Mittwoch, April 29, 2009

Mein Interview mit Colin Cotterill

Es ist jetzt online auf der Randomhouse-Seite.

Es gibt auch gute Seiten am Heuschnupfen.

Hat man schon letztes Jahr rausgefunden, aber ich hab ewig den Link nicht gefunden.

Dienstag, April 28, 2009

FAQs:

Q: Wie viel zahlt man eigentlich so im Durchschnitt für ein Buch, wenn es gedruckt wird?
A: Nichts. Seriöserweise bekommt man Geld dafür.

Q: Ist es sinnvoll, sich an einen Agenten zu wenden?
A: Ja. Ein Agent sortiert gewissermaßen vor, das schätzen viele Verlage. Je nachdem, welche Beziehungen die Agentur zu Verlagen hat, kann sie am besten einschätzen, welche Chancen Ihr Manuskript hat. Dabei lohnt es sich natürlich, bei verschiedenen Agenten anzufragen und darauf zu achten, dass die jeweilige Agentur bereits Autoren vertritt, die im selben Genre wie man selbst publizieren.

Q: Ist es nicht total blöd, einer Agentur so viel Geld in den Rachen zu werfen?
A: 15% von, sagen wir mal exemplarisch, damit es sich besser rechnen lässt, also 15% von 10.000 Euro abzudrücken ist immer noch besser als 100% von nichts zu behalten. Es sei denn, Sie haben bereits Verlagskontakte, verhandeln selbst wahnsinnig gut und überblicken 15-seitige Verträge. Dann bräuchten Sie keine Agentur und würden mich das auch nicht fragen.

Q: Wie macht man das - nimmt man sich eine Agentur fürs erste Buch und macht dann die anderen Bücher selbst? Man hat ja dann schon einen Fuß in der Tür, weiß wie's geht und braucht eigentlich keinen Agenten mehr.
A: Wenn Sie sich gerne wie ein Ar... äh - Rüpel aufführen, machen Sie das.

Sonntag, April 26, 2009

Ah ja, das war spannend.

Gestern Mittag in Blankenese. Große Aufregung, weil die NPD einen Infostand aufgebaut hat. Kurz darauf gab es lautstarken Krawall von links, und schwupp war die Polizei da und verstopfte die Dorfkreuzung. Ein paar Wagen vom BG meine ich auch gesehen zu haben. Was die Feldjäger da zu suchen hatten, weiß ich nicht, aber die kurvten kurz drauf auch noch durch die Einbahnstraßen.
Was die NPD hier macht? Wahrscheinlich Minderheiten abgreifen. Millionäre zum Beispiel ... bei der aktuellen Finanzlage der Partei. Oder vielleicht war das hier der Grund. Aber wenigstens gab es diesmal Widerstand, und mir war, als hätte dieser Widerstand allgemeine Zustimmung gefunden.

Mittwoch, April 22, 2009

Maryanne und Zoey

AUCH interessant.

Was man alles findet, wenn man bei Amazon "Heiland" eingibt.

Montag, April 20, 2009

Frühjahrsmüdigkeit

HH (hat es eilig)
Apothekerin A (hat es gar nicht eilig)

A (tippt im Zeitlupentempo am Rechner herum): Mhmmm. Also ob das die Kasse zahlt ...
HH: Dann nehmen Sie ne andere Firma. Hauptsache, es ist kein Zuckerersatzstoff drin.
A (tippt im Zeitlupentempo am Rechner herum): Was genau verstehen Sie denn unter Zuckerersatzstoff?
HH (rollt mit den Augen): Zuckerersatzstoff. Dings. Alles, was statt Zucker. So eben.
A: Da gäbe es hier ... Mit Lactose.
HH: Lactose kann ich. Das ist kein Zuckerersatzstoff. Fructose und Zuckerersatzstoffe sind böse.
A: Das wäre ohnehin nur so eine winzige Menge Lactose, die merkt man ja gar nicht. Aber die stellen sich immer so an, die Leute, ganz schlimm.
HH: Ich stelle mich AUCH an, und deshalb hätte ich gerne OHNE Zuckerersatzstoffe. Wenn Sie mal nachsehen könnten.
A: Es KÖNNTE sein, dass ich da am anderen Computer nachsehen muss. Wissen Sie nicht zufällig auswendig, welcher Hersteller ...?
HH: Ich habe LEIDER meinen Computer nicht dabei, in dem ich es nachsehen könnte.
A (seufzt dramatisch): Dann muss ich wohl mal am anderen Computer. (geht langsam zum anderen Computer)
HH (schaut auf die Uhr)
A: Sie haben doch Zeit?
HH: Nein, eigentlich .... nein.
A: Das kann nämlich dauern.
HH: Ich müsste ziemlich bald mal.
A: Hmmm ... Das ist Eisenoxid ... Das ist ein Verdickungsmittel ... Das ist der Wirkstoff ... Maisstärke ... (gähnt)
HH (schaut auf die Uhr)
A: Also so auf den ersten Blick glaube ich nicht, dass da irgendein Zuckerersatzstoff drin sein könnte.
HH: Dann bestellen Sie's.
A (schleicht zum anderen Computer zurück): Oh.
HH: Was?
A: Jetzt ist die Maske weg. Und das dauert immer so ewig, bis die wieder aufgerufen ist ...
HH: Tut mir leid. Ich muss weg.
A: Aber Ihr Rezept!
HH: Ich muss WIRKLICH weg. Bestellen Sie's, bringen Sie's vorbei, irgendwas.
A: Aber die Maske braucht so ewig ...
HH: Mich brauchen Sie aber nicht.
A: Doch, ich muss Ihnen noch den Abholschein ...
HH: Dann geben Sie mal.
A: Da muss ich erst die Kollegin ... (ruft nach hinten) Kommst du mal? (gähnt)
(Kollegin kommt angeschlurft und gähnt)
HH (bricht zusammen)

Samstag, April 18, 2009

Hatte ich es schon erwähnt?

Der neue "Star Trek" (hier gibt's den Trailer) ist wirklich richtig gut. Production Design ist super, die Schauspieler haben ihre Hausaufgaben gemacht, auch der Autor hat prima Arbeit geleistet, und überhaupt: macht richtig viel Spaß.

Freitag, April 17, 2009

Die Bahn macht mal wieder ganz komische Sachen.

Im Moment zum Beispiel sind sie verdächtig freundlich. Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wird umgedingst, weshalb der Zug eine Stunde länger braucht als sonst. Das finden die Pendler, von denen es mehr gibt, als man so glaubt, überhaupt gar nicht witzig. Ich gestern übrigens auch nicht.
Und jetzt kommt's: Im Zug verteilen sie mit einem offensichtlichen Mehr an Personal Wasser, Donuts und Süßigkeiten. Kostenlos! Auf der Trüffelpralinenschachtel steht: "Lassen Sie sich unsere Bauarbeiten etwas versüßen."
Ich meine: Trüffelpralinen. Echt jetzt mal.

Mittwoch, April 15, 2009

Huuuuuaaaaaa

Im Nachmittagsfernsehen werden die Loser immer so charakterisiert: Supernoten und Klavierunterricht. Sitzen dann total verhuscht rum, tragen Pullunder und sind komplett verhaltensgestört.
Okay, verhaltensgestört seh ich ja noch ein, aber PULLUNDER!
*zieht die Lederjacke an
Die haben ja gar keine Ahnung.

Reich und berühmt mit Krimischreiben.

Wie's geht, verrät Sebastian Fitzek im Krimijahrbuch 2009.

Dienstag, April 14, 2009

Kultur.

"To'n Peerstall", Hamburg-Othmarschen.

Am selben Tisch wie HH:
Zwei übergewichtige Damen (Mutti und Klara) und ein übergewichtiger Herr (Horst) aus der Eifel.

K: Da hast du's ja so richtig geschafft, Mensch, Horst!
H: Schon klasse, Hamburg und so.
M: Und die Kultur! Ich würd ja sofort wegen der Kultur hierhinziehen.
H: Kultur haste hier überall, Mutti. An jeder Ecke Kultur!
K: Aber du hast es ja so richtig geschafft.
M: So'n tolles Haus, wo du wohnst.
K: Zeigstes uns denn nachher mal auch von innen?
H (kippt sein Bier runter): Ach, das schaffen wir heut nicht mehr. Ihr müsst ja noch zurück ins Hotel.
M: Und so viel Kultur! (studiert die Speisekarte) Kuck mal. Kartoffelsalat. Den bestell ich mir.
K: Kartoffelsalat! Ja, ich mir auch.
M: Wenn ich Kartoffelsalat auch nur lese, da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen, ich kann dir sagen. Da brauch ich gar nicht erst weiterlesen. Wie machen die denn hier den Kartoffelsalat? Warm oder kalt?
K: Also ich hab den ja letztens mal kalt, mit Majo, geht auch gut.
M: Die machen den hier bestimmt gut. Die sind ja so vornehm in Hamburg. Nicht so wie die Basertzkys, Horst, kennst du die noch? Da stand ja letztens wieder die Polizei vor der Tür.
K: Ganz schlimm. Keine Kultur, diese Leute.
H: Wie war's denn jetzt eigentlich gestern abend?
M: Im Theater? Ach, so schön! Sowas kennen wir ja gar nicht. Also dieser "König der Löwen", sowas von Kultur!
H: Ja? War schön?
K: Ach, das würd ich mir ja am liebsten noch mal ankucken.
M: Da kucken wir zu Hause noch mal.
H: Habt ihr denn die DVD?
M: Ach ja! Sogar mit Video!
K: Das, und "Dirty Dancing", und dann haben wir noch "Mamma Mia", aber das ist nicht Video, das ist DVD.
M: Und "Vom Winde verweht", und die "Dornenvögel" auch noch. Und was haben wir denn da noch?"
K: Das mit der Wüste.
M: Das kenn ich gar nicht.
K: Doooch. Das spielt in Afrika.
M: Ach so! Ja, da mit Afrika. Aber das heißt irgendwas mit Patient.
K: "Der englische Patient".
M: So kulturell, Horst, musst du mal ankucken. Wann zeigst du uns denn mal deine Wohnung?
H: Mutti, die Bahnen fahren hier nicht so lang, ihr müsst nach dem Essen gleich wieder in die Stadt.
M: Ach das ist aber schade. Das nächste mal dann, Horst, ja?
K: Kuck, da is auch schon der Kartoffelsalat.

Montag, April 13, 2009

Jenisch-Park.

Aber das hier waren die WIRKLICH interessanten Bäume.





Sowas hat man früher gemacht, bevor es das Internet gab. Man nannte es Schnitzen.

Und Bäume hab ich auch noch fotografiert.



Heute war ich mal draußen.

Das ist deshalb so toll, weil ich ja bekennender und diagnostizierter Agoraphobiker bin.


(Das war ich aber nicht.)




Shakespeares Sonette

Von Rufus Wainwright vertont. Regie Robert Wilson. Berliner Ensemble. Unbedingt anschauen.

Sonntag, April 12, 2009

"The Film Club"

... von David Gilmour ist wirklich ein schönes Buch. Mich wundert nur, wie es auf die Bestsellerliste in Deutschland geraten konnte. Wahrscheinlich wegen dem etwas verwässernden Titel "Unser allerbestes Jahr" und dem romantisch-wehmütigen Cover. Dass es mich wundert, heißt aber nicht, dass es das Buch nicht verdient hätte. Ich wundere mich eben nur.

Leserbriefe

"Liebe Frau Heiland,
der Revolver, der in Ihrem Roman vorkommt, ist leider nicht näher benannt worden. Als Frau kennen Sie sich damit natürlich nicht aus, aber ... [ausführliche Beschreibung diverser Waffengattungen].
Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Anregungen in Ihrem nächsten Roman verwenden würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr XY aus Z."

"Lieber XY aus Z,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mail. Als Mann können Sie das natürlich nicht wissen, aber mir geht es in meinen Romanen weniger um das Womit, als um das Wer und Warum. Ich empfehle Ihnen daher wärmstens die Lektüre des (männlichen) Kollegen AB aus C. Der kennt sich richtig toll mit Waffen aus. So als Mann.
Frohe Ostern:
HH aus HH."

Samstag, April 11, 2009

Donnerstag, April 09, 2009

Zoe im Knast

(c) Wolfgang Baumann, Polizei München

Focus Online Kriminacht


(c) Sabine Thomas

Dienstag, April 07, 2009

Geheimdienst

Im H'ugo's, München.

Irgendwann mal bekannter, sehr betrunkener Schauspieler S
HH
Freundin F

(S torkelt von Tisch zu Tisch und spricht scheinbar wahllos Frauen an.)

F: Mei, da is aber einer verzweifelt ... Wird Zeit, dass wir gehen.
HH: Achtung, er kommt.
S (hält sich an seinem Glas fest): Die Damen!
F: Prost!
S (zeigt auf HHs Wasser): Ist das Wodka?
HH: Ohne alles.
S (beeindruckt): Das is ja ... Was ich sagen wollte: Ist eine von euch zufällig eine Anwältin aus Mannheim?
HH: Meine Freundin ist Juristin.
F: Aber ich bin nicht aus Mannheim.
S: Nee, dann nicht. (schaut sich mit einem Seufzer um) Niemand aus Mannheim ...
HH: Is vielleicht auch schwierig, Mannheimer Anwälte in München ...
S: Nee, das ist die Freundin von einer Freundin, und die hatten irgendwie Stress, und ich wollte ein bisschen Amor spielen ... Die Wogen glätten ... (macht wogenglättende Handbewegung)
F: Tja, wir wogen nicht und sind auch nicht aus Mannheim.
S: Aber ich hab jetzt schon alle gefragt!
HH: Und was ist mit denen da drüben?
S (peilt zwei Blondinen an, Marke Fußballerfreundin): Zu jung.
F (schnappt nach Luft): Ach, und wir nicht?!
S: Die sind doch viel jünger!
HH (schnappt nach Luft): V i e l !
S: Ich kann ja trotzdem mal fragen. Die sind wenigstens nicht so intellektuell wie ihr.
F: Intellektuell!
HH: Und das weiß er nach zwanzig Sekunden!
S: Ihr habt ein Buch auf dem Tisch liegen.
F: Oh. Na dann.
S: Niemand in diesem Laden liest Bücher!
HH: Mist. Wir müssen uns das nächste Mal einfach besser tarnen.
S (interessiert): Tarnen?
F: Geheimdienst.
HH: Wir beschatten wen. Eine Anwältin aus Mannheim.
S: Dann ist sie doch hier?!
HH: Ja, aber wenn wir sagen, wer sie ist, fliegt unsere Tarnung auf.
S (denkt nach und hält sich mit beiden Händen an seinem Glas fest): Es ist eine von den Blondinen, oder?
F: Ge-nau.
S: Danke. Ich versprech euch, ich sag keinen Ton. Vertraut mir.
HH: Eins noch: Sie wird alles abstreiten. Aber sie ist es wirklich.
S (nickt): Verstehe. Ganz geheime Sache, was? Ich sag nichts. Keine Sorge.
HH: Wenn wir auffliegen, müssen wir Sie leider ...
F: ... geheimdienstlich behandeln. Sowas endet schon mal tödlich.
S (schleicht sich): Kein Wort! Versprochen!
HH: Immer wieder nett hier.
F: Schau mal, ist das nicht die Exfreundin vom Olli Kahn, die er anquatscht?
HH: Sieht aus, als ob er ihr nicht glaubt, dass sie n i c h t aus Mannheim kommt.
F: Und k e i n e Anwältin ist.
HH (zur Bedienung): Bringen Sie uns doch bitte noch mal dasselbe, wir bleiben wohl noch eine Weile.
F: Und falls Sie Chips haben, oder Popcorn ...

Sonntag, April 05, 2009

Am Montag hab ich eine Lesung.

In Zahlen: 6.4. um 19 Uhr. Die ist ausverkauft, da kommt keiner mehr rein. So lange muss ich aber noch in München bleiben.
Ostern bin ich wieder da, sagte ich's nicht?