Freitag, August 28, 2009

Wie man aus Kuhdung Geld macht.

Oder so ähnlich. Fröhliche Aktion der 42erAutoren mit den Bezahl-Verlagen. Gefunden über die Büchereule.
Exposé und Anschreiben sowie Biographie des Herrn Rico Beutlich (Hobby: Aquarium) findet man ausführlich hier.


Donnerstag, August 27, 2009

Wegfindungsstörung

In Blankenese.

Dramatis Personae:
HH (steht unter einem Wegweiser, der zur S-Bahn weist, und packt Kekse aus)
Rucksacktouristin R mit Freundin
Pfadfinder P mit Freundin

R (winkt wild): Hallo, hallo, Sie da, können Sie uns sagen, wie wir zum Bahnhof kommen?
HH (sieht auf das Schild, unter dem sie steht): Ähm, ja. Kann ich. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, eine wäre, diese Straße entlangzugehen. Das wird auch auf dem Wegweiser vorgeschlagen. (zeigt drauf)
R (späht das Schild aus): Ah, so, klar. Ja. Also dann hier entlang?
HH: Dem Pfeil nach, ja.
R: Diese Straße immer runter?
HH: ... und dann ist man direkt am Bahnhof. Sie müssen nur noch die Straße überqueren. Aber das sehen Sie dann ja. Obwohl. Sie können natürlich gerne noch mal jemanden fragen, wenn Sie dort sind.
R: Das machen wir. Also dann einfach hier lang?
HH: Doch. Ja. Das funktioniert ganz gut, denke ich.
R (überlegt): Und wie weit ist das noch?
HH (schaut auf das Schild): Also da steht was von 600 Metern. Das könnte hinkommen. Ich hab das natürlich noch nicht nachgemessen, aber ...
R (späht das Schild aus): Richtig. Ja. 600 Meter. Das ist ja nicht sooo ... Oder ... Wie lang geht man denn für 600 Meter?
HH: Fünf Minuten? Zehn, wenn's schlecht läuft? Keine Ahnung?
R: Naja. Das sollten wir hinkriegen.
HH (zweifelt): Dann mal gute Reise.
(R verschwindet mit ihrer Freundin in Richtung Bahnhof, als Pfadfinder P mit seiner Freundin auftaucht. Beide studieren einen Stadtplan. HH wirft die Keksverpackung in den Mülleimer und will sich gerade verkrümeln.)
P (winkt wild): Hallo! Tschuldigung! Sagen Sie mal, wie kommen wir denn zum Bahnhof?
HH (zeigt auf den Wegweiser): Da lang. Einfach den beiden Damen mit dem Rucksäcken nach.
P (starrt auf die Karte): Ich versteh das nicht ... Können Sie uns zeigen, wo wir sind? Ich finde das sehr verwirrend.
HH (schaut kurz und zeigt dann mit dem Keks auf die Stelle): Hier.
P (glotzt): Aber das ist ja gar nicht so weit vom Bahnhof, wie ich dachte ...
HH (zeigt auf den Wegweiser): 600 Meter.
P (glotzt immer noch auf die Karte): Da müsste man ja einfach nur ... Diese Straße lang ... Und dann ist man auch schon da!
HH (wedelt rum, als würde sie Flugzeuge einweisen): Jaha, da lang! Immer geradeaus! 600 Meter!
P (reißt den Blick von der Karte): Sehr gut. Danke. Und welche Straße ist das jetzt, die wir da immer geradeaus ...
HH (schreit und weist Flugzeuge ein): Da lang! Da lang! Gehen Sie einfach da lang und werfen Sie Ihren scheiß Plan in den Müll, den können Sie eh nicht lesen!
P (zuckt zusammen): Wir haben bis jetzt ALLES mit dem Plan gefunden!
HH (platzt): Ich habe sie vor einer dreiviertel Stunde schon mit Ihrer Freundin hier rumstehen sehen. Und zwar da vorne neben dem Park, zwanzig Meter von dieser Stelle. Da haben Sie beide in den Plan geglotzt und den Bahnhof gesucht, das hab ich gehört, als ich an Ihnen vorbeigegangen bin. Und jetzt, nachdem ich bei der Post war, beim Budni und beim Edeka, UND im Reformhaus, UND eine Packung Kekse gegessen habe, jetzt stehen sie zwanzig Meter weiter auf der anderen Straßenseite und suchen immer noch den Bahnhof und sagen MIR, Sie könnten Karten lesen?!
P (schaut panisch): Wir standen zwanzig Meter weiter da drüben?
HH: Ja, genau da. Erkennen Sie die Stelle?
P (kleinlaut): Wir sind seitdem quer durch Blankenese gerannt.
HH (starrt P an)
P (starrt HH an)
HH: Schmeißen Sie den Plan weg und gehen Sie. Da lang. 600 Meter.

Dienstag, August 25, 2009

Referrer

... und weil immer alle fragen, was Referrer sind, das hier sind Referrer. Und das, was jetzt kommt.


25 und ungefickt
hausfrauensex zülpich
mettwurst oberhessen
wie riechen füße in holzclogs
tagebuch jeder schreibt anders
gerichtsvollzieher krautwurst
obergerichtsvollzieher krautwurst
pornosammlung
irn bru
traktorsicherheit
ich will einen techniker

Sonntag, August 23, 2009

Aha. Über Blankenese.

Steht was in der Zeit. Anobella hat's gefunden. Und stimmt ja auch, was drinsteht. Das mit den SUVs zum Beispiel. Und dass abends tote Hose ist, besonders nach elf. Wir haben das gerade mal ausprobiert, Isa und ich. Der eine Laden hat am Samstag nur bis Nachmittags geöffnet, außer nach Vereinbarung, und wahrscheinlich vereinbaren sie nichts für unter 20 Personen. Und der andere machte gerade zu, weil der Besitzer seiner Freundin versprochen hatte, heute mal ein bisschen früher nach Hause zu kommen. An einem Samstag. Als Kneipenbesitzer. Klar, unten am Strand hätten wir noch in der Kajüte, aber sicher war das auch nicht, also sind wir zu Hause geblieben.

Samstag, August 22, 2009

Samstag, August 15, 2009

Und da hat Isa doch schon wieder was Schönes gelesen:

Als sie in England war. Hier berichtet sie davon.

Texteralltag



Gefunden bei: www.protextbewegung.de

Beim Antiquitätenhändler ums Eck


Ich glaube, er möchte Sammeltassen verkaufen. Moccasammeltassen.

Freitag, August 14, 2009

Touristenattraktion Edinburgh

Häuser dieser Art werden dann demnächst platt gemacht. Demnächst, weil, im Moment wohnt pro Haus noch mindestens eine Partei drin. Man könnte auch sagen, die Häuser sind besetzt.
Die Frage ist, ob das nun die neuen Sozialwohnungen sind. Oder wer dort einziehen wird. Zwischen hier und dort ...
... liegen nur ein paar Meter. Und diese Dinger sind randvoll bewohnt. Wahrscheinlich bleiben sie erstmal.
Das also ist Greendykes. Social Housing Scheme. 60er Jahre. Sie dachten wirklich, sie tun was Gutes.

Oder auch Möbel.

So eine Tür, wenn man sie nicht mehr braucht, was soll man auch damit machen.
Oder Sofas. Probehalber vorm Haus ...
... oder ab auf den Grünstreifen. Vielleicht braucht's ja noch wer.

Greendykes.

Pillenpackung und Werbung für Luxuswochenenden ...
... und überhaupt, gerne mal der gesamte Inhalt der Mülltonnen ...
... unzeitgemäßes Schreibgerät ...
... und sonstiges Zeugs ...
... kann man ja auch mal anzünden, warum nicht.

Mittwoch, August 12, 2009

Escada ist ja komplett an mir vorbeigegangen.

Irgendwie fand ich die nie interessant, jetzt sind sie insolvent, what the heck. Dafür werden die Chanel-Verkäuferinnen wohl in den nächsten Wochen etwas mehr Beschäftigung haben, weil sie dafür sorgen müssen, die vom Coco-Film inspirierten Damen möglichst von dem teuren Fummel fern zu halten. Ist ja nicht so, dass da einfach jeder mal so dürfte, ne.
Dass Marken wie Chanel keine zufällige Laufkundschaft haben wollen, die nur glotzt und nichts kauft, okay. Aber letztlich ist das, was in dem Laden passiert, vollkommen absurd. Die Verkäuferinnen verdienen lächerlich wenig und neiden den Stammkundinnen die Kreditkarten. Natürlich sind es fast immer die Kreditkarten der Ehemänner. Die Stammkundinnen sind hauptberuflich Ehefrau und neiden den Verkäuferinnen die Vollbeschäftigung, die ihnen einen Grund gibt, jeden Tag das Haus zu verlassen und sich nützlich zu machen, um jeden Monat eigenes Geld auf dem Konto zu haben, das sie dann mit eigenen Plastikkarten ausgeben können.
Natürlich will sich das keine Seite eingestehen, dass es ist, wie es ist, weshalb sie sich gegen die jeweils andere Seite wappnet. So sind dann die Verkäuferinnen von herablassend falscher Freundlichkeit, und die Kundinnen von herablassend falscher Verbindlichkeit. Mal sehen, wie lange sie sich das noch leisten können. Und wie lange das Publikum noch so bleibt, wie es ist. Aber wahrscheinlich wird diese Sorte (Ehe-)Frau so schnell nicht aussterben.
Ich frage mich immer, welche Männer wohl dazugehören. Die sieht man ja nie. Wahrscheinlich sehen ihre Frauen sie auch nie. Wahrscheinlich ist das auch so gewollt.
Mich würde als nächstes mal interessieren, wie hoch der Anteil der Antidepressiva- und Diazepamabhängigen unter diesen Frauen ist. Und ob sie bei Chanel wohl heimlich alkoholfreien Sekt ausschenken, damit sich das auch alles gut miteinander verträgt.

Dienstag, August 11, 2009

Montag, August 10, 2009

Sonntag, August 09, 2009

Perspektiven

"I cannot, for my soul, remember how, when, or even precisely where, I first became acquainted with the lady Ligeia. Long years have since elapsed, and my memory is feeble through much suffering."
Das nenn ich mal einen zuverlässigen Erzähler.

Samstag, August 08, 2009

Falling about ... You took a left off Last Laugh Lane ...

Schlüsseldienst

Schlüsseldienste machen gerne die Paketannahme für Paketlieferdienste. Sie bekommen wahrscheinlich ein bisschen Geld dafür, und vor allem bekommen sie neue Kundschaft in den Laden. Dann flirten sie ein bisschen mit der neuen Kundschaft, um sie dauerhaft zu binden. Prima Sache. Ich wüsste nur nicht, was ich dauernd beim Schlüsseldienst tun soll. Na gut, er macht auch kleine Schusterarbeiten. Aber auch das fällt jetzt nicht so wahnsinnig oft bei mir an. Meine Stiefel sind alle gerade erst neu besohlt worden.
Auffällig ist natürlich, dass es niemals deutsche Verkäufer sind, die schamlos mit der neuen Kundschaft flirten. Die deutschen Verkäufer können das nicht, und wenn sie's versuchen, geht es meilenweit daneben. Hingegen der nette persische Schlüsseldienstler - doch, das hat er ganz gut drauf, das mit dem Komplimente machen. Ich sah zwar aus, als hätte ich nur zwei Stunden geschlafen (ich hatte nur zwei Stunden geschlafen), es waren dreißig Grad (ich bin ab fünfundzwanzig nicht mehr funktionsfähig) und schlechte Laune hatte ich außerdem, aber nachdem ich mein Paket endlich bekommen hatte, fühlte ich mich nicht mehr ganz so zerknautscht, wie ich mit Sicherheit aussah.
Das könnte die Situation mit der Dame erklären, die vor mir im Laden war und wegen der ich ungefähr zwei Stunden warten musste. Sie hatte sich für so ziemlich alles Nachschlüssel machen lassen. Und statt ihre scheiß Nachschlüssel einfach abzuholen und zu bezahlen, erklärte sie dem netten persischen Schlüsseldienstmann, welcher Schlüssel in welches Schloss passte: Keller, Hintereingang, Doppelgarage vorne, Doppelgarage seitlich, Gartentor, Haustür, bla. Natürlich alles mit einer ziemlich exakten Beschreibung ihrer Wohnverhältnisse, Adresse inklusive. Wenn der nette Herr also wollte, dann könnte er. In jeder Hinsicht. Und wenn alle Verkäufer insgesamt ein bisschen netter wären, müsste sich diese Dame nicht an den einzigen, der mal ein freundliches Gesicht macht, ranschmeißen. Und alle hätten bessere Laune. Und so.
Und überhaupt, Gerd hat das hier gefunden. Soviel zu dem Thema.