Donnerstag, Januar 29, 2009

Liebes ZDF.

Ich bin wirklich ein großer Freund der Mediathek. Wirklich. Besonders, weil ich seit Wochen schon keinen Fernseher mehr habe. (Die Wahrheit ist, dass mir erst meiner, dann zwei geliehene Fernseher direkt hintereinander abgeraucht sind, muss an mir liegen.)
Aber - finden Sie nicht, dass die Aufforderung "Sehen Sie den ersten Teil schon im Büro" bei manch einem vielleicht falsch ankommen könnte? Private Internetnutzung am Arbeitsplatz? Und das dann gleich über 90 Minuten? Könnte Ärger mit den Chefs geben. Echt jetzt. Arbeitet ja nicht jeder fürs Fernsehen und kann das als Arbeitszeit verkaufen.

Mittwoch, Januar 28, 2009

Aufruf: Liebe Hamburger.

Ich schreibe ein neues Buch. Es spielt in Hamburg. Dumm nur, dass ich etwas noch recherchieren muss, von dem ich keine Ahnung habe: Pferde!
Falls sich jemand mehrfach in der Nähe von Pferdeställen aufhält und keine Berührungsängste hat (Autoren! Schrecklich!) - bitte melden! Möglichst bald. Ich muss in Kürze abgeben.

Dienstag, Januar 27, 2009

Dienst nach Vorschrift

Paketbote P (bestenfalls 18)
HH

P: Ein Paket für Heiland!
HH: Super. Dann können Sie ja gleich das da für mich mitnehmen. Ist schon frankiert.
P: Das geht leider nicht.
HH (starrt ihn an): Bitte?
P: Das nehm ich nicht mit.
HH (geduldig): Es ist schon frankiert. Sie müssen es nur mitnehmen.
P: Kann ich nur, wenn Sie diesen gelben Zettel ausgefüllt haben.
HH: Was für einen gelben Zettel?
P: Ohne gelben Zettel geht gar nichts.
HH: Moooment. Da ist ein Aufkleber drauf. Den scannen Sie in Ihr Dingsda ein und nehmen das Paket einfach mit.
P: Geht nicht. Nicht ohne gelben Zettel.
HH: Wozu brauch ich einen gelben Zettel? Ich hab noch nie einen gelben Zettel gebraucht, was soll das überhaupt für einer sein? Ihr Kollege nimmt meine Pakete immer ohne gelben Zettel mit!
P: Das ist gegen die Vorschrift. (notiert sich was)
HH: Es ist gegen die Vorschrift, wenn Sie ein frankiertes Paket mitnehmen? Ich soll das jetzt selbst zur Post schleppen, obwohl Sie hier gerade vor mir stehen und es in Ihr großes gelbes Paketauto werfen können?
P: Vorschrift. Kein gelber Zettel, kein Paket. (steckt Notizblock weg)
HH: Aaah. Ich verstehe. Das ist die Rache.
P (schaut an die Decke)
HH: Das ist, weil ich Ihrem Kollegen gesagt habe, dass einer von Ihnen so dämlich war, meine Nachnahmesendung als "Annahme verweigert" zurückzuschicken, statt sie in die Poststelle zu geben! Sie waren da!
P: Ich hab nichts Falsches gemacht!
HH: Sie haben angekreuzt "Annahme verweigert", weil Ihnen der Hausmeister das Paket nicht abnehmen wollte! Glauben Sie, der Hausmeister legt mal locker 250 Euro für mich aus???
P: Sie hätten's ihm ja geben können!
HH: Klar. Ich geb dem Mann für den Fall, dass Sie zufällig gerade dann vorbeikommen, wenn ich mal eine halbe Stunde nicht da bin, 250 Euro! Sonst geht's noch!
P: Ich hab mich an die Vorschriften gehalten. Die Annahme wurde verweigert.
HH: Aber nicht von mir! Vom Hausmeister!
P: Der stand hier bei Ihnen vor der Tür!
HH: Der hat die Treppe geputzt! Die Wohnungstür war mit Sicherheit zu! Oder war sie auf?
P (schaut an die Decke): Ich hab mich an die Vorschriften gehalten!
HH: Mit Ihnen red ich gar nicht mehr! (schnappt sich das Paket und knallt die Tür zu)
P (durch die Tür): Hey, ich brauch noch ne Unterschrift!
HH: Dann sehen Sie mal, wo Sie die herbekommen!

Das ist auch hübsch:

Bullshit Science. Gefunden dank Isa.

Was haben Bochum und Freiburg gemeinsam?

Die glücklichsten Bewohner. In Freiburg, weil es dort viel Arbeit gibt und alle viel Geld haben und die Sonne viel mehr scheint als anderswo in Deutschland und es die wärmste Ecke sowieso in Deutschland ist. In Bochum, weil sie aus Bochum sind und Bochum einfach Bochum ist.

Bochum lebt dafür von anderen Superlativen, die sich mir noch nicht erschlossen haben, aber irgendwie waren sich alle Bochumer einig, dass Bochum einfach geil ist. Überhaupt, der Ruhrpott. Aber Bochum besonders, ne, hat ja die größte Partymeile (Bermudadreieck! Winzig!), und überhaupt wohnen da die freundlichsten Leute ("Wat? Kennschnit! Frach mal mein Kumpel ... Ey, Drecksack! Kannst du da mal wat helfen?"), berühmt für ihre klare, direkte Art ("Du Aaaaarsch!"). Da will man nicht weg, auch wenn Bochum die wenigsten Sonnenstunden Deutschlands hat (zusammen mit Dortmund), und allem Ansehen nach auch viel weniger Geld als Freiburg, es ist nämlich erschreckend hässlich, dieses Bochum, und die Taxifahrer hupen einen als Fußgänger auch besonders gerne mal an, wenn man bei Grün über die Ampel geht. Das scheint in Bochum unerhört. Auch der Bahnhof ist ein bisschen zu kurz für einige Züge ("Die letzten beiden Wagen stehen leider NICHT am Bahnsteig, wenn Sie bitte noch IM Zug weiter vorgehen, danke.")
Aber wäre es Freiburg, würde einem nicht gleich so viel für eine Kurzgeschichte einfallen. 

Freitag, Januar 23, 2009

Donnerstag, Januar 22, 2009

Diese phantasielosen Amerikaner

Machen ein Remake von "Life on Mars".

Ich glaube nicht, dass sie so gut wie das Original sein k ö n n e n.

Mittwoch, Januar 21, 2009

Dienstag, Januar 20, 2009

Pippas Blog

Pippa ist eine Autorin, die ich in Edinburgh auf irgendeiner Party kennenlernte. Jetzt hat sie hier ihr Blog. Sehr talentierte Frau. Sehr. 

Oh.

Hausfrau sticht Putzfrau in Othmarschen nieder.


Lesung in München

6. April 2009, 19 Uhr
Krimi im Knast: Zoe Beck
Tatort: Polizeipräsidium München
Ettstraße 2- 4 (Nähe Marienplatz)
Tickets nur mit Reservierung: textfactory[at]t-online.de
www.krimifestival-muenchen.de

Sie ist wieder da!

Anobella! Zurück aus Glücksburg! Wie war's? Haben Dir meine CDs gefallen? Irgendwelche neuen Lieblingslieder?

Manchmal ...

... mag man gar keine Krimis mehr lesen. Blöd nur, wenn mal selbst gerade einen schreibt.

Zu Hause

Begrüßung.

P: Jo ... Also dann ... Oben, das Zimmer. Weißt ja.
HH: Jo ... Gut. Ich räum dann mal den Koffer ...
P: Gut.
HH: Gut.
Stiefmama (übersetzt): Dein Vater freut sich sehr, dass du mal für ein paar Tage da bist, und er vermisst dich immer, wenn du nicht da bist. Er redet sehr oft von dir!
HH: Aha?
P: Jo ... Also ... Ich bring dann mal den Koffer ...
HH: Ich häng mal den Mantel ...


Montag, Januar 19, 2009

Jeder, der gerne liest oder gerne schreibt ...

... oder gleich beides, wird gewiss Freude haben an Alan Bennetts "The Uncommon Reader". I c h hatte große Freude. Auf deutsch heißt es "Die souveräne Leserin".

wohnenuntertage.de

Schauspielhaus Bochum, 25.1.09: Als Gast bei Kristo Sagors Projekt "Wohnen unter Tage".
Kleine Terminangleichung: Es geht um 12:30 Uhr los, und ich bin um 14:00 Uhr dran. 

Sonntag, Januar 18, 2009

Zu Hause

Tante
Onkel
Papa
HH

T: Kind, mach dir die Haare doch mal heller!
O: Isst du denn genug?
P: Lach doch mal!
HH: Aber ...
T: Und so blass!
O: Fleisch musst du essen!
P: Die isst doch nichts anderes als Fleisch, Gemüse musst du essen!
HH: Mein Eisenspiegel ist ...
T: Blond wär doch schön!
O: Ich kann ja gar keinen Fisch essen.
P: Wir machen gerade Fastenkur und trinken nur Gemüsesäfte. Alles Bio!
HH: Ich vertrag kein ...
T: Und sitzt immer so still in der Ecke! (tätschelt HHs Knie)
O: Erzähl doch mal von Irland!
P: England!
HH: Schottland!
T: Hast du schon gesehen, wir haben eine neue Katze!
O: Dein Cousin hat ja eine Katzenhaarallergie. Und ich Fisch.
P: Die Henrike hat auch immer Allergien.
HH: Ich kann ...
T: Aber die Haare ein bisschen heller ...?
O: Du nimmst aber nicht ab, oder?
P: Lach doch mal!
HH: Ich geh mal aufs Klo.

Mittwoch, Januar 14, 2009

Ich lese:

Am 23.1. im Speicherstadtmuseum Hamburg. Hier mehr.

Dienstag, Januar 13, 2009

Blogbibliothek

Die Idee kommt aus der Schweiz, und jetzt wurde sie umgesetzt: Eine Blogbibliothek! Wer keine Lust hat, selbst nach Schätzen zu surfen, bedient sich dieser Adresse

Texte von mir finden sich dort auch, was mich sehr freut.
Liebe Frau G., wann fangen Sie endlich an zu bloggen? 
(Frau G., nicht zu verwechseln mit Frau C.G., die als A. bloggt, traf ich ja zur Buchmesse, frönte dort nur leider meiner Leidenschaft, mich lieber zu verstecken, und jetzt erreich ich sie nicht.)

Sonntag, Januar 11, 2009

Nächste Veranstaltung:

Schauspielhaus Bochum, 25.1.09: Als Gast bei Kristo Sagors Projekt "Wohnen unter Tage". Thementag "Wohnen und Arbeiten".
Ich bin um 14.30 dran, dann gibt es noch mal eine Gesamtrunde um 16.30. Man kann eigentlich ab 12 Uhr jederzeit vorbeischauen.

Welcher Name ist besser:

Ron oder Ben?
(Protagonist, Mitte 30)

Chris scheint sich mit Waldorfpädagogik gut auszukennen.

Und schickte mir das hier:

Vorwurf:

"Du immer mit deiner blühenden Phantasie."
*dankt

Samstag, Januar 10, 2009

Der Superprof (Urlaubsvertretung)

Am Freitag war der Superprof nicht da. Auch Superprofs machen mal Urlaub. Dafür war der Termin bei jemand anderem, und zwar bei der Ökotrophologin. Den Termin hätte er wohl - Urlaub hin oder her - eh nicht selbst gemacht. Bei den Ökotrophologen ist alles erstmal ganz anders. Zum einen sieht es da gar nicht mehr aus wie im Krankenhaus, weil sie auf demselben Flur sind wie die anthroposophischen Maltherapeuten. Alle, die dort auf dem Gang herumschweben, tragen knielange Batikkleider über ausgewaschenen Jeans und flache Schuhe. Sie sagen zu jedem "Hallo", und wenn man ein bisschen verloren aussieht, bringen sie einen dahin, wo man hinmuss. Dann schweben sie wieder weiter zu ihrer Maltherapie. Oder so.
Die Ökotrophologin hat unheimlich viel Zeit, unheimlich viel Verständnis und kann sogar schwierige Handschriften (meine) aus schlecht geführten Ernährungstagebüchern (meine) mühelos entziffern. Dann, nach der unheimlich langen Zeit, in der man ihr alles erzählen sollte, ja sogar musste!, macht sie eine sehr ordentliche Liste mit Dingen, die man tun, nicht tun, kaufen und weglassen soll, und in drei Wochen sieht man sie wieder.
Nach dem Termin schwebt man wie von selbst zum Fahrstuhl und nimmt sich vor, das nächste Mal im Batikkleid zu kommen.
Im Aufzug unterhalten sich zwei Arbeiter, die gerade irgendwas streichen. Ist so anders alles, sagt der eine. Ja, irgendwas fehlt, sagt der andere. Dieses Leuchten, sagt der erste. Der Superprof, sage ich. Er ist nicht da! Die beiden sagen: Ach so. Und verlassen ein bisschen traurig den Aufzug.

Donnerstag, Januar 08, 2009

Referrer

- henrike erschossen

(Das macht mich ein bisschen nervös.)

Montag, Januar 05, 2009

Traktor fahren

Die Blankeneser gehen ja nicht so gerne zu Fuß. Wahrscheinlich denken sie sich, das viele Treppensteigen im Treppenviertel ist schon Zumutung genug, da müssen sie nicht auch noch die flachen hundert Meter zum Supermarkt laufen. Das ganze Jahr über findet mal also nur schwer Parkplätze im Einkaufsherzen des Orts. Nun wurde eine Tiefgarage unter dem Bahnhof zur Verfügung gestellt. Parkhaus Blankenese heißt sie, glaube ich. Aber die Blankeneser haben was gegen Parkhäuser. Sie parken lieber verkehrswidrig direkt vor dem Eingang zum Rewe und Penny. Das spart nämlich wieder ein paar Meter. Und weil dieses Parkhaus ja viel zu weit weg ist von der eigentlichen Einkaufsmeile, der Blankeneser Bahnhofstraße, ist ein Parkhaus unter dem Marktplatz geplant. Man will also den Hügel, auf dem Blankenese steht, offenbar von innen aushöhlen, damit Autos darin geparkt werden können. Und alles nur, weil der Blankeneser nicht so gerne zu Fuß geht. Da die Autos der Blankeneser im Schnitt auch deutlich breiter, höher und länger sind als andere Autos (Taxifahrer nennen sie auch gerne Kübelwagen oder Traktor, ich tendiere mittlerweile zu Panzerwagen), müssten eigentlich auch die Parkbuchten auf der Oberfläche mal neu vermessen werden. Pro Traktor braucht es nämlich ca. das Anderthalbfache der aktuell eingezeichneten Fläche. 

Ich weiß im Übrigen immer noch nicht, warum hier alle mit dem Panzerwagen ihre Kinder vor der Schule abliefern (Schulweg ca. 300 Meter), um dann fünf Runden Elbchausse-Bahnhofstraße-Auguste-Baur-Straße zu drehen, bis eine LKW-große Lücke vor der Post frei ist. Zeit sparen geht anders.
Liebe Blankeneser, sogar Eure Panzerwagen rutschen bei Glatteis. Ehrlich. Eben hat mich fast einer überfahren, weil die Dame hinterm Lenkrad auf Eis nicht bremsen konnte. Ein Wunder, dass sie es überhaupt erst versucht hat, ich meine, wenn sie drei Meter über der Straßenoberfläche sitzt und ich mit meinem Metersechzig, da kann man schon mal gerne übersehen werden. 

Samstag, Januar 03, 2009