Sonntag, November 29, 2009

Adventsgespräche

HH
HHs Papa

P: Heiland?
HH: Hallo!
P: Und? Wie?
HH: Jo. Und selbst?
P: Jo. Wetter?
HH: Schlecht. Bei euch?
P: Auch.
HH: Und sonst?
P: Jo. Bei dir?
HH: K. war zu Besuch!
P: Heilands K.?
HH: Ja.
P: Nee!
HH: Doch!
P: Echt?
HH: Ja.
P: Wo?
HH: Hier!
P: Wann?
HH: Gestern!
P: Echt?
HH: Ja.
P: Was sachtse?
HH: Geht gut.
P: Find ich gut.
HH: Ja.
P: Wir essen jetzt.
HH: Aha?
P: Rinderbraten. Und du?
HH: Thunfisch.
P: Soll man doch nicht.
HH: Politisch korrekter Thunfisch.
P: Züchtung.
HH: Aber Bio.
P: Na dann ...
HH: Jo ...
P: Bis dann!
HH: Tschüß!

Donnerstag, November 26, 2009

Müll

Raumpflegerin M
HH

M (hat schon den Mantel an und will gehen)
HH (kommt gerade vom Einkaufen und legt neue Rolle Mülltüten in eine Schublade)
M: Stop!
HH: Äh, was denn?
M: Was war das?
HH: Mülltüten?
M: In das Schublade?
HH: Ja?
M: Schon immer?
HH: Die lagen noch nie woanders.
M (stemmt die Hände in die Hüften): Hab ich zwei Jahre überall gesucht. Hab ich gesucht da in Dings, und dann da, und da auch, hab ich nie geschaut in das Schublade! Ist nicht so, dass ich in alles Schublade schau. Geht mich nix an, Schublade. Nur wenn ich muss wissen was in Schublade. Aber nix überall rumschnüffeln.
HH: Sagen Sie mir gerade, dass Sie nie den Müll runtergetragen haben, weil Sie nicht wussten, wo neue Mülltüten sind?
M: Ja! Was soll ich machen?
HH: Aber dann hätten Sie ihn einfach runtergetragen, und ich hätte eine neue Mülltüte reingemacht.
M: Dachte ich wird nochmal genommen.
HH: Sie dachten, ich habe nur eine einzige Mülltüte? Zwei Jahre lang?
M: Manche Leut machen so. Immer Müll da rein, dann gehen runter, werfen in Tonne. Gehn wieder hoch, Mülltüte noch drin, neue Müll rein.
HH: Nein!
M: Doch! Hab ich gesehen mit diese Augen!
HH: Aha.
M: Ja!
HH: Aber ich habe Mülltüten. Hier. (zieht die Schublade auf und wieder zu)
M: Merk ich mir. Für nächste Mal. Wiedersehn!
HH: Ähm, könnten Sie vielleicht den Müll HEUTE mit runternehmen?
M: Nein! Wusst ich nix von Mülltüte! Nächste Mal weiß ich! (geht die Treppe runter)

Mittwoch, November 25, 2009

Meinungsverschiedenheiten

Raumpflegerin M
HH

HH: Wo, ähm, ist denn mein Wohltemperiertes Klavier?
M: Klavier steht hier!
HH: Nein, das ist so eine Schallplatte ... eigentlich mehrere Schallplatten ... So eine braune Schallplattenbox mit goldener Schrift und einem Bild drauf ... Die stand doch immer hier?
M: Aaah. Is weg.
HH: Was?
M: Na, weggeräumt. Stand nur in Weg.
HH: Und wo ist sie jetzt?
M: Aaach, hab ich gelegt zu andere Sache. Da.
HH: Sie haben sie HINTER die anderen Schallplatten gestellt?
M: Davor, dahinter, is doch egal.
HH: Nein, ich wollte die eigentlich ... also die stand ja da, weil ich das so ganz schön fand, wenn die da vorne, wo man sie sehen kann ...
M: Naaa.
HH: Sie stellen doch sonst immer alles wieder dahin, wo's war?
M: Aber doch nix von so hässliche Mann.
HH: Welcher ... Glenn Gould???
M: Weiß ich nich. Hässliche Mann. Mit Buckel. An Klavier. Schlimm.
HH: Ja, das ist Glenn Gould!
M: Warum stellen so hässliche Mann, dass alle sehen?
HH: Weil ... naja, weil es Glenn Gould ist.
M: Hässliche Mann.
HH: Er spielt gut Klavier.
M: Pah. Viel zu hässlich. Und alt!
HH: So alt ist er auf dem Bild gar nicht, da war er vielleicht ... Mitteende dreißig?
M: Sieht alt aus. Isser schon tot?
HH: Ja.
M: Besser so. Keine hässliche Bilder mehr von ihn.

Samstag, November 21, 2009

Nochmal zum Nachschauen:

Aus dem Buch hab ich gelesen:

... und da ist nur die eine Geschichte von mir drin. Dafür noch ganz viele andere tolle Geschichten. Bekommen tut man es hier, zum Beispiel.

Donnerstag, November 19, 2009

Stimmt's?

Ihr denkt jetzt, wir lesen morgen nur total tristes Zeug. Ha!

Mittwoch, November 18, 2009

Donnerstag, November 12, 2009

Mittwoch, November 04, 2009

Unerwartungen

HH (ruft den Menschen an, der ihr die Duschkabine einbauen soll)
Duschkabineneinbauer D (erwartet dringenden Anruf von seiner Freundin)

HH (wählt)
D: Hallo mein Engel!
HH (zögert)
D: Engel? Hörst mich?
HH: Ähm ja. Nur, dass ich nicht Ihr Engel bin. Sondern die Heiland. Die Frau Heiland.
D (erschrocken): Huch, das ist mir aber jetzt ...
HH: Soll ich lieber später ...
D: Nein, es war nur ...
HH: Also ich kann auch ...
D: Neinnein, ich dacht halt ...
HH: Es ist auch gar nicht eilig ...
D: Das war wegen der Duschkabine?
HH: Ja, aber ich kann ruhig ...
D: Neinnein!
HH: Wann wollten Sie denn ...
D: Morgen, ähm, mittags?
HH: Ja. Gern. Super.
D: Ja dann ...
HH: Also dann ...
D: Bis morgen dann.
HH: Und Sie klingeln bei Heiland, gell?
D: Ich hätt da jetzt noch nen Witz, wegen Heiland und Engel, aber ...
HH: Den kenn ich bestimmt schon.
D: Gell, gibt bestimmt noch keinen, den Sie nicht kennen.
HH: Bestimmt.
D: Dann, also ...
HH: Genau. Bis ...
D: Ja. Servus.

Gesundheitsfragen

Apotheke in München
Apothekerin A
Patient P, gestandener Bayer

P: Ich hab einen Schnupfen, ich kann’s Ihnen gar nicht sagen! (niest fürchterlich laut)
A: Ah, und was hätten Sie da gerne?
P: Na, was gegen den Schnupfen!
A: Also eher ein Nasenspray, oder was Schleimlösendes, oder vielleicht so insgesamt etwas gegen Erkältungen?
P: Mei, was G’scheits, was was hilft! (zieht die Nase hoch)
A: Ja. Nun. Welche Symptome haben Sie denn?
P: Schnupfen. (schnäuzt sich)
A: Dann gebe ich Ihnen also ein Nasenspray und was Schleimlösendes und dann noch was insgesamt gegen Erkältungen.
P (nimmt die Packung misstrauisch in die Hand): Und was ist das?
A: Das hilft, wenn die Erkältung gerade im Anfangsstadium ist. Dann bricht sie erst gar nicht richtig aus.
P: Aber die ist doch schon ausgebrochen. (niest fürchterlich laut)
A: Das ist rein pflanzlich und hilft sehr gut, wenn …
P: Pflanzlich! Ja was sag ich denn! Ich brauch was G’scheits, Pflanzen hab ich den ganzen Garten voll!
A: Aber das ist eine afrikanische Pflanze, die …
P: Hörn’s mir auf mit Pflanzen! Ich will Chemie! (schnäuzt sich)
A: Ich nehme das aber auch immer, wenn …
P: Nix. Keine Pflanzen. Chemie.
A: Na gut. Aber es hilft wirklich. Wir nehmen das hier immer alle.
P: Das Pflanzenzeug, das afrikanische?
A: Oh. Ja. Ich verspreche Ihnen, dass es hilft.
P: Versprechen, ja?
A: Wir reden hier von Erfahrungswerten, die sollten Sie nicht unterschätzen.
P: Erfahrungswerte, ja?
A: Wissen Sie, ganz viele Medikamente, von denen Sie glauben, dass sie Chemie sind, basieren auf Inhaltsstoffen von Pflanzen. (nickt wichtig)
P: Ist das so?
A: Wenn Sie wüssten.
P: Am Ende hab ich noch die Schweinegrippe.
A: Dann würden Sie jetzt mit Fieber im Bett liegen.
P: Aber ich lass mich nicht impfen. Das soll ja gefährlich sein.
A: Das Impfzeug ist aber Chemie. Das hier (schiebt ein Fläschchen über die Theke) ist aus Pflanzen.
P (zögerlich): Na, dann packen’S mir das Pflanzenzeugs, das Afrikanische, auch noch ein. Aber eins sag ich Ihnen: Wenn’s nichts hilft, nehmen Sie den Schmarrn wieder zurück! Und geben mir mein Geld wieder!
A: Das können wir leider nicht …
P: Sie ham’s doch gesagt, Erfahrungswerte, und versprochen haben Sie’s mir auch noch. (niest ganz schrecklich)
A: Aber …
P: Entweder, oder.
A (gibt sich einen Ruck): Na gut.
P (streckt die Hand aus): Die Wette gilt!
A (schüttelt ihm die Hand): Okay.
P: Oh.
A: Was?
P: Jetzt hab ich Ihnen die Hand gegeben, die wo ich grad reingeniest hab.
A (schaut angewidert auf ihre Hand): Oh.
P: Mei, nehmen’S halt auch von Ihrem afrikanischen Zeugs, und dann werden’S schon net krank.
A (zu ihrer Kollegin): Angelika, übernimmst Du mal schnell, ich muss rasch was … desinfizieren! (rennt nach hinten)