Freitag, Oktober 31, 2008

When You Wasn't Famous

Auf das Buch freu ich mich schon:


Aber seine Buchvorstellung bei der Nominierung hier ist ganz groß:

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Und unbedingt rumzeigen muss ich ja,

dass AE riesengroß in der Zeitung war. RIESENGROSS!
*stolz


Nachschlag meint dies hier.

Da weiß ich noch nicht so richtig,

ob sie genug draufhat für mehr. Bei ihr hingegen war es von Anfang an klar, dass sie was kann, blöd nur, dass sie nicht mehr aus dem Haus geht (agoraphob?).

Das ist mal ein schöner Trailer:


Über das neue Buch von Passig und Lobo.
Und damit sind wir auch schon beim Thema: Ich verlinke Bücher übers Prokrastinieren, weil ich eben dies tue, ich prokrastiniere mich um meinen nächsten Roman rum.
Muss ich dann das Buch überhaupt noch lesen?
Oder muss ich es gerade deshalb lesen, um weiter prokrastinieren zu können?
Aber heute: Erster Akt von fünfen winkt mit dem Ende.

Ich liebe ja diese Frau:

Vielleicht kann mir das jemand von Euch beantworten:

Gibt es irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen dafür, warum man manche Sachen gleich in den Computer hackt und andere erst handschriftlich beackert? Ich habe gerade wieder so eine Phase, wo ich am Computer keinen Satz weiterkomme, dafür aber bergeweise Papier vollschmiere. (Was ein winziges Problem birgt, ich kann nämlich meine Schrift nicht lesen.)
Oder ist das Ganze doch bloß eine individuell-geschmäcklerische Gewohnheitsverhaltensauffälligkeit?
Das glaub ich nämlich nicht so recht, weil ich viele kenne, denen es ähnlich geht.
Fragender Blick in die Runde ...

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Vorhin im Rewe.

Einkaufengehen ist ja etwas, das ich a.) sehr ungern und deshalb b.) möglichst nach 20 Uhr mache. Manchmal zwingt mich dieser leere Kühlschrank dazu, auch schon mal vor 20 Uhr einkaufen zu gehen. Dann weiß ich wieder, warum ich es so ungern mache. 18 Uhr zum Beispiel ist eine ganz schlechte Zeit, zumindest für den Rewe in Blankenese: randvoll mit Pärchen und ihren Kindern. Mir ein ewiges Rätsel, warum nicht einer zu Hause bleibt und die Bälger beaufsichtigt, während der andere gemütlich den Einkaufszettel abarbeitet. Nein, sie müssen zu viert oder zu fünft gehen und brauchen dreimal so lange, weil sie ständig ihre kreischenden Kinder aus der Gefriertruhe retten oder unter den Gemüseregalen hervorzerren müssen. Oder weil sie sie suchen müssen, wenn sie bei allein Einkaufenden (mir) unbemerkt von den Erzeugern in den Wagen klettern und mitfahren. Mir macht das nichts. Bei mir sind sie ja ruhig. Kaum sind die Eltern da und beenden die Spaßfahrt im fremden Wagen, fangen sie das Plärren wieder an. Oder an der Kasse: "Papaaaaaa, ich WILL aber den Lolli jäääääääätzt!" Tränen, rot anlaufen, Papa versucht, gleichzeitig einzuräumen, zu zahlen und das Kind zu bändigen, weil Mama den Kleinsten stillt.
Egal. Was aber sehr niedlich war: Ein Elternpaar hatte Glück, sie hatten das Kind schon so weit erzogen, dass es alleine einkaufen gehen konnte. Da stand dann also der Bub, die Einkäufe brav in den Stofftaschen verpackt, und noch schnell eine Fritz Kola am Wickel. So schnell, wie er die getrunken hat, war sie garantiert nicht genehmigt. Also entweder vom Taschengeld, oder aus der Haushaltskasse geklaut, oder es war das Geld für "Und wenn noch was übrig ist, kaufst du dir was Schönes, aber keine Cola, hörst Du!" Naja, besser als Zigaretten. Aber genau so, wie er die Fritz Kola runterstürzte, wird er in ein, zwei Jahren neben den Einkaufswagen stehen und ein Bier runterstürzen. Den schuldbewussten Blick hatte er schon ganz gut drauf. Völlig versunken war er, und so richtig Spaß hat ihm die verbotene Cola (Kola!) auch nicht gemacht, in dem Tempo kann sie gar nicht schmecken.
Sowas sieht man nach 20 Uhr natürlich nicht mehr. Da hängen nur noch die zwei, drei Penner, die es dann doch in Blankenese gibt, im warmen Eingangsbereich und unterhalten sich selbstvergessen und in Bahnhofsvorplatzlautstärke über die gestiegenen Spritpreise. Meint Vodka und diese Sorte Sprit. Das ist eigentlich nur dann spannend, wenn wieder einer von ihnen anfängt, seinen unsichtbaren Freund zu sehen, und sich so lange mit ihm streitet, bis der beherzte Brotverkäufer hinter seiner Theke vorkommt und ihn rausschiebt. Samt seinem unsichtbaren Freund. Von dem ich leider noch nicht weiß, wie er heißt.

Man kann umziehen, so oft man will.

Die einzigen Dinge, die man verliert, sind wichtige Dinge. Zum Beispiel der linke von den Lieblingshandschuhen oder sowas. Man verliert garantiert nie solchen unwichtigen Mist wie hässliche Werbegeschenkskugelschreiber, die eigentlich ein bisschen peinlich sind. Zum Beispiel sehe ich gerade, dass ich einen Kugelschreiber von der Herz-Apotheke in Wetzlar habe. Der stammt noch aus der Zeit, als ich zur Schule ging. Meine Mutter hamsterte nämlich Werbegeschenke wie solche Kugelschreiber. (Heute haben sie einen Webauftritt. Damals undenkbar.)
Oder diese Sat.1-Kugelschreiber, die wie Unkraut dauernd aus allen Schubladen herauswachsen. Vier Stück, vier verschiedene Farben, unkaputtbar. Bekam ich damals, vor drei bis vier Umzügen, als meine Lenßen & Partner-Folge die 20% Marktanteil übertroffen hatte. Das also war der Dank. Vier Kugelschreiber, eine peinliche Anekdote und ein Fettfleck im Lebenslauf.
Aber sie schreiben gut. Heute noch.

:)

Dienstag, Oktober 28, 2008

Das hätte mal vor 15 Jahren so sein sollen:

Als Klassiksolist muss man ja heute total extrovertiert, durchgeknallt und unangepasst sein, verlotterte Klamotten tragen, nervös auf der Bühne rumhampeln und überhaupt eigentlich in echt ein Rockstar sein. Damals, als ich mich noch von diesem Klassikbetrieb hab zermalmen lassen, war die Maxime bei Mädchen am Klavier Faltenrock, weiße Bluse und geflochtene Zöpfe.

Anne Hertz am Donnerstag: Book Release Party

Kommt jemand mit? Eine von den Anne-Schwestern hat mich eingeladen, ich geh also ganz sicher hin. Gaaaaanz weit oben bei Amazon platziert, herzlichen Glückwunsch!
*strahlt

Ganz ehrlich:

Ich liebe solche Geschichten. Und ihre Überschriften.

Kultur im Fernsehen.

Da reißt ja zum Glück die Diskussion im Moment nicht ab.
Ich wünsche mir wie gesagt eine schöne neue Büchersendung.

Anobella mal wieder.

Sie hat natürlich die viel besseren Referrer als ich. Bei mir nur: Prokrastinieren und der deutsche Fernsehpreis. Ach, und Holzclogs sowie Stumpffetischisten.

Montag, Oktober 27, 2008

Ach so:

"Schräg gegenüber hatten sich Weizsäckers eingemietet. Wir kannten sie damals nicht. Richard war wohl um die zehn Jahre alt und darum noch nicht Bundespräsident." Loriot im Interview.

Der "Nachfolger" von Ian Rankin soll ja Stuart MacBride sein.

Das ist grober Unfug. Rankin-Leser werden ihn hassen, wenn sie ihn unter diesem Aspekt lesen. Und das wäre schade, weil MacBride auf seine Art sehr toll ist. Aber mit Rankin hat der nichts zu tun, außer dass er auch aus Schottland kommt. Das war's dann auch schon. Ausführliche Rezension gibt's nächste Woche auf Focus Online.

Sonntag, Oktober 26, 2008

Samstag, Oktober 25, 2008

Freitag, Oktober 24, 2008

Warum gibt es so wenige Frauen in der Comedy?

Weil sie 14 Jahre brauchen, um ein Bühnenkleid auszusuchen.
Heinz Strunk fand den auch nicht komisch.

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Das ging ja schnell.

Danke :) Wir können ja schon mal Vorschläge für eine Nachfolge sammeln. Also?

Ich bin schon lange dafür.

Dass das ZDF Schluss mit Elke Heidenreich macht. Dieses Gehabe auch jetzt wieder, diese gekränkte Eitelkeit, weil sie Reich-Ranicki den Preis nicht überreichen durfte (als ob er ihn dann genommen hätte! Hätte er nicht!), und überhaupt ist die Art, wie sie Bücher präsentiert, nicht mehr zeitgemäß. Dann noch dauernd zu betonen, Krimis würde sie nicht lesen - bitte, liebes ZDF, ich weiß, ich bin nur die "Kinder und Jugend"-Comedy-Tante bei Euch, vielmehr eine von unzähligen, dafür aber gut behandelten Drehbuchautorinnen, aber tut mir den einen Gefallen, sucht Euch ne Jüngere, ne Bessere, ne Schönere, holt Euch die Dorn oder sonstwen, bringt Leben in die Büchersendung und lasst die Heidenreich in Rente gehen.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Hamburg.


In guten ...



... und in schlechten Zeiten.

Fahnahft

Zahnärztin Z
HH

Z (schaut HH in den Mund): Sie kommen aus Süddeutschland, oder?
HH: Hähä ...
Z: Sieht man gleich.
HH: Hä?
Z: Sie brauchen eine Zahnschiene. Ich mach dann mal einen Abdruck (knallt HH grüne Knete in die Zähne). Durch die Nase atmen ... Mund weit auflassen ... Süddeutschland, soso.
HH (röchelt): Hääääää ...
Z: Da war ich auch mal. Lange her.
HH: Hängf...
Z: Wir hier oben hören das ja sofort, wenn jemand nicht von hier kommt.
HH: Hchz...
Z: Aus Süddeutschland ... (reißt die Knete runter)
HH: Gaaaah!
Z: Keine Angst, sind noch alle Zähne dran.
HH (reibt sich den Kiefer): Fie hamf niff fo mib bem Fübbeubfn, waf?
Z (ertappt): Merkt man das?
HH: Ganf biffn.

Iff muff fum Fahnahft.

Heute. Um 11. Prophylaxe. Trotzdem.

Dienstag, Oktober 21, 2008

Maria (Judith)

Es gibt so Magnus Mills-artige Situationen im Leben, man schlittert herein, man weiß nicht wie, und kommt nie wieder heraus. Von da an hat man nichts mehr im Griff, vielmehr entwickelt sich einfach alles. So ist das mit Maria (oder Judith). Meiner Putzfrau. Ich werde sie nicht mehr los. Ich wüsste nämlich gar nicht, wie ich es ihr sagen sollte. Der Moment ist unwiderbringlich an uns vorbeigezogen, und abgesehen davon ist sie jetzt zwei Wochen in Portugal - in spätestens drei Tagen werde ich ihr verzweifelt hinterhertelefonieren um mich zu versichern, dass sie tatsächlich wieder zurückkommt.
Vor zwei Wochen, als ich auf Rundreise cum Buchmesse ging, umarmte sie mich weinend, weil wir uns einen Monat nicht sehen würden. Das ist kein guter Zeitpunkt um zu sagen: "Prima, dann lassen Sie jetzt mal die Schlüssel hier und ich such mir entspannt wen anders, wenn ich zurück bin." Nein. Oder jetzt, ich komme zurück, eine aufgeräumte (wenn auch nicht bis in die Ecken, aber immerhin grundsätzlich mit zusammengekniffenen Augen saubere) Wohnung wartet, und vor der Tür stehen demonstrativ Hausschuhe, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie noch habe. In ihnen ein Zettel: "Blase schnell krank bei Frau!!!"
Kann man dieser Frau kündigen? Nur, weil sie stundenlang Geschichten über ihre weitverzweigte Verwandtschaft erzählt, statt zu putzen, und sich am Ende noch die Überstunden bezahlen lässt? Ich bringe es nicht fertig.
Sie hat ja noch weitere Vorteile. Zum Beispiel benutzt sie ausschließlich dieses Frosch-Öko-Zeugs. Danka in Berlin zwang mich stets, das Giftigste zu kaufen, das ihr bekannt war. Außerdem verbrauchte Danka pro Putzgang zwei Küchenrollen Papier. Maria (Judith) schwört auf den guten alten Putzlappen, der in die Wäsche kommt, bevor er anfängt zu stinken.
Ok, sie hasst putzen. Aber deshalb gleich kündigen?

Eindrücke der letzten Lesereise






Es gibt ja Leute,


die behaupten, die Metzgerei Gerth sei eine reine Erfindung von mir. Ist sie nicht. Hier ist das Beweisfoto, und davon, dass sie die beste Wurst weit und breit in Mittelhessen machen, muss sich wohl jeder selbst überzeugen.

Buchmessenreport, Teil 4

Und Lothar J. Seiwert. Plauschte nett mit unserer gemeinsamen Agentin und reichte mir gemächlich, ganz im Sinne der Bären-Strategie, die Hand.
Ebenfalls ganz im Sinne der Bären-Strategie Sascha Lobo, der auf seinem Stuhl am Rowohlt-Stand festgewachsen schien. Egal welcher Tag, egal welche Uhrzeit - da saß er und sprach und sprach. Vielleicht wechselten die Zuhörer, ich weiß es nicht. Seine Frisur wirft immer so einen großen Schatten, das man kaum etwas anderes erkennen kann. Außer David Safier, den erkannte ich ganz gut, ich rannte ihn ja auch ständig um, und im Umgeranntwerden erklärte er mir Vorder- und Hintergründiges seines zukünftigen Bestsellers "Jesus liebt mich". Darauf, mit einem - oder vielmehr einer - echten Heiland darüber zu reden, hat er schon sein ganzes Leben gewartet. Ich werde dann an anderer Stelle ausführlich über seine Bücher berichten.
Zoe Beck erwischte ich dann gar nicht mehr, obwohl ich sie zwischendurch mit Aveleen Avide herumrennen sah. Komisch.

Wie alt ist diese Frau eigentlich wirklich?

Ich finde überall Jahrgang 1971, aber, mal ehrlich ...

Buchmessenreport, Teil 3

Was die Welt noch wissen muss: Ralf Kramp und Kai Meyer haben eine gemeinsame Vergangenheit. Es verbindet sie ein Besuch im schönen Zülpich. Dort wurden beide von ein- und derselben Person im Kirmeszelt vermöbelt, jeweils grundlos und im Abstand von einigen Jahren. Wenn das mal kein Grundstein für eine ewig währende Freundschaft ist.

Und vom NDR:

Druckkostenzuschussverlag - Beitrag vom HR


und auch:

Montag, Oktober 20, 2008

ÜBRIGENS.

Weil ich das Popgedudel aus dem Kopf haben muss, UND weil ich gerade in Mittelhessen war, UND weil AE sie kürzlich erst ansprach, die BOXHAMSTERS:

Ich muss ja jetzt im Auto immer Radio hören.

Der CD-Player geht immer so knapp um Garantieende kaputt. Das letzte Mal hatte ich Glück, diesmal hab ich mich zu spät gemeldet, und ein Neuer kostet soviel wie ein Gebrauchtwagen. Also Radio. Da lernt man dann viel dazu über aktuelle Hörgewohnheiten, und ach, so fiel mir auf, dass die Ärzte doch tatsächlich ein Lied über meine Kindheit und Jugend auf dem Dorf gemacht haben. Das trifft die Sache doch sehr genau.

Sonst hat mich meistens nur irritiert, dass die Moderatoren ausgerechnet stets dann, wenn ein halbwegs erträgliches Lied kam, hinterher sagten: "Boah, und nach sonem harten Brett jetzt erstmal wieder was Leichtes", und dann spielten sie Beyoncé oder Dalton oder so Sachen, die ich nicht kennen wollte.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Das ist ganz interessant:

"Die Jungen-Katastrophe". Vielleicht doch wieder getrennte Schulen. Hier das Buch.

Buchmessenreport, Teil 2

Anne Chaplet schwebte zweimal vorüber und bekommt von anobella und mir den Preis für die schärfste Handtasche der Messe (knallrot, Lack). Norbert Horst streifte ebenfalls nur kurz an mir vorbei, so wie auch Cornelia Arnhold, die ich nur irgendwo in der Masse verschwinden und nie wieder auftauchen sah.
Dafür hing Oliver Wnuk am Stand ab, zwischendurch gab er eine Nummer mit Piraten oder sowas, da hatte ich so genau nicht aufgepasst. Bernd Stelter war nämlich gerade damit beschäftigt sich zu überlegen, wie er die Menschenmengen kanalisieren und auf sein Buch stoßen könnte. Er entschied sich nach der Piratennummer dafür, das Mikrophon an sich zu reißen und einfach allen, die gerade in der Nähe waren, zu erklären, dass er ein Buch geschrieben hatte. Der dadurch entstandene Menschenknäuel löste sich erst viele Stunden später auf und hinterließ eine Schneiße mit leergeräumten Bücherregalen. Die Bücher von Stelter standen allerdings noch, die waren ja auch auf dem Regal hinter ihm gestapelt, was den Diebstahl erschwerte.
Rebecca Gablé war allerbester Laune, sah frisch und erholt aus, und das, obwohl sie so ziemlich jede Party bis morgens um fünf mitgenommen hatte. Diese Frau hat mehr als nur ein Geheimnis. Ihr Mann, der zwar nicht Herr Gablé heißt, aber darauf reagiert, fachsimpelte ein wenig über Elizabeth George im speziellen und Literaturübersetzungen im allgemeinen, und Kerstin Gier kippte mit ihrer Polnischübersetzerin Cognac, während sie sich nicht jugendfreie Begriffe in beiden Sprachen zuwarfen.
Klaus-Rüdiger Mai stellte mich seinem Lieblingsbuchhändler vor und versuchte, mich davon zu überzeugen, dass das mit den Weltverschwörungen nicht nur Schlechtes hätte, während Ralf und Rebecca über die Jugendtauglichkeit der Sexszenen in Kai Meyers Büchern diskutierten. Kai Meyer selbst verschwand lieber zum Lesen, und Rebecca gab dann irgendwann auch lieber wieder Autogramme, für Isolde und Rosaline und Wilhelma und so.
Ich durfte ein Buch für Gitarre (er sagte, er hieße so) rausrücken. Dafür gab er mir eine CD und verschwand mit drei Schnittchentellern, die er für die Vorspeise hielt.
Claus Cornelius Fischer versuchte, anobella mit seinem Charme zu beeindrucken, bekam aber erst ein halbes Lächeln, als er anfing, ihr Bücher zu schenken.
Harte Nuss, meinte er später, als anobella weg war. Aber ich hab ihre Telefonnummer nicht rausgerückt.

Buchmessenreport, Teil 1

Bei Lübbe gab's Schnittchen und Würstchen. Außerdem Sekt, Cognac, Sushi und alles andere sowieso. Deshalb kam auch Ralf Kramp dauernd vorbei und blieb stundenlang sitzen, um sich füttern zu lassen.
Bei Ralf am Stand gab's dafür Kaffee, Kakao, Tee und Wasser. Da saß ich dann stundenlang rum, als ich das viele Essen nicht mehr sehen konnte und einfach mal eine Pause brauchte. Pause konnte man das nicht nennen, weil ununterbrochen Frauen vorbeikamen und mich (!) fragten, wie die Reihenfolge der Siggi Baumeister-Krimis sei. Ralf schüttete mir dann seinen Kakao in den Ausschnitt, als ich fragte: "Wer ist Siggi und ist der auch im Syndikat?"
Weniger lustig war es am Baumhaus-Stand. Ich suchte dort immer dann nach Klaus Baumgart, während der zur selben Zeit am Lübbe-Stand nach mir suchte. Telefonieren war zwecklos, weil wir uns gleichzeitig auf die gegenseitigen Mailboxen quatschten. Nach dreitägigem Aneinandervorbeilaufen gaben wir die Suche nacheinander auf. Dafür hat Baumhaus ziemlich viele ziemlich nette Titel, aber der Knaller ist Greggs Tagebuch.
Zwischendurch versuchte ich auch mal, den dreimal verschobenen Termin mit Sebastian Fitzek hinzubekommen, aber wir wechselten uns im "Oh nein jetzt muss ich doch noch ganz schnell wohin" ab. Als ich ihn endlich am Hemdzipfel festhalten konnte, schniefte er verzweifelt was von einer starken Grippe und schleppte sich zum Bertelsmann-Club, um da ein bisschen was vorzulesen. Ich kehrte zu meiner Cola an der Droemer-Knaur-Bar zurück, aber in die hatte bereits Elmar Lorentz hineingehustet. Nach so viel Geschniefe und Gehuste habe ich jetzt entweder ab morgen einen Bestsellervirus oder eine banale Erkältung. Ich werde berichten.
Bei den Fischers wollte ich nur kurz eine Freundin begrüßen, die nebenbei bemerkt die wohl schönste Lektorin der Welt ist und dabei auch noch unglaublich intelligent. Nach kürzester Zeit wurde ich allerdings von Roger Willemsen verscheucht, der sie in die Arme schließen und abküssen musste.
Und immer wieder anobella, die mich mit bissigen Kommentaren wie ein Pooka auf Schritt und Tritt verfolgte ...

Freitag, Oktober 17, 2008

Referrer

leseprobe thea dorn
neger gesucht für hausfrauensex
die untergänge der schiffe
fernsehpreisverleihung
heiratsmarkt irland
foto von roland kaiser mit brille
singletreff zehlendorf
kulturelle unterschiede scham
smells like teen spirit tatort nummer
tobias gohlis
thea dorn haarfarbe
rauswurf berufssoldat
mieses karma reich-ranicki
gimmler schottland
in blankenese brennt
schutzheiliger prokrastinieren
schuhe prenzlauer berg
strumpffetischismus
tagebuch ulrike meinhoff
christopher strümpf, wiesen
schrei nach stille
schilder weinglas
gestorben in lüdenscheid
mord in lüdenscheid
reproduktionsverweigerer
rewe blankenese
kinderlose

Davon am allerhäufigsten, quasi hundertfach: fernsehpreis. In allen Variationen.

"Einen Namen kenne ich sogar"

"Helge Schneider. Aber der war gar nicht da, oder?"
Reich-Ranicki, im ZDF. Gerade. Antwort Gottschalk: "Nein, das war Atze Schröder."

Montag, Oktober 13, 2008

Souveränes Auftreten, Teil 2

Dramatis Personae:

HH (liebt die "Beatsteaks")
Co-Autor F
Einer von den "Beatsteaks" (EvdB)

Kneipe in Schwabing, beim Schnitzelessen. Rammelvoll. Einer von den "Beatsteaks" und ein paar Freunde von ihm kommen zu HH und F an den Tisch.

EvdB: Is hier noch wat frei?
HH (schaut erschrocken, nuschelt): Mgrpfh ... (knallt innerlich mit dem Kopf auf den Tisch)
EvdB: Dit is ja nett, danke! Da setz ick mir mal nebn de junge Frau in Rot!
HH (stopft sich das Schnitzel rein und wird ganz rot)

Viertel Stunde später:

EvdB: Noch mit zuner Party? Ick meen, wo wir hier schon so lustich beisammensitzen?
HH (hustet): Ähm, ach nö ... (fächelt sich Luft zu)
(EvdB und seine Freunde gehen und wünschen einen schönen Abend.)
F: War das ein Freund von dir?
HH (shell shocked): Nö.
F: Ach, den kanntest du gar nicht?
HH: Doch. Also, vom Sehen. Also -
F: Aber wolltest nicht auf die Party?
HH: Doch.
F: Wie jetzt?
HH: Das war einer von den "Beatsteaks".
F: Ach, daher kenn ich den! Mensch, so ein Zufall! Sind wohl gerade auf Tour oder Durchreise oder so!
HH: Möglich.
F: Aber - Moment mal, du magst doch die Beatsteaks!
HH: Yep.
F: Und wieso sind wir dann nicht mit auf die Party?
HH (knallt mit dem Kopf auf die Tischplatte)

Tomte.


Wenn deutsche Bands jetzt schon seit Jahren beweisen konnten, dass sie sooo viel Potential haben, warum denn dann nicht auch mit den Videos? Das gilt auch für Kettcar. Oder Madsen. Oder wie sie alle heißen. Georg, ja, man will den Leuten nicht beim Singen zuschauen, und auch nicht der Band beim angeblichen Schrammeln im angeblichen Proberaum.
Hingegen das ein- oder andere Video der Beatsteaks - sehr schön. Selbst hier:

Vom Eklat zur Ruhe

Kid37 hat ja etwas ganz Wunderbares im Netz gefunden, nämlich die Fotografien von KayLynn Deveney, The Day-to-Day Life of Albert Hastings, sehr anrührend, ach und Edith und Len sind auch unfassbar.
*Taschentuch
Gefunden dank Georg.

Zum Thema Niveau:

"RTL-Chefin Anke Schäferkordt hatte bereits am Samstag zu verstehen gegeben dass sie sich nach Reich-Ranickis Verhalten zu gar nichts verpflichtet sieht. So wie übrigens auch Sat-1-Geschäftsführer Matthias Alberti nicht."
Ach, und was Frau Heidenreich dazu meint, hier.

Sonntag, Oktober 12, 2008

Dieses Jahr lohnt sich die Fernsehpreisverleihung WIRKLICH.

Reich-Ranicki lehnt den Preis vor laufender Kamera ab. Ach, ich glaube, ich mag ihn.
Zu sehen heute im ZDF ab 20:15, glaube ich. Bild verfolgte ihn natürlich noch hinter die Bühne.
Bei Stern heißt es, es sei nicht sicher, ob dieser Teil mit seiner Rede ebenfalls ausgestrahlt wird. Wäre schade und ein Armutszeugnis, täten sie es nicht.

Zur Einstimmung und Erinnerung:

Samstag, Oktober 11, 2008

Yeah Yeah Yeahs

Besuch bei Papa

Zettel am Spiegel:

"Sind in München bis Monatsende. Bitte Folgendes beachten:
- Heizung einstellen (siehe gesonderte Notiz)
- Rollläden zum Hof und zur Terrasse morgens rauf, abends runter. Rest automatisch
- Blumen im Hof gießen (siehe gesonderte Notiz)
- Blumen auf Terrasse gießen (siehe gesonderte Notiz)
- Haustür nach Verlassen des Hauses immer ZWEIMAL abschließen wg. Versicherung
- Riegel vorschieben wenn IM Haus
- Wäsche waschen: nur Waschmaschine rechts benutzen, linke defekt
- Briefkasten leeren (Post kommt ca. 13 Uhr)
- Zeitungsrohr leeren (bei Bedarf; Nachsendeauftrag für Zeitung!)
- Fernseher sind ALLE NEU (Plasma!), nicht kaputtmachen!!!
- Kühlschrank leer. Rewe hat bis 19 21 Uhr geöffnet
- Mülleimer rausstellen (siehe Müllabholplan in Speisekammer)
Vielleicht sehen wir uns noch, bevor Du wieder fährst.
MfG
Dein Vater."

Freitag, Oktober 10, 2008

Souveränes Auftreten, Teil 1

Dramatis Personae:
HH (kommt gerade vom Präsentationstraining)
Bestsellerautorin G (kommt gerade vom Fotoshooting cum Pressekonferenz)

Langer, leerer Flur. HH kommt von rechts, G von links.

G (freundlich): Frau Heiland! Guten Tag!
HH (verwirrt, erkennt G an dem riesen Poster, das von ihr im Flur hängt): Oh, Frau G!
G: Ich les ja immer Ihr Blog!
HH (Schockstarre): Was?
G: Amüsiere mich prächtig! Weiter so!
HH: Äh ...
G (schüttelt HHs Hand und geht)
HH (starrt G hinterher)
...
(starrt immer noch, dann zu sich selbst): Ja, Frau G, DANKE, Frau G, ich finde Ihre Bücher AUCH ganz toll, vielleicht SEHEN wir uns ja auf der Buchmesse und trinken mal einen TEE zusammen ... (knallt Kopf gegen die Wand)

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Mittwoch, Oktober 01, 2008