH: Na hoffentlich.
M: Muss sich mal vorstellen, Mann kann doch haben ganz viele Frauen! Ist in Fernsehen!
HH: Tja.
M: Muss der doch nicht mit Exfrau!
HH: Naja, eine Vergewaltigung hat ja in erster Linie mit Macht zu tun und nicht ...
M: Aaach. Mann in Fernsehen hat genug Macht. Muss nicht Macht machen mit Exfrau. Hat der so viele Frauen. Sag ich Ihnen was. Exfrau ist neidisch, weil er so viele andere Frauen haben kann. Deshalb sagt sie sowas zu Polizei, und Mann sitzt in Gefängnis. Unschuldig!
HH: Na, hoffen wir's für ihn.
M: Sag ich Ihnen: unschuldig! Aber Karriere kaputt. Für immer.
HH: Das könnte sein.
M: Weiß ich genau, sowas. Muss ich mir nur Leute ansehen, und weiß ich: Ist schuldig oder unschuldig.
HH: Das wäre doch mal eine gute Verteidigung.
M: Ja! Könnte ich bei Polizei sitzen und sagen: Der war's, der nicht. Aber was mach ich? Putzen.
HH: Das ist nicht das Schlechteste.
M: Na. Putz ich mal weiter. Hab ich vergessen Fenster in Giebelzimmer. (zischt ab)

Mittwoch, März 24, 2010

Liebe Versicherung.

Ich kann Ihnen leider KEINE Schilderung des Schadenablaufs geben, da ich keine Ahnung habe, wie der Schaden zustande kam. VERMUTLICH hat sich jemand auf meinen Käfer gesetzt und ihn dabei übel eingebeult, das jedenfalls vermutet die Werkstatt. Wenn ich WÜSSTE, wie es geschehen ist und vor allem wer daran beteiligt war - ich hätte denjenigen an den Haaren zur nächsten Polizeistation geschleift. Das können Sie mir glauben.
MfG
HH

Maria

Putzhilfe Maria M
HH

M (Kopf im Kühlschrank): Aaah, Sie haben Blumenkohl vergessen!
HH: Unmöglich. Ich esse keinen Blumenkohl.
M: Da! (zeigt ein Schüsselchen mit nicht mehr ganz taufrischem Broccoli)
HH: Ja. Das ist Broccoli.
M: Sie vergessen immer Broccoli!
HH (zerknirscht): Ja, ich mag ihn nicht so dolle.
M: Noch weniger wie Blumenkohl?
HH: Nein, andersrum. Blumenkohl mag ich noch weniger.
M: Warum essen Sie dann?
HH: Weil's gesund ist?
M: Nee.
HH: Nein? Gemüse? Grün? Gesund?
M: Nee. Was nicht schmeckt ist nicht gesund.
HH: Aha.
M: Körper weiß was er braucht. Was nicht schmeckt, muss man nicht essen.
HH: Prima. Das sag ich gleich meiner Ernährungsberaterin.
M (winkt ab): Alle keine Ahnung. Sagen Sie von mir: Hat keine Ahnung!
HH: Mach ich.
M: Und was ist jetzt mit Broccoli?
HH (überlegt): Ich könnte ihn in Sojasoße ertränken und mit viel Reis runterbekommen.
M: Dann machen Sie!
HH (vergnügt): Okay.

Samstag, März 20, 2010

Sushimeilen

In der Schlange vor der Sushitheke.

Frau F (sehr nervös, weil sie schon sehr lange wartet)
Verkäuferin V (sehr nervös, weil sie so viele Kunden hatte)
HH (hat einfach Hunger)

F: Ich will die Small Box. Und hier sind 100 Sushimeilen, mit denen kann ich bezahlen.
V: Nein, das geht nicht. Nicht bei den Boxen. Sie müssen sich selbst was zusammenstellen.
F: Ich will mir nichts zusammenstellen. Ich will die Box.
V: Aber dann können Sie nicht mit den Sushimeilen bezahlen, weil die Box schon reduziert ist.
F: Dann nehm ich das, was in der Box ist, alles einzeln, und bezahle es mit den Sushimeilen.
V: Okay, das geht. Aber das ist teurer als die Box, das sag ich Ihnen gleich.
F: Wie, das ist teurer als die Box?
V: Weil doch die Box reduziert ist.
F: Aber ich hab doch die Sushimeilen.
V: Ja, die gehn aber bei der Box nicht, deshalb müssen Sie ja einzeln.
F: Ja, also, dann machen Sie mir das mal einzeln.
V: Nur zahlen Sie dann mehr, nur damit Sie das auch wissen.
F: Wie, dann zahl ich mehr?
V: Weil doch die Box reduziert ist.
F: Aber was ist mit meinen Meilen?
V: Die gehn nicht bei der Box.
F (zerreißt die Meilen und schmeißt sie als Konfetti in die Luft): Sie impertinente Kuh! Sie können mich mal! Mir einfach sowas an den Kopf zu werfen! Schieben Sie sich Ihre Scheißmeilen sonstwohin, ich war hier zum letzten Mal! So lass ich nicht mit mir reden, nur damit Sie's wissen, Sie sind doch zum Kotzen! (rauscht ab)
V (weint): Aber ich hab doch nur ...
HH: Lachsbox, bitte.
V: Ich hab doch gar nichts ...
HH: Ich hab das Geld schon abgezählt.
V: Hat sie mich eine Kuh genannt?
HH: Aaach. Die wird wieder. Sehen Sie, jetzt steht sie bei Burger King an.
V (brüllt in Richtung Burger King): Verrecken Sie doch an den gesättigten Fettsäuren, Sie Schlampe!
HH: Äh ja. Und Sie denken jetzt an meine Lachsbox?

Samstag, März 13, 2010

Montag, März 08, 2010

Sushi

Anobella A
HH
Sushichef S

A: Mann, jetzt haben die mir wieder keinen Zucker zum Tee.
HH (schockiert): Da gehört auch keiner rein! Das ist grüner Tee!
A: Ich weiß. Ist mir aber egal. Ich kann nur mit Zucker. Hallo? Tschuldigung?
HH (raunt): Neiiiin, der ist bestimmt total beleidigt!
A: Hallo! Kann ich mal Zucker?
S (total beleidigt): Nein!
A: Doch!
S: Nein!
A: Doch!
S: Nein!
HH (flüstert): Du kannst ihn doch einmal ohne trinken.
A: Nein!
S: Sehe Sie, nein!
A: Doch!
S: Nein!
A: Dochdochdochdochdoch!
S (flucht und holt Süßstoff)
A: Geht doch.
S: Dürfe Sie keine Mensch sage.
HH: Bleibt unser Geheimnis.
S: Mach ich sons nie!
HH: Es wird keiner merken.
S: Is schlech für Tee!
A: Ich brauch meinen Zucker.
HH: Das ist Süßstoff.
A: Hauptsache süß.
HH: Trink doch lieber meine Cola.
A: Bäh.
S: Mach Tee kaputt!
A (haut Süßstoff in den Tee): Ich trink den NUR so. Fertig.
S (nervliches Wrack)
A: Ach, und kann ich vielleicht noch ne Gabel?
S: Für Sushi???
HH (raunt): Nimm die Finger! Nimm die Finger!
A (knurrt)
HH (zu S): Alles okay! Alles okay! Uns geht's gut! Prima Sushi, echt!
S (geht weinend hinter die Theke)

Gelungene Anmachsprüche

Party. Es gibt sehr viel Alkohol.

21:05: Heeey, wir kennen uns doch! Woher kennen wir uns?
21:52: Ich weiß zwar nicht, wer Sie sind, aber auf Sie habe ich den ganzen Abend gewartet!
22:38: (Blick aufs Namensschildchen) Ich bin ja ein großer Fan von Ihnen, Henriette.
23:47: Huch, da wollte wohl das Schicksal, dass wir aufeinanderstoßen!
00:29: Ich plane einen Film, und dafür brauche ich noch eine rothaarige Krankenschwester.
01:51: Wollen Sie sich nicht ein Taxi mit mir teilen? Wir haben doch sicher denselben Weg.
02:37: Ich stell mich einfach mal neben dich, ja?
03:14: Wer bistn du? Weil, mich kennst du bestimmt. Ich bin berühmt.
04:02: Kommsenochmitwohinwastrinkn?

Mittwoch, März 03, 2010

Heute im Radio

Die Männer sind alle Verbrecher, sang die Knef. Pah! Die Frauen auch! Zumindest, wenn es nach unserem diesmonatigen Gast geht. Als Henrike Heiland schreibt sie lustige Böse-Mädchen-Bücher, aber als Zoe Beck zieht sie alle Psycho-Crime-Register und mordet und marodiert nur so durch die arglosen Buchseiten. Wir schmeißen uns in unsere Bond-Girl-Bikinis und halten unsere Wasser-Pump-Guns im Anschlag, um da zumindest stylemäßig mithalten zu können. Damit sich heute das Verbrechen auszahlt und alle einschalten und zuhören, haben wir bei einem Raubzug durch die musikalische Welt reiche Beute gemacht, die wir dann on air verdealen. Aber PSSST, damit uns niemand auf die Schliche kommt!

WORTPONG VERBRECHEN
HEUTE
FSK (93,0 MHz/ 101,4 im Kabel)
livestream: fsk-hh.org
www.wortpong.de

Dienstag, März 02, 2010

Shopping

HH (hält ein Teil in der Hand und wartet darauf, endlich an der Kasse dranzukommen)
Verkäuferin V (ignoriert HH)
Kundin K (probiert den gesamten Laden an)

K: Ach das probier ich auch noch mal an. Obwohl mir die Farbe ja gar nicht steht. Aber ich kauf ja immer nur bei Ihnen. (geht in die Umkleide) Ich habe ja zum Beispiel nur Gürtel von Ihnen. Ich kauf ja nie woanders als bei Ihnen. (kommt mit dem Teil raus und schaut HH fragend an) Steht mir nicht, oder? Na gut, ich zieh's wieder aus. Aber das hier nehm ich noch mit und probier es an. Obwohl ich jetzt schon weiß, dass mir der Ausschnitt nicht gefällt. (geht in die Kabine mit dem neuen Teil) Wissen Sie, ich kauf wirklich nie woanders als bei Ihnen. Ich komme ja extra zu Ihnen nach Blankenese, ich müsste ja eigentlich nicht nach Blankenese, ich wohne ja in Othmarschen, da muss man nicht nach Blankenese, aber wegen Ihnen komm ich nach Blankenese. (kommt aus der Kabine) Wie ist das? Der Ausschnitt gefällt mir nicht. Ich probier jetzt mal diesen Rock an. (verschwindet mit dem Rock in der Kabine)
V (räumt die Sachen weg): Also ich fand das jetzt aber gar nicht so schlecht ...
HH: Könnt ich zwischendurch mal eben zahlen?
K (aus der Kabine): Wissen Sie, das einzige, was ich in Blankenese muss, ist mein Urologe. Ich könnte auch in Othmarschen, da ist einer in der Waitzstraße. Aber ich bleibe bei meinem Urologen, weil ich dann immer bei Ihnen einkaufen gehen kann. Nicht, dass ich oft zum Urologen müsste, nur ab und zu mal. Wegen der Blase, zum Beispiel. Die verkühl ich mir ja ab und zu mal.
HH (raunt): Ich würde jetzt wirklich gerne bezahlen.
K (kommt aus der Kabine, dreht sich vorm Spiegel): Oder wegen der Nieren. Man muss ja auch mal nach den Nieren schauen lassen. Wissen Sie, ich bin da nicht oft. Einmal im Monat oder so, das ist ja nicht oft. Kennen Sie den Urologen hier?
V: Ähm, ich weiß nicht, aber ...
K: Dieser Rock ist nichts. Hab ich den da schon anprobiert? Also meine Blase, das ist wirklich so eine Sache. Gerade bei dem Wetter, da habe ich doch öfter mal ...
HH: Herrje, ich will das nicht hören!
K (starrt HH an): Haben Sie ein Problem mit Ihrer Blase?
HH: Nein. Aber ich will eigentlich von Ihrem nichts wissen.
K (zu V): Ihre Kollegin ist aber sehr unhöflich.
HH: Ich KAUFE hier! Ich VERKAUFE nicht! Also ich HOFFE, dass ich das Teil hier jetzt endlich mal kaufen kann.
V (schraubt sich zur Kasse): Ach Sie wollen das wirklich kaufen?
HH: Jaaa?
V: Ich hab Sie hier ja noch nie gesehen.
HH: Darf man hier erst kaufen, wenn man Ihnen die Geschichten vom Gyn erzählt oder was?
K: Urologe! Mein Frauenarzt ist eine Frau!
V: Ich geb Ihnen die Jacke für 100 Euro, weil Sie warten mussten.
HH: Ich werde glaube ich keine Stammkundin.
K: Wollen Sie die Adresse von meinem Urologen? Der ist gut! (verschwindet in der Kabine)
HH: Ist das hier immer so?
V: Was denn?
HH: Schon gut.
K (aus der Kabine): Die Frau musste bestimmt nur mal aufs Klo!